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Neues von den Tieren in Schönbrunn!
Im Tiergarten Schönbrunn ist immer was los. Wir zeigen dir die coolsten Neuigkeiten!

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

GIBBON IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN GEBOREN

Noch schwer im Fell am Bauch der Mutter auszumachen und schon der neue Besucherliebling im Tiergarten Schönbrunn: Am 25. August hat ein kleiner Weißhandgibbon das Licht der Welt erblickt. Mutter Sipura kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Vater Rao wird später ein gefragter Spielgefährte sein, wenn das Jungtier zu klettern beginnt. „Gibbons sind in den Regenwäldern Südostasiens zuhause. Mit ihren langen Armen hangeln sie sich von Ast zu Ast. Die Mutter trägt ihr Baby in den ersten Monaten mit sich. Selbst wenn sich die Mutter akrobatisch durch die Lüfte schwingt, ist das Kleine mit dabei“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Bei der Geburt sind Gibbons nur von einem feinen Flaum bedeckt. Nachdem das Jungtier stets dicht an der Mutter kuschelt, konnten die Tierpfleger sein Geschlecht noch nicht erkennen. Erst mit drei Monaten lässt die Mutter zu, dass das Kleine erste Kletterversuche unternimmt. Gibbon-Jungtiere werden bis zu zwei Jahre lang gesäugt. Bereits mit einem halben Jahr beginnen sie aber, auch Gemüse, Früchte, Blätter und Insekten zu fressen. Mit etwa sechs Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, müssen sich die jungen Erwachsenen ein eigenes Revier suchen.
Gibbons sind monogam und leben in fixen Revieren. Diese markieren sie durch ihren typischen Morgengesang. Die Paare singen dabei lautstark im Duett. Weißhandgibbons sind wie alle Gibbon-Arten gefährdet. Hauptbedrohung ist die Zerstörung der Regenwälder. Außerdem werden Gibbons zum Verzehr und für den Verkauf als Haustiere gefangen. In Zoos wird diese bedrohte Affenart im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezüchtet. Der letzte Nachwuchs im Tiergarten war 2009: Das Männchen Samuk lebt mittlerweile im Zoo Salzburg.

© Fotos: Daniel Zupanc

ELEFANTENMÄDCHEN IQHWA FEIERT 4. GEBURTSTAG!

Eine riesige Torte aus Heu und süßem Obst: Das gehört zu einer Elefantengeburtstagsparty dazu! Am kommenden Montag wird das Elefantenmädchen Iqhwa im Tiergarten Schönbrunn vier Jahr alt. Um 15.00 Uhr wird der Geburtstag im Elefantenhaus gefeiert. „Iqhwa wird eine Heu-Geburtstagstorte gespickt mit Obst bekommen, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter Tonga und ihrer Halbschwester Mongu mit Sicherheit blitzschnell vernaschen wird“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Iqhwas Geburt am 4. September 2013 war eine weltweite Sensation. Sie ist der erste Elefant, der durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt wurde. Ihr Vater lebt in Südafrika, ihre Mutter Tonga ist in Schönbrunn zuhause.
Iqhwa hat sich ganz prächtig entwickelt. Stolze 1051 Kilogramm bringt das Elefantenmädchen bereits auf die Waage. Das tägliche Training macht ihr nicht nur großen Spaß, sie ist dabei auch irrsinnig schnell und brav. Schratter: „Iqhwa hat spielerisch gelernt, sich auf Zuruf ihrer Pfleger hinzulegen oder ihre Ohren und Füße zu zeigen. Das ist wichtig, wenn eine Fußpflege nötig ist oder der Tierarzt für eine Untersuchung kommen muss.“ Mit vier Jahren ist Iqhwa noch ein verspieltes Jungtier. Egal, ob der Strahl aus der Dusche, die Schlammsuhle, Reifen oder die anderen Elefanten: Alles lädt Iqhwa zum Spielen ein und so hält sie die gesamte Schönbrunner Elefantenherde ordentlich auf Trab.

© Fotos: Daniel Zupanc

FLUSSPFERDE BEKOMMEN NEUES BADEBECKEN

Die nächsten Badetage des heurigen Sommers stehen vor der Tür. Für die Flusspferde im Tiergarten Schönbrunn sind es die letzten in ihrem alten Badebecken. Im November starten die Bauarbeiten und ihr altes, symmetrisches Betonbecken wird einer natürlichen Wasserlandschaft weichen. „Das neue Badebecken soll für mehr Badespaß bei unseren Flusspferden sorgen. Das derzeitige Becken hat keine Filteranlage. Im Sommer muss es bis zu zwei Mal pro Woche ausgelassen werden. Das bedeutet natürlich eine aufwändige Reinigung, einen hohen Wasserverbrauch und stets eine Badepause für die Flusspferde im Freien. Die neue Filteranlage wird für optimale Wasserqualität sorgen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch die Außenanlage umgestaltet und etwas vergrößert. Rund 2,6 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben. Der Tiergarten muss die gesamte Summe selbst aufbringen. Dafür hat der Verein der Freunde des Tiergartens eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Um 15 Euro kann man unter www.herzenspatenschaft.at Herzenspate der drei Schönbrunner Flusspferde Ali, Arca und Kimbuku werden und damit den Bau des Badebeckens unterstützen. Als Dankeschön gibt es eine Patenschaftsurkunde und einen Namenseintrag auf der Homepage. Während die Flusspferde in den kalten Monaten im Wasserbecken der Innenanlage abtauchen, wird umgebaut. Rechtzeitig zur Badesaison 2018 soll das neue Becken auf der Außenanlage fertig sein.

© Fotos: Daniel Zupanc

ERDMÄNNCHEN-JUNGES GEBOREN

Bei den Erdmännchen im Tiergarten Schönbrunn hat sich überraschend Nachwuchs eingestellt. Am 27. Juni wurde ein Jungtier geboren. Gerechnet hat damit niemand. „Da unser Erdmännchen-Pärchen schon sehr alt ist, haben wir mittlerweile ein zweites junges Pärchen, das gemeinsam mit den Roten Varis im historischen Affenhaus lebt. Das Männchen Chilili wurde 2013 bei uns geboren. Das Weibchen Amera stammt aus dem Zoo Linz und ist erst ein Jahr alt. Wir hätten nicht gedacht, dass sie heuer schon Nachwuchs bekommen würden. Aber das Kleine entwickelt sich prächtig“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Zur Welt gekommen ist es in einer schützenden Erdhöhle. Bei der Geburt sind Erdmännchen nur rund 30 Gramm schwer, blind, nackt und völlig hilflos. Mittlerweile ist das Mini-Erdmännchen schon an der Seite seiner Eltern in der Anlage unterwegs.
In den ersten Wochen wurde das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, ausschließlich gesäugt. Mittlerweile frisst es auch schon Gemüse und Insekten. Die jungen Eltern machen ihre Sache ganz vorbildlich. Schratter: „Es ist sehr nett zu beobachten, wie sie ihr Jungtier nicht aus den Augen lassen. Oft sind die drei beim Kuscheln, Spielen und Graben zu sehen. Der Vater fängt sogar Spinnen in der Anlage und bringt sie seinem Nachwuchs.“ Heimisch sind Erdmännchen in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas. Die geselligen kleinen Raubtiere zählen zur Familie der Mangusten. Bekannt sind Erdmännchen dafür, dass sie aufrecht auf ihren Hinterbeinen stehen, um nach Gefahren Ausschau zu halten. Und selbst das Kleine mit seinen sechs Wochen kann das schon wie ein Großer.

© Fotos: Daniel Zupanc

Happy Birthday Fu Feng und Fu Ban!

Rosafarbene und blaue Geschenkpäckchen, liebevoll von den Tierpflegern verpackt, erwarteten die Panda-Zwillinge heute Vormittag im Tiergarten Schönbrunn zu ihrem ersten Geburtstag. „Die Packerl waren mit Süßkartoffeln und Karotten gefüllt. Mama Yang Yang hat gleich vorgezeigt, wie das Auspacken funktioniert und hat von den Karotten und Süßkartoffeln genascht. Da wurde natürlich auch Panda-Bub Fu Ban neugierig und hat seine Päckchen inspiziert“, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Völlig unbeeindruckt von der ganzen Aufregung zeigte sich das Mädchen Fu Feng. Die Kleine blieb der Geburtstagsfeier fern und verschlief den großen Tag auf einer Plattform auf der anderen Seite der Panda-Anlage.

Die Panda-Zwillinge sind am 7. August 2016 zur Welt gekommen. Von 100 Gramm zarten Babys bei der Geburt haben sich die Kleinen zu 18 bzw. 22 Kilogramm schweren Panda-Jungtieren entwickelt. Die Geschichte ihrer Aufzucht ist weltweit einmalig: Yang Yang ist das erste Panda-Weibchen in Menschenobhut, das Zwillinge ganz ohne menschliche Hilfe großzieht. Schratter: „Die Zwillinge heute an ihrem ersten Geburtstag so toll entwickelt zu sehen, ist einfach eine große Freude.“

© Fotos: Daniel Zupanc



PANDA-ZWILLINGE FEIERN ERSTEN GEBURTSTAG

Am kommenden Montag wird im Tiergarten Schönbrunn Geburtstag gefeiert: Die Panda-Zwillinge Fu Feng und Fu Ban werden ein Jahr alt. Die Tierpfleger bereiten für die Kleinen um 10 Uhr eine besondere Überraschung vor. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Die Zwillinge bekommen mehrere Geschenkpäckchen gefüllt mit Süßkartoffeln und Karotten - eben das, was Pandas gut schmeckt.“ Da die süßen Gemüsesorten auch eine Leckerei für Mama Yang Yang sind, wird es spannend, ob sie beim Auspacken mithelfen wird. Zu hoffen bleibt, dass die „Geburtstagskinder“ ihren großen Tag nicht verschlafen. Als Jungtiere haben sie noch keinen fixen Rhythmus bei ihren Schlafenszeiten.
Die Panda-Zwillinge sind am 7. August 2016 zur Welt gekommen. Nach den Geburten von Fu Long, Fu Hu und Fu Bao war dies bereits der vierte Panda-Nachwuchs für den Tiergarten Schönbrunn. Als einzigem Zoo Europas gelingt es dem Tiergarten, Pandas auf natürlichem Wege zu züchten. Die Aufzucht von Fu Feng und Fu Ban ist eine Sensation: Zum ersten Mal zieht eine Panda-Mutter in Menschenobhut Zwillinge ohne menschliche Hilfe groß. Gemäß chinesischer Tradition bekamen die beiden 100 Tage nach ihrer Geburt ihre Namen: Fu Feng bedeutet „Glückliche Phönix“, Fu Ban „Glücklicher Gefährte“. Die ersten Lebensmonate verbrachten die Zwillinge mit Mutter Yang Yang in der Wurfbox und später in der Baumhöhle, bevor sie zu Jahresende die Neugier packte und sie sich erstmals den Besuchern zeigten.

© Fotos: Daniel Zupanc

ELEFANTEN GENIESSEN NEUES BADEBECKEN

Wie man sich die Hitzetage diese Woche erträglicher macht, zeigen die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn. Die Dickhäuter genießen ihr neues Badebecken in vollen Zügen, allen voran der Bulle Shaka. „Shaka ist im Vorjahr aus dem Zoo Duisburg zu uns gekommen. Er hatte dort auch ein Badebecken und hat darin sehr gerne geplantscht“, erklärt Harald Schwammer, Zoologischer Leiter im Tiergarten Schönbrunn. Unter den Weibchen ist die 14-jährige Mongu die größte Wasserratte. Elefanten halten sich auch in freier Wildbahn in der Nähe von Wasserstellen auf. „Heiße Temperaturen sind Elefanten natürlich gewöhnt. Das Baden ist eine willkommene Abkühlung und dient genauso wie das Duschen oder Schlammbaden auch der Pflege ihrer sensiblen Haut.“
Das neue Bad ist im vorderen Bereich der Anlage, daher können die Besucher die Elefanten hautnah beim Baden erleben. An eine wichtige Baderegel halten sich die Dickhäuter vorbildlich: Vor dem Baden duschen. „Bei den Elefanten ist es wie bei uns. Am Anfang kostet das Reingehen etwas Überwindung. Wenn sie abgeduscht sind, gehen sie viel lieber hinein“, so Tierpfleger Andreas Buberl, der die Dickhäuter mit einem Feuerwehrschlauch von einer Plattform herab nass spritzt. Eine andere Baderegel wird hingegen völlig missachtet: Vor dem Baden nichts essen. Die Elefanten fressen sogar während des Badens: Die Tierpfleger werfen Äpfel ins Wasser, die die Tiere mit dem Rüssel herausfischen. Ein Spaß für die Elefanten und die Zuseher!

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

TIERE GEHEN BEI HITZE BADEN

Nicht nur die Freibäder und Badeseen sind in diesen Tagen gut besucht, auch einige Tiere im Tiergarten Schönbrunn trotzen der Hitze im kühlen Nass. Allen voran die Eisbären Lynn und Ranzo, die sich mit einem Sprung in ihre verschiedenen Bade- und Tauchbecken erfrischen. Kaum kratzen die Temperaturen an der 30-Grad-Marke, tauchen die Wasserschweine besonders gerne im Teich ab. Durch eine große Sichtscheibe können die Besucher sie dabei beobachten. "Wie ihr Name verrät, halten sich die südamerikanischen Nagetiere oft im Wasser auf. Sie sind daran auch gut angepasst und besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Wasserschweine können minutenlang tauchen und dabei ihre Nasenlöcher verschließen.
Am späten Nachmittag, wenn sich die Wasserschweine ins Haus zurückziehen, gehören die Teiche den Flachlandtapiren. Dann sind die beiden Brüder Tibor und Deszö beim Plantschen zu beobachten. Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Wasserbüffeln. Hauswasserbüffel stammen vom asiatischen Wasserbüffel ab, der in Feuchtgebieten, Sumpfwäldern und Flusstälern lebt. Bei ihnen ist der Name Programm. "Zum Schutz vor lästigen Insekten und zur Abkühlung halten sich Wasserbüffel im Wasser oder Schlamm auf. Auch bei uns im Tiergarten suchen sie im Sommer mehrmals täglich das Badebecken auf." Zu Wasserratten werden bei Hitze auch ihre Nachbarn, die Panzernashörner. Sundari und Jange nehmen an heißen Tagen gerne ein Bad. Frisch abgekühlt legen sie sich zum Sonnen ans Ufer.

© Fotos: Daniel Zupanc


Mini-Seespinnen sorgen für grosse Freude im Tiergarten Schönbrunn

Im Sommerurlaub am Meer trifft man Große Seespinnen nur mit viel Glück in felsigen Gebieten an. Mit Sicherheit sieht man sie im Mittelmeer-Becken im Tiergarten Schönbrunn. Nun ist dem Tiergarten als erstem Zoo die Nachzucht dieser faszinierenden Meeresbewohner geglückt. Große Seespinnen sind die größte Krabbenart im Mittelmeer. Ausgewachsen erreichen sie einen Durchmesser von bis zu einem halben Meter. Davon sind die sechs Mini-Seespinnen noch weit entfernt. „Anfang Mai hat das Weibchen die Larven abgesetzt. Fünf Mal haben sich die kleinen Tierchen gehäutet bis sie nun fertige Seespinnen sind – allerdings im Miniformat. Gerade einmal fünf Millimeter groß sind die Baby-Seespinnen derzeit“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Vom Absetzen der Larven bis zu den kleinen Seespinnen war es ein weiter Weg. Das Aufwachsen der Tiere erforderte großen Einsatz der Tierpfleger und war spannend mitzuerleben. Schratter: „Interessant ist zum Beispiel, dass die Larven bis zur zweiten Häutung einen Wehrstachel besitzen, damit sie im Meer nicht von hungrigen Fischen gefressen werden. Erst nach der vierten Häutung gehen sie seespinnen-typisch am Boden, davor treiben sie frei im Wasser umher.“ Gefüttert wurden die Larven mit Copepoden, winzigen Krebstierchen, die im Tiergarten gezüchtet werden. Mittlerweile frisst der Nachwuchs wie auch die fünf erwachsenen Tiere Aas und kleine Pflanzenteile. Seespinnen sehen sehr schlecht. Am Ende ihrer Beine besitzen sie Sinneszellen, mit deren Hilfe sie Nahrung aufspüren.

© Foto 1: Daniel Zupanc, © Foto 2: Tiergarten Schönbrunn

Zebra-Fohlen im Tiergarten Schönbrunn geboren

Gestreifter Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn: In der Nacht auf Mittwoch hat ein Zebra-Fohlen das Licht der Welt erblickt. „Als die Tierpfleger gestern früh zu Dienstbeginn zum Gehege kamen, war das Kleine bereits da. Es ist direkt auf der Außenanlage zur Welt gekommen. Mit seinen zierlichen Beinchen geht es an der Seite seiner Mutter Wendy neugierig auf Erkundungstour“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Freude ist groß, denn die letzte erfolgreiche Nachzucht bei den Zebras liegt 13 Jahre zurück. Schratter: „Das Fohlen ist wohlauf. Es trinkt brav und Mutter Wendy weicht ihm nicht von der Seite. Nähert sich Vater Enzo und will es beschnuppern, macht sie ihm sprichwörtlich Beine.“ Die Tragzeit bei Zebras beträgt rund ein Jahr. Stute Wendy war in den letzten Wochen schon kugelrund, die Trächtigkeit war ihr deutlich anzusehen. Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 25 Kilogramm. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, den afrikanischen Savannenlandschaften südlich der Sahara, ernähren sich Zebras von nährstoffarmen Gräsern und Kräutern.
Das Jungtier wird rund acht Monate gesäugt. Schon bald wird es beginnen, wie seine Eltern auch Heu und Grünfutter zu knabbern. Ob das Fohlen eine Stute oder ein Hengst ist, konnten die Tierpfleger noch nicht mit Sicherheit erkennen. Bekannt sind Zebras für ihr auffälliges Streifenmuster, das sie in der heißen, flimmernden Luft in ihrer Heimat für Fressfeinde schwer erkennbar macht. Während die Zebrastreifen im Straßenverkehr alle gleich aussehen, hat jedes Zebra eine individuelle Zeichnung. Die Mitglieder einer Familie erkennen sich gegenseitig am jeweiligen Muster. Im Tiergarten Schönbrunn lebt die Unterart der Burchell-Zebras, benannt nach dem englischen Naturforscher William John Burchell. Typisches Merkmal dieser Zebra-Art ist, dass sie zusätzlich zu den charakteristischen schwarzen Streifen auch braune “Schattenstreifen” besitzt. Das Burchell-Zebra hat in Wien Tradition, seit nahezu 80 Jahren zählt diese Art zum fixen Tierbestand.

© Foto 1: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
© Foto 2: Jutta Kirchner


Luchs-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Im Tiergarten Schönbrunn sind Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Unter den wachsamen Augen ihrer Mutter entdecken sie neugierig ihr Gehege. „Die beiden Jungtiere wurden bereits am 3. Mai geboren. Unsere Tierpfleger haben ein leises Piepsen aus der Hütte vernommen. Allerdings sind Luchse bei der Geburt nur rund 300 Gramm schwer und blind. Nach zwei Wochen öffnen sie die Augen und beginnen erst dann, alles zu erkunden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Seit einigen Tagen sind die Luchs-Zwillinge nun immer wieder gut für die Besucher zu sehen. Ein bisschen Geduld und Augen wie ein Luchs sind allerdings nötig. Ihr dunkel getupftes Fell bietet im Dickicht des Waldgeheges eine gute Tarnung.
Das große Waldgehege ist wie ein Abenteuer-Spielplatz: Die beiden Jungtiere kraxeln durch das Gebüsch, klettern auf Baumstämme und jagen sich gegenseitig. Müde vom Spielen kuscheln sie sich an ihre Mutter, die sie säugt und liebevoll umsorgt. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart. In Österreich galt er im Jahr 1892 als ausgerottet. Durch die Auswilderung von Tieren ist diese prächtige Wildkatze heute wieder in unseren Wäldern anzutreffen. Der Eurasische Luchs zählt aber nach wie vor zu den seltensten Säugetieren des Landes. In Zoos werden Luchse im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuches (ESB) gezüchtet. Für das Luchs-Pärchen im Tiergarten Schönbrunn, das 2015 eingezogen ist, ist es nun der dritte Nachwuchs.

© Fotos: Daniel Zupanc


Ein affenstarkes Wochenende im Tiergarten Schönbrunn

Affenmasken basteln, eine Sonderfütterung der aufgeweckten Berberaffen erleben und alles über ihre Gefährdung erfahren: Das kommende Wochenende steht im Tiergarten Schönbrunn ganz im Zeichen der bedrohten Berberaffen. "Berberaffen sind stark gefährdet. Nur noch zwischen 8.000 und 10.000 Tiere leben in Marokko und Algerien. Wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher über diese Makaken informieren, die Problematik im Freiland aufzeigen und das Schutzprojekt vorstellen, das wir zu ihrer Rettung unterstützen", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Gefährdung der Berberaffen ist vielschichtig: Ihr Lebensraum wird eingeschränkt, Jungtiere werden für die Heimtierhaltung gefangen und Tiere werden illegal als Requisiten für Touristenfotos verwendet.
Seit zwei Jahren engagiert sich der Tiergarten für das Artenschutzprojekt „Barbary Macaque Awareness and Conservation“ (BMAC) in Marokko und finanziert das Gehalt von Ahmed Chetuan, der als Pädagoge Dorfschulen besucht, um die Kinder über die Berberaffen aufzuklären. Kindgerechte Infos zu den Affen gibt es am Wochenende auch im Zoo: Bei einem Infostand wird das Projekt vorgestellt. Bei einem Bastelstand können die Kinder Affenmasken basteln oder Affenbilder ausmalen. Auch die Besucher können dem Projekt in Marokko helfen: Mit dem Erwerb eines Affen-Buttons spenden sie für die Anschaffung eines neuen Monkey Busses. Dieses geländetaugliche Gefährt ist für die Forscher der Organisation für ihre Fahrten in die Gebirgsregionen von Marokko unerlässlich, um die Berberaffen zu beobachten.

© Fotos: Daniel Zupanc


ORANG-UTAN NONJA TESTET FIDGET SPINNER

Fidget Spinner lösen derzeit einen wahren Hype aus. Ursprünglich für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten entwickelt, sind die Handkreisel zum Trendspielzeug geworden. Spielzeug und abwechslungsreiche Beschäftigung sind auch bei den Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn stets ein Thema. Wie die klugen Menschenaffen auf die Fidget Spinner reagieren, wurde nun getestet. „Wir waren gespannt, ob unsere Orang-Utans etwas damit anfangen können“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Diese Affen lernen durch Nachahmung sehr schnell. Im Rahmen einer kleinen Trainingseinheit haben ihnen die Tierpfleger das drehende Spielzeug vorgezeigt. „Nonja war am meisten interessiert, innerhalb von wenigen Minuten hat sie den Sinn verstanden. Richtig gut fand sie es aber, als wir ihr den Fidget Spinner auf einen Stock aufgefädelt haben und sie ihn gut drehen konnte“, berichtet Tierpfleger Sascha Grasinger. Das Drehen wurde mit Futter belohnt, so wurde der Fidget Spinner gleich interessanter.
Für die Orang-Utans gibt es laufend neue Beschäftigungen – oft verbunden mit Futter, das versteckt wird. Von Bausteinen über Bälle bis hin zu Büchern, die sie zerlegen, ist alles für eine gewisse Zeit spannend. Dann verfliegt das Interesse rasch. So auch beim Fidget Spinner, der ihnen nur einmalig gegeben wurde. Immer wieder sorgen die Beschäftigungsideen für die Orang-Utans für Aufsehen. Im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes griff Nonja in den 90er Jahren zu Pinsel und Farbe und fertigte rund 250 Gemälde an. Erneut im Rampenlicht stand Nonja im Dezember 2009 als erster Affe auf Facebook. Im Zuge einer Marketingkooperation bekam sie eine mit einem robusten Plastikgehäuse versehene Digitalkamera, die für jedes geschossene Foto eine Rosine als Belohnung freigab. Nonjas Schnappschüsse wurden auf Facebook veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie zum Star und hatte über 75.000 Fans aus aller Welt.

© Fotos: Daniel Zupanc


BLIND-DATE BEI DEN LEOPARDEN

Vor einem Jahr ist Amurleoparden-Weibchen Ida in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen, nun ist auch ein Partner angekommen: Piotr aus dem Zoo Moskau. Nach einer Eingewöhnungsphase sind die beiden mittlerweile gemeinsam im Gehege. Funken muss es erst. „Piotr ist mit fast zwei Jahren noch ein junges Männchen. Ida war als erstes im Revier und hat sprichwörtlich die Hosen an. Sie akzeptieren sich gegenseitig, Interesse füreinander zeigen sie erst, wenn sie im fortpflanzungsfähigen Alter sind“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich hofft der Tiergarten künftig auf Nachwuchs. Denn: Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2007 wurden in den Wäldern der Amur-Region Russlands nur noch 25 Tiere gezählt. Hauptproblem ist der Verlust des Lebensraumes.
Die Erhaltungszucht in Zoos ist bei bedrohten Tierarten wie dem Amurleopard enorm wichtig. Koordiniert wird diese über ein Zuchtprogramm. Einfach erklärt könnte man sagen: Was Partneragenturen beim Menschen sind, ist das Europäische Erhaltungszuchtprogramm bei Zootieren. Hier wird ausgesucht, welche Tiere gut zueinander passen. Ausschlaggebend sind Kriterien wie Alter und Verwandtschaftsgrad. Allerdings steht hier nicht die große Liebe im Vordergrund, sondern der Erhalt von bedrohten Tierarten. Durch den Austausch von Tieren zwischen den Zoos wird eine genetisch gesunde Population in Menschenobhut erhalten, sodass Tiere, wenn erforderlich, Wiederansiedlungsprojekten zur Verfügung gestellt werden können.

© Fotos: Daniel Zupanc


BADESPASS UND EIS FÜR KEAS

Die Keas Maria und Dexter im Tiergarten Schönbrunn haben ein neues Zuhause bekommen – und das bietet den aufgeweckten Papageien jede Menge Spaß. Jetzt bei den sommerlichen Temperaturen finden sie vor allem am neuen Badebecken und an den Wasserläufen Gefallen. „Unsere Keas lieben es, zu baden und im Wasser zu spielen. Das ist für die beiden Abkühlung und Vergnügen zugleich“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Beschäftigung ist bei diesen cleveren Papageien das Um und Auf. Deshalb ist ihre neue Anlage sehr natürlich und abwechslungsreich gestaltet. Neben den Wasserstellen gibt es viel zu erkunden: Felsen, Baumstämme, Pflanzen, Schotter und Naturboden.
Für zusätzliche Beschäftigung sorgen die Tierpfleger. Täglich um 13 Uhr findet nun eine kommentierte Fütterung statt und die Pfleger lassen sich stets etwas Neues einfallen, wie und wo sie das Futter für ihre Schützlinge verstecken: von Schachteln über Eierkartons bis hin zu Bällen. An heißen Tagen gibt es immer wieder ein spezielles Eis, für das Körner, Nüsse und Obst in Wasser tiefgefroren werden. Um an die Leckereien zu kommen, picken die Keas eifrig am Eislutscher oder warten, schlau wie sie sind, einfach ab, bis das Eis schmilzt. Keas zählen zu den wenigen Papageienarten, die nicht in den Tropen zuhause sind. Sie leben in den Bergen Neuseelands und stehen als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Es gibt nur noch rund 5000 Tiere.

© Fotos: Daniel Zupanc


NACHWUCHS BEI DEN PRÄRIEHUNDEN

Vorsichtig strecken sie ihre Näschen aus dem Bau, knabbern Kräuter und spielen miteinander: Im Tiergarten Schönbrunn freut man sich über zweifachen Nachwuchs bei den Schwarzschwanz-Präriehunden. Bereits am 1. April sind die beiden Jungtiere zur Welt gekommen, aber erst jetzt unternehmen sie die ersten Ausflüge aus dem Bau. „Präriehunde wiegen bei der Geburt nur etwa 15 Gramm, sind noch nackt, blind und taub. Die ersten Wochen wurden sie von ihrer Mutter im Bau versorgt, aber jetzt erkunden sie schon die Anlage“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auf den ersten Blick sehen Präriehunde wie heimische Murmeltiere aus, sie sind allerdings kleiner und schlanker.
Schwarzschwanz-Präriehunde leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Ihre unterirdischen Bauten graben die graubraunen Nager tief in die Erde. Schratter: „Entdecken sie einen Feind wie einen Greifvogel, einen Fuchs oder einen Kojoten stoßen sie einen bellenden Ruf aus. Damit warnen sie die ganze Kolonie und alle Tiere können unter die Erde flüchten. Von diesem bellenden Laut stammt auch ihr Name.“ Gefährdet sind Schwarz-Schwanzpräriehunde derzeit noch nicht. Doch ihr Lebensraum in der nordamerikanischen Steppe schwindet durch die intensive Landnutzung für Ackerbau und Viehwirtschaft zunehmend.

© Fotos: Daniel Zupanc


FELSENPINGUINE HABEN NACHWUCHS!

Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs: Bei den bedrohten Felsenpinguinen sind seit Mitte April nach rund 33 Tagen Brutzeit elf Küken geschlüpft. Bei der Aufzucht ist Arbeitsteilung angesagt: Abwechselnd wärmen die fürsorglichen Pinguin-Eltern die Kleinen und füttern sie mit vorverdauter Nahrung. Die Erhaltungszucht in Zoos ist wichtig, denn im Freiland sieht die Situation für diese Pinguin-Art traurig aus. „Der Nördliche Felsenpinguin brütet auf der Inselgruppe rund um Tristan da Cunha im südlichen Atlantik und ist stark gefährdet. Hauptursachen für seine Bedrohung sind die Überfischung und Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Nur 96 Nördliche Felsenpinguine leben derzeit in europäischen Zoos. Die größte Kolonie mit 45 erwachsenen Tieren gibt es in Schönbrunn. Der Tiergarten führt auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese auffällige Pinguinart mit den gelben Federbüscheln am Kopf. Jedes Jahr gibt es in Schönbrunn Nachwuchs, was weltweit sonst in keinem anderen Zoo so regelmäßig gelingt. Seit der Neueröffnung des Polariums im Jahr 2004 hat der Tiergarten 41 Felsenpinguin-Jungtiere an andere Zoos abgegeben. Schratter: „Durch unsere langjährige Erfahrung in Haltung und Zucht möchten wir mithelfen, auch in anderen Zoos Kolonien aufzubauen, bei denen es mit Nachwuchs klappt.“

© Fotos: Daniel Zupanc


DIE GIRAFFEN SIND DA!

Auch wenn das Wetter derzeit überhaupt nicht an Afrika erinnert, steht die Eröffnung des neuen Giraffenparks im Tiergarten Schönbrunn in knapp drei Wochen bevor. Die Bewohner, die beiden zwei Jahre alten Netzgiraffen Fleur und Sofie, sind bereits gestern gut in Wien angekommen. „Die Giraffen-Weibchen wurden von einem Tiertransportprofi in einem speziellen Anhänger vom Zoo Rotterdam zu uns gebracht. Typisch für Giraffen haben sie anfangs ganz zaghaft, aber sehr neugierig ihr neues Zuhause betreten. Sofie hat schon nach wenigen Minuten ganz entspannt Rosenblätter geknabbert, die von ihren ehemaligen Pflegern mitgegeben wurden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Derzeit sind die Giraffen im historischen Teil der Anlage und können sich bis zur Eröffnung in Ruhe eingewöhnen. Schratter: „Natürlich ist alles neu für sie, die Umgebung, die Tierpfleger und die Abläufe. Allerdings sind Fleur und Sofie Halbschwestern und haben somit auch jemand Vertrauten an ihrer Seite.“ Voraussichtlich nächste Woche dürfen sie dann auch den großen Wintergarten, der an das historische Haus angebaut wurde, betreten und beschnuppern. Am 10. Mai am Vormittag wird der neue Giraffenpark feierlich eröffnet und steht danach für die Besucher offen. Bis dahin gibt es noch einige finale Arbeiten: Der Sandplatz auf der vergrößerten Außenanlage wird aufgeschüttet, die Heukörbe werden montiert und der kleine Teich muss noch gestaltet werden.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

GIRAFFEN FLEUR UND SOFIE KOMMEN NACH SCHÖNBRUNN

Das Datum steht nun fest: Am 10. Mai wird der Giraffenpark im Tiergarten Schönbrunn offiziell eröffnet. Eine Neuigkeit gibt es auch dazu, welche Giraffen in die Anlage einziehen werden. "Unsere drei Giraffen Kimbar, Carla und Rita werden vorläufig in jenem Quartier in unmittelbarer Nähe des Zoos bleiben, das sie seit Beginn der Bauarbeiten bewohnen. Kimbar ist mit 24 Jahren das zweitälteste Männchen im Zuchtprogramm. Wir wollen ihm in seinem hohen Alter keinen Transport und Umzug mehr zumuten. Er fühlt sich dort sehr wohl und soll hier seinen Lebensabend verbringen dürfen", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich bleibt auch seine vertraute Herde, die beiden Weibchen Rita und Carla, bei ihm.
In den Giraffenpark im Tiergarten werden zwei neue Giraffen einziehen. Schratter: „Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurden uns zwei junge Netzgiraffen-Weibchen zugeteilt. Beide stammen aus dem Zoo Rotterdam. Sie heißen Fleur und Sofie und sind zwei Jahre alt." Die beiden Giraffen erwartet eine tolle Anlage. Ein großer, heller Wintergarten bietet ausreichend Bewegungsraum in der kalten Jahreszeit. Auf der vergrößerten Außenanlage sorgen Wiesenbereiche, Sandplätze zum Ruhen und diverse Futterstellen für Abwechslung. Die Besucher können Fleur und Sofie auf Augenhöhe beobachten. Eine drei Meter hohe Galerie im Wintergarten wird sie auf Höhe der imposanten Savannenbewohner führen.

© Foto Kimbar, Rita und Carla in ihrem Zuhause: Daniel Zupanc
© Foto Fleur und Sofie: Zoo Rotterdam/Rob Doolaard (links ist Sofie, rechts Fleur)


AFFENSTARKER OSTERSPASS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Wenn die beiden Weißhandgibbons Sipura und Rao in ihrem Gehege im Tiergarten Schönbrunn bunte Eier suchen, dann steht Ostern vor der Tür. „Unsere Gibbons haben einen vielfältigen Speiseplan mit verschiedensten Gemüsesorten, etwas Obst, Blättern und Insekten. Das nötige Eiweiß liefern ihnen gekochtes Rindfleisch, Topfen und auch gekochte Eier. Zu Ostern darf es dann schon einmal ein gefärbtes Ei sein“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Anfangs wird das bunte Osternest kritisch begutachtet, bevor sich die Affen die Eier schnappen und sich zurück in die Bäume hangeln, wo sie die Schale aufbeißen und die Eier fressen. Eigentlich gibt es höchstens ein Ei pro Tag, aber zu Ostern ist es wie bei uns Menschen, da gibt es deutlich mehr Eier als sonst.
Nicht nur für die Gibbons gibt es rund um Ostern etwas Besonderes, sondern auch für die Zoobesucher. Noch bis 17. April findet die Osterwerkstatt im Elefantenpark statt. In einer Bastelecke können Kinder tierischen Osterschmuck wie bunte Hasen aus Filz und Oster-Lesezeichen herstellen und sich mit selbstgebastelten Ohren in einen Osterhasen verwandeln. Von riesengroß über bunt bis winzig klein: Bei der Ausstellung „Rund ums Ei und Nest“ sind Eier von Krokodilen und Schildkröten sowie von vielen Vogelarten wie Straußen und Pinguinen zu bewundern. Welche einzigartigen Techniken manche Vogelarten beim Nestbau anwenden, zeigen die kunstvollen Nester der Webervögel. Am Ostersonntag und Ostermontag schaut auch der Osterhase im Zoo vorbei und verteilt bunte Eier an die Besucher.

© Fotos: Daniel Zupanc

KATTA-ZWILLINGE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Bei den Kattas im Tiergarten Schönbrunn hat sich Nachwuchs eingestellt – und das gleich im Doppelpack. Am Samstag haben Zwillinge das Licht der Welt erblickt, keine Seltenheit bei diesen geselligen Lemuren. "Jedes Jahr im Frühling zählen die Kattas zu den Tierarten, die als erste für Nachwuchs sorgen. Weitere Weibchen sind noch trächtig, es könnte also bald rund gehen im Katta-Gehege", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei der Geburt sind Kattas etwa 70 Gramm schwer. Sie weichen ihrer Mutter keinen Millimeter vom Pelz. "Die ersten Tage werden sie am Bauch getragen. Nach ein paar Tagen klettern die Jungtiere auf den Rücken ihrer Mutter und entdecken huckepack die Welt."
Die Katta-Mutter kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Unterstützung bekommt sie dabei von den anderen Weibchen. Etwa ein halbes Jahr lang werden die Jungtiere gesäugt. Bereits im Alter von etwa einem Monat beginnen sie, Obst und Gemüse zu fressen. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Heimisch sind Kattas ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Vielen Besuchern sind sie aus dem gleichnamigen Animationsfilm bekannt. Ganz und gar nicht lustig sieht allerdings die Situation der Kattas im Freiland aus. Ihr Bestand ist in den vergangenen 25 Jahren um ein Viertel geschrumpft. Verantwortlich dafür ist die Rodung großer Waldflächen, hauptsächlich um Viehweiden zu schaffen. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) gezüchtet.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

PANDA-ZWILLINGE ENTDECKEN ZUM ERSTEN MAL DIE AUSSENANLAGE!

Es war ein aufregender Tag für die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn. Fu Feng und Fu Ban durften ihre Mutter Yang Yang gestern Nachmittag das erste Mal in die Außenanlage begleiten. „Die beiden sind jetzt fast sieben Monate alt und haben in der Innenanlage gezeigt, dass sie beim Klettern schon sehr geschickt sind. Deshalb dürfen sie nun auch ins Freie, wann immer das Wetter passt und sie Lust dazu haben“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei ihrem ersten Ausflug war die Neugierde riesengroß. Kaum war die Tür geöffnet, tapsten sie ohne zu zögern an der Seite ihrer Mutter hinaus und erkundeten alles ganz genau. Das große Klettergerüst, hohle Baumstämme, jede Menge Sträucher: Alles war neu und spannend.
Die Pandazwillinge bewiesen auch gleich, wie mutig sie sind. Das Weibchen Fu Feng kraxelte sogar bis in die höchste Astgabel. Ihre spitzen Krallen geben den Pandas beim Klettern den nötigen Halt. Zum Schutz der Kleinen wurde das Wasser im Teich ausgelassen. Während die Zwillinge herumtollten, verzehrte Mutter Yang Yang genüsslich Bambus. Sie platzierte sich in die Mitte der Anlage, um beide im Auge zu behalten. Bei zwei Jungtieren stellt das eine große Herausforderung dar. Nach drei Stunden beendeten die Tierpfleger den Ausflug und holten die kleinen Abenteurer vom Klettergerüst, damit sie wieder mit ihrer Mutter ins Haus gehen konnten.

© Fotos:
Foto 1: Daniel Zupanc
Foto 2: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

HAPPY END FÜR WASSERSCHWEIN-NACHWUCHS

Klein, borstig und entzückend: Bereits am 1. Dezember haben bei den Wasserschweinen im Tiergarten Schönbrunn drei Jungtiere das Licht der Welt erblickt. Doch die Freude wurde getrübt. Ihre Mutter Nancy ist leider trotz bestmöglicher tiermedizinischer Betreuung nach Problemen bei der Geburt verstorben. „Glücklicherweise sind neugeborene Wasserschweine weit entwickelt und fressen vom ersten Tag an Heu und knabbern Gemüse. Die Tierpfleger haben ihnen außerdem mit der Flasche Ersatznahrung für die Muttermilch gefüttert. Mittlerweile ist das nur mehr einmal am Tag nötig“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Nun sind alle drei Jungtiere über dem Berg, wiegen bereits rund fünf Kilogramm und halten ihren Vater Sam ordentlich auf Trab.
Die Jungtiere sind drei Männchen und haben von ihren Pflegern die Namen Maxi, Midi und Santos bekommen. Auf den ersten Blick sehen die kleinen Wasserschweine wie zu groß geratene Meerschweinchen aus. Kein Wunder, sie sind auch mit den Meerschweinchen verwandt. Schratter: „Mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimetern sind Wasserschweine die größten Nagetiere. Mit Schweinen sind sie nicht näher verwandt.“ Wasserschweine sind in Südamerika heimisch und reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich vor allem von Gras, das sie mit ihren breiten Nagezähnen abweiden. Sie halten sich gerne im Wasser auf und sind hervorragende Schwimmer. Wasserschweine können minutenlang tauchen und besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute. Auch die drei Jungtiere im Tiergarten baden schon gerne.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

PANDAZWILLINGE SIND HEUTE EIN HALBES JAHR ALT!

Fu Feng und Fu Ban, die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn, sind heute ein halbes Jahr alt. Sie spielen schon ausgelassen und klettern geschickt. Und selbst beim Schlafen sind sie jetzt oft zu sehen. Fu Feng schläft mittlerweile gerne gut sichtbar auf der Plattform, während sich ihr Bruder Fu Ban meist lieber in die kuschelige Baumhöhle zurückzieht. Ein- bis zweimal am Tag werden die Jungtiere von Mutter Yang Yang gesäugt. „Sie knabbern auch schon die zarten Blätter vom Bambus, die harten Stangen sehen sie eher als Spielzeug an“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Zum Spielen haben die Kleinen zusätzlich Bälle zur Verfügung. Aber es ist für sie auch nach wie vor spannend, die Anlage mit den Klettermöglichkeiten und Plattformen zu entdecken. Schratter: „Die Zwillinge klettern gerne hoch hinauf. Die spitzen Krallen geben ihnen dabei sicheren Halt. Purzeln sie dennoch einmal herunter, landen sie auf einer dicken Heuschicht.“ Bis jetzt kennen Fu Feng und Fu Ban nur die Innenanlage und dürfen ihre Mutter noch nicht auf die Außenanlage begleiten. Im Frühling wird es aber soweit sein: Bis dahin müssen sie ihre Kletterfähigkeiten noch etwas verbessern.

© Fotos: Daniel Zupanc

TIERISCHER SCHNEESPASS IN SCHÖNBRUNN

Nicht nur die Kinder freuen sich über den Schnee, sondern auch viele Tiere im Tiergarten Schönbrunn. Bei den Eisbären Lynn und Ranzo verraten die Spuren im Schnee, wie viel Spaß sie derzeit haben. „Unsere Eisbären sind mit ihren fünf Jahren noch jung. Der Schnee lädt sie besonders zum Herumtollen ein. Sie wälzen sich darin und spielen ausgelassen miteinander“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Von Frieren ist natürlich keine Spur. Das dichte, wasserabweisende Fell der Eisbären ist gemeinsam mit einer dicken Fettschicht unter der Haut ein erstklassiger Kälteschutz.

Derzeit ist aber nicht nur Eisbärenwetter, sondern auch Tigerwetter. Die beiden Sibirischen Tiger-Weibchen Kyra und Ina liegen auf der verschneiten Plattform oder toben ausgelassen durch ihr Gehege, das der Schnee über Nacht in eine Winterlandschaft verwandelt hat. Während sich die Zoobesucher in dicke Wintermäntel einpacken müssen, sind die Sibirischen Tiger von Natur aus gut gegen frostige Temperaturen und eisige Winde gerüstet. In ihrer Heimat, Russland und Nordchina, kann es bis zu minus 45 Grad Celsius kalt werden. Eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht an Flanken und Bauch hält sie warm.
Mit dem Winter prima zurecht kommt auch Amur-Leopardin Ida. Nicht nur im Tiergarten sind Tiger und Leoparden Nachbarn, auch im Freiland haben sie ein ähnliches Verbreitungsgebiet. Elegant und fast lautlos schleicht die Leopardin durch den Schnee. Schratter: „Die hoch bedrohten Amur-Leoparden bewohnen die Wälder der Amur-Region Russlands. Sie bekommen ein dichtes Winterfell, dessen Haare bis zu sieben Zentimeter lang sind.“ Ein dichtes Fell schützt auch die Rentiere vor Kälte. Aber sie haben noch eine weitere spannende Anpassung an ihren Lebensraum. „Die Hufe der Rentiere fungieren als Schneeschuhe. Sie können ihre Klauen weit spreizen, um nicht im tiefen Schnee einzusinken“, erklärt Schratter.

Wenn sich Panda-Mutter Yang Yang eine kleine Pause von ihren Zwillingen Fu Feng und Fu Ban gönnt, genießt sie es, im Schnee Bambus zu fressen. Die Kleinen dürfen natürlich noch nicht auf die Außenanlage. Um für die großen Klettergerüste draußen fit zu werden, müssen sie zuerst in der Innenanlage üben. Große Pandas sind in den Bergwäldern im Südwesten Chinas zuhause, wo sie in bis zu 3.400 Metern Höhe leben. Die Roten Pandas im Nachbargehege benötigen gar keine Innenanlage. Sie klettern auf die schneebedeckten Bäume und halten dort ihr Schläfchen. Die Pfoten der Roten und Großen Pandas sind auf der Unterseite mit Fell bedeckt. Das schützt sie vor Kälte und verhindert ein Ausrutschen auf Schnee und Eis.

© Fotos: Daniel Zupanc

SCHÖNBRUNNER CHRISTBAUM ALS LECKERBISSEN FÜR DICKHÄUTER

Elefanten verspeisten Tiroler Fichte der Bundesforste zum Frühstück

Kiloweise feinste Fichten-Zweige standen heute Früh im Tiergarten Schönbrunn am Speiseplan für Elefanten, Nashörner und Co. Genüsslich verspeiste die Schönbrunner Dickhäuter-Familie den Christbaum, der Tage zuvor am Kultur- und Weihnachtsmarkt sowie Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn für eine feierliche Atmosphäre sorgte. Über sechs Wochen lang erfreute das traditionelle Geschenk der Österreichischen Bundesforste im Ehrenhof vor dem Schloss mehr als eine Million Marktgäste. Für die Elefanten war der nadelige Snack heute eine willkommene Abwechslung vom winterlichen Speiseplan.

Bereits um 8 Uhr fällten die Experten des Forstamtes der Stadt Wien im Ehrenhof fachgerecht die aus dem Bundesforstrevier Brixental stammende 18 Meter hohe und 58 Jahre alte Tiroler Fichte. Mittels Keilen, die in den Stamm getrieben wurden, brachten sie das tonnenschwere Prachtstück gekonnt zum Fall. Unter der Aufsicht von Weihnachtsmarkt-Veranstalterin Gabriela Schmidle teilten sie den Baum in maulgerechte Stücke. Das Geäst wurde schließlich per LKW in den nahegelegenen Tiergarten gebracht. Dort ließen sich das kleine Mädchen lqhwa, Mutter Tonga und Schwester Mongu sowie die beiden Elefantenkühe Numbi und Drumbo vergnügt den nadeligen Snack vor Publikum schmecken. Neben dem großen Prachtstück wurden rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten geliefert, an denen unter anderem die Nashörner, Zebras und Wasserbüffel erfreut kauten. „Das Verfüttern des Christbaums ist für mich bereits zu einem liebgewonnen Neujahrsbrauch geworden. Einen besseren Abschluss könnte ich mir für den Weihnachtsmarkt und Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn nicht vorstellen“, so Veranstalterin Gabriela Schmidle freudestrahlend.
15.000 Euro für SOS-Kinderdorf

Zur Tradition geworden ist mittlerweile auch die Unterstützung des SOS-Kinderdorfs seitens des Veranstalters MTS Wien. So wirkt der Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn auch im neuen Jahr noch positiv nach. Heuer kann Geschäftsführerin Gabriela Schmidle 15.000 Euro an das SOS-Kinderdorf für die Notrufnummer 147 Rat auf Draht übergeben. Die Summe kam dank der Spendenfreudigkeit der Marktgäste, dem Einsatz der Ausstellerinnen und Aussteller, der Eigenspenden von MTS Wien und der großzügigen Unterstützung der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft zusammen.

Zusätzlich schmückte das Team vom Weihnachtsmarkt heuer erstmals einen Baum mit den Wünschen von Kindern und Jugendlichen in Not sowie Spendenpaketen. Zahlreiche Marktgäste und der Veranstalter selbst besorgten fleißig liebevoll verpackte Geschenke im Gesamtwert von rund 4.000 Euro. Rechtzeitig für die Bescherung wurden rund 100 festlich verpackte Päckchen an SOS-Kinderdorf-Familien in Wien übergeben. Die Spendenpakete brachten weitere 2.500 Euro unter anderem für Deutschstunden, Hygiene- und Lebensmittelpakte für Familien in Syrien oder einen Wintersporttag ein.

© Fotos: www.weihnachtsmarkt.co.at

PANDA-ZWILLINGE SIND 5 MONATE ALT!

Die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn werden am Samstag bereits fünf Monate alt. Das Pandahaus ist derzeit der Besucher-Magnet Nummer eins im Zoo. „Wann kann man die Panda-Zwillinge am besten sehen?“ ist die meist gestellte Frage. Die Antwort ist jedoch nicht einfach. „Typisch für Jungtiere haben die Kleinen noch keinen genauen Rhythmus. Ihr Tagesablauf besteht aus Spielen, Gesäugt werden, die Anlage Erkunden und natürlich noch viel Schlafen. Und zum Schlafen ziehen sich die beiden gerne in ihre kuschelige Baumhöhle zurück und sind dann nicht zu sehen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Immer ein Auge auf die Jungtiere hat ihre Mutter Yang Yang. Das muss sie auch, denn Fu Feng und Fu Ban erkunden ihre Umgebung ganz neugierig. Sie wagen bereits erste Kletterversuche, spielen mit einem Ball oder knabbern spielerisch an Bambusstangen. Wenn sie zu übermütig werden oder es Zeit zum Säugen ist, trägt Yang Yang sie an der Nackenfalte zu einem geeigneten Platz. Ein bis zwei Mal am Tag werden die Zwillinge gesäugt. Über ihre prächtige Entwicklung freut sich der Tiergarten sehr: Das Männchen Fu Ban wiegt sieben Kilogramm, seine Schwester Fu Feng bereits mehr als neun Kilogramm, was deutlich mehr ist als das Durchschnittsgewicht in diesem Alter.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDA-ZWILLINGE ZEIGEN SICH DEN BESUCHERN

Endlich hat das Warten ein Ende: Die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban sind gestern am späten Abend erstmals aus der Baumhöhle herausgekraxelt und haben die Nacht damit verbracht, die Anlage zu erkunden. Am 7. August sind die beiden in einer Wurfbox hinter den Kulissen zur Welt gekommen und wurden in den letzten Wochen in einer nicht einsehbaren Baumhöhle in der Innenanlage von ihrer Mutter Yang Yang großgezogen. „Seit Tagen haben die Kleinen immer wieder neugierig aus der Höhle herausgeschaut. Gestern Abend ist das Weibchen Fu Feng als erste aus der Höhle herausgeklettert. Kurze Zeit später ist ihr das Männchen Fu Ban gefolgt und die Kleinen sind neugierig durch die Innenanlage getapst“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Derzeit schlafen die Kleinen hinter einem der Baumstämme, aber das kann sich jederzeit ändern. Ihre Mutter Yang Yang lässt sie jedenfalls nicht aus den Augen. Natürlich haben sie die Möglichkeit, sich wieder in die Höhle oder in die Wurfbox zurückzuziehen. Noch benötigen die Jungtiere ja sehr viel Schlaf. Die Zwillinge haben sich prächtig entwickelt. Schratter: „Fu Feng wiegt bereits 8,8 Kilogramm, Fu Ban 6,55 Kilogramm. Der Tierarzt aus China, der sie letzte Woche untersucht hat, war ganz begeistert von ihrem Zustand und vor allem auch von ihren Zähnen.“ Gebrauch machen sie von ihren Zähnen bislang nur, wenn sie sich spielerisch beißen. Bambus steht noch nicht auf ihrem Speiseplan, sondern nur Muttermilch.

© Fotos: Daniel Zupanc, Barbara Feldmann

ERSTMALS NACHWUCHS BEI BEDROHTER AFFENART

Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete Historische Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Seit Freitag gibt es erstmals Nachwuchs. „Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mit dabei sind noch der Vater Harper und das Weibchen Pam, die Tante des Affenbabys.

Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell. Nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: „Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere.“
Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist recht klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Diese tagaktiven Affen verbringen ihr Leben in den Wipfeln der Bäume und sind auf Blattnahrung spezialisiert. Bärenstummelaffen stehen als „bedroht“ auf der Roten Liste. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein großes Problem stellt aber auch die Jagd dar.

Bärenstummelaffen werden nur in wenigen Zoos gehalten. Zuchterfolge gelangen bislang sehr selten. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Welches Geschlecht das Jungtier hat, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Wenn es ein Weibchen ist, soll es den Namen „Marie“ bekommen. Er soll ein Andenken sein, denn genau einen Tag vor der Geburt des Kleinen ist das 20jährige Bärenstummelaffen-Weibchen Marie altersbedingt verstorben.

© Fotos: Daniel Zupanc

NACHWUCHS BEI DEN FAULTIEREN

So herzig und so faul: Im Tiergarten Schönbrunn ist am 18. November ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen. Mama Alberta lässt sich davon wahrlich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat in den letzten Jahren jedes Jahr ein Jungtier bekommen und ist somit eine erfahrene Mutter. Da das Kleine ihren Bauch als Hängematte benutzt und sich im kuscheligen Bauchfell festklammert, sind erst jetzt die ersten Fotos gelungen. „Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß, aber man braucht noch etwas Geduld, um es zu sehen. Immer wieder hebt es sein kleines Köpfchen und man kann die schwarzen Knopfaugen erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Während Vater Einstein sein Faultier-Dasein genießt, säugt Alberta ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie gemütlich vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, alleine auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre langsame Lebensweise verbrauchen sie aber nicht viel.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDAZWILLINGE SIND „GETAUFT“!

Heute wurden den Panda-Zwillingen, die am 7. August 2016 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurden, im Rahmen einer chinesisch-österreichischen Feier offiziell ihre Namen verliehen. Den Namen „Fu Feng“ (Glückliche Phönix) für das Weibchen hat sich der Tiergarten überlegt. Der Name „Fu Ban“ („Glückliche Hälfte“, „Glücklicher Gefährte“) für das Männchen wurde im Zuge einer Abstimmung auf der Internetseite des Zoos gewählt. „Die Namen sind glücksbringend und es ist ein besonderes Zeichen, dass die Zwillinge genau im 45. Jahr der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Österreich geboren wurden“, sagt der chinesische Botschafter Li Xiaosi.

Die Großen Pandas sind ein Ausdruck der Freundschaft zwischen China und Österreich. Und auch ein Anziehungspunkt für Touristen, wie Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner in seiner Rede unterstreicht: „Heuer hatten wir bereits rund 800.000 Touristen aus China in Österreich, im nächsten Jahr werden wir dann die 1 Million-Grenze überschreiten.“ Die Panda-Zwillinge sorgen für großes Interesse weltweit und auch die Zahl der Ehrengäste bei der heutigen Feier war groß. Die Zwillinge selbst sind der Feier natürlich fern geblieben. „Auf den Kameraaufnahmen habe ich gerade gesehen, dass sie miteinander spielen“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Die häufigste Frage aller Pandafans lautet natürlich, wann man die Zwillinge live sehen kann. „Die Jungtiere sind in einer Baumhöhle in der Innenanlage, die nicht einsehbar ist. Sobald die beiden groß genug sind, werden sie in der Anlage unterwegs und zu sehen sein“, erklärt Schratter. Ende des Jahres könnte es so weit sein. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig. Vorgestern wurden sie wieder abgewogen. „Das Weibchen hat bereits 6,02 kg, das Männchen ist 5,28 kg schwer. Das ist eine beachtliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie mit etwa 100 g zur Welt gekommen sind“, erklärt Zoologin Eveline Dungl.

„Panda-Familienfest“ am 27. November
Mit einem bunten Familienfest werden die Panda-Zwillinge am kommenden Sonntag, den 27. November gebührend gefeiert. Ab 9.00 Uhr gibt es jede Menge Programm für kleine und große Panda-Fans in der Tiergarten ORANG.erie. Kinder können basteln und sich als Pandas schminken lassen. Die Panda-Pfleger beantworten alle Fragen rund um die Pandas im Tiergarten und ihre bedrohten Verwandten im Freiland. Auch Robert Steiner und Kater Kurt sind Panda-Fans. Sie stehen um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr auf der Bühne und geben im Anschluss Autogramme.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

PANDAZWILLINGE WERDEN FU FENG UND FU BAN HEISSEN

Die Namenswahl ist entschieden. Rund 12.000 Fans der Schönbrunner Pandazwillinge haben in den vergangenen zwei Wochen auf der Internetseite des Zoos abgestimmt. Fast die Hälfte der Stimmen (48,3 Prozent) ging an den chinesischen Namen Fu Ban, der übersetzt "glücklicher Gefährte, glückliche Hälfte" bedeutet und sich auf die Tatsache bezieht, dass es Zwillinge sind. An die zweite Stelle kam mit 29,1 Prozent Fu Lin, die Kurzform des chinesischen Fabelwesens Quilin. Fu Xiong (Glücklicher Bär) erhielt 22,6 Prozent. Für das Weibchen hat der Tiergarten den Namen Fu Feng ausgesucht. „Feng steht für Phönix und bildet in der chinesischen Mythologie gemeinsam mit dem Drachen (Long) das kaiserliche Paar. Nachdem wir unserem ersten Jungtier den Namen Fu Long gegeben haben, haben wir Fu Feng als Namen für ein weibliches Jungtier schon immer im Hinterkopf gehabt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Am 23. November erhalten die Pandazwillinge, die am kommenden Montag drei Monate alt werden, ihren Namen offiziell bei einer Namensgebungszeremonie. Außerdem gibt es ein großes Familienfest am 27. November. Mittlerweile sind die Pandazwillinge bereits gewogen worden, während die Pandamutter für kurze Zeit in die Außenanlage gegangen ist. Das Weibchen wog 4,26 Kilogramm, das Männchen 3,97. Schratter: „Das ist ein tolles Gewicht. Vergleicht man es mit den anderen Jungtieren, die bei uns geboren wurden, sind sie genau im Mittelfeld. Fu Long wog im selben Alter etwas weniger, unser zweiter Nachwuchs Fu Hu und der dritte Fu Bao waren geringfügig schwerer.“ Nach dem Wiegen wurden die Zwillinge natürlich sofort wieder zurück in die Baumhöhle in der Innenanlage gebracht. Wann sich die Zwillinge den Besuchern zeigen werden, entscheiden Yang Yang oder sie selbst. Gegen Ende des Jahres werden sie wahrscheinlich groß genug sein, um aus der Baumhöhle zu klettern.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn
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