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Neues von den Tieren in Schönbrunn!
Im Tiergarten Schönbrunn ist immer was los. Wir zeigen dir die coolsten Neuigkeiten!

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

Elefant Iqhwa feiert fünften Geburtstag

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es Grund zum Feiern: Elefanten-Weibchen Iqhwa wird am 4. September fünf Jahre alt. Iqhwa erwartet als Geburtstagsüberraschung eine Torte. Eine Torte für einen Elefanten fällt natürlich besonders groß aus. „Ein alter Flugzeug-Reifen wird als Boden der Torte dienen. Darüber kommt ganz viel Heu. Süßes Obst und Iqhwas Lieblingsgemüse bilden die Garnitur“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Torte muss mit dem Hoftrac auf die Elefantenaußenanlage gebracht werden. So aufwändig die Vorbereitung ist, so schnell wird die Heu-Torte verdrückt sein. „Iqhwas Mutter Tonga und ihre ältere Halbschwester Mongu werden wie in den vergangenen Jahren wieder eifrig mitnaschen.“
Iqhwas Geburt am 4. September 2013 war eine weltweite Sensation. Sie ist der erste Elefant, der durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt wurde. Ihr Vater lebt in Südafrika, ihre Mutter Tonga in Schönbrunn. Iqhwa hat sich prächtig entwickelt. Rund 1,3 Tonnen bringt sie mittlerweile auf die Waage. Beim täglichen Training zeigt sie viel Lernbereitschaft. Tierpfleger Ramon Messinger: „Manche Übungen wie das Heben der Füße oder das Zeigen der Ohren brauchen wir für die Fußpflege oder für mögliche Untersuchungen durch den Tierarzt. Andere Übungen machen wir wiederum nur deshalb, weil sie ihr so großen Spaß machen. Auf Zuruf des Wortes `Laut` trötet sie und das gefällt ihr total.“

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Jutta Kirchner

Wieder Pelikane im Tiergarten Schönbrunn

In den Tiergarten Schönbrunn sind wieder Krauskopfpelikane eingezogen. Vor eineinhalb Jahren musste der Wiener Zoo seine Pelikan-Gruppe leider wegen der Erkrankung an Vogelgrippe einschläfern. In Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sind nun vier Tiere in den Tiergarten übersiedelt. „Die vier Pelikane, ein Männchen und drei Weibchen, sind Nachzuchten aus dem Zoo Berlin. Als die Vögel auf die Anlage gekommen sind, sind sie direkt zum Teich gegangen und gleich neugierig ein paar Runden geschwommen. Sichtlich haben sie sich sofort in ihrem neuen Zuhause wohlgefühlt“, so Zoologin Simone Haderthauer. „Wir werden später noch weitere Tiere bekommen und in Zukunft hoffentlich auch wieder züchten. Früher hatten wir eine der größten Krauskopfpelikan-Kolonien in Zoos.“
Der Krauskopfpelikan ist mit einer Flügelspannweite von rund drei Metern die größte Pelikanart. Er zählt zu den bedrohten Tierarten. Hauptursachen dafür sind die Jagd und der Verlust des Lebensraumes. Allerdings gibt es positive Nachrichten von der Weltnaturschutzorganisation (IUCN). Haderthauer: „Durch umfassende Schutzbemühungen hat sich der Bestand der Krauskopfpelikane in Europa vergrößert. Eine große Kolonie mit rund 450 Brutpaaren ist im Donaudelta zu finden.“ Ihren Namen verdanken die Krauskopfpelikane den langen, gekräuselten Federn am Kopf. Sie ernähren sich von Fischen und erbeuten mit ihrem mächtigen Schnabel ein bis zwei Kilogramm pro Tag. Ihr stark dehnbarer Hautsack am Unterschnabel dient dabei als eine Art „Kescher“.

© Fotos: Daniel Zupanc

Alles Gute zum 2. Geburtstag Fu Feng und Fu Ban!

Pandas sind immer für Überraschungen gut. Das zeigte sich einmal mehr bei der Geburtstagsfeier der Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn. „Mutter Yang Yang hat nach den vielen Geburtstagsfeiern ihrer Kinder schon Übung und hat wieder einmal eifrig vorgezeigt, wie das Auspacken funktioniert und von den Karotten und Süßkartoffeln genascht“, erzählt Zoologin Eveline Dungl. „Dann hat auch Panda-Bub Fu Ban neugierig seine Geschenke inspiziert und hatte großen Spaß mit den vielen Schachteln.“ Das Mädchen Fu Feng hingegen ist sichtlich kein wirklicher „Party-Panda“. Sie beobachtete das Geschehen lieber im Schatten liegend.
Die Panda-Zwillinge sind am 7. August 2016 zur Welt gekommen. Ihre Aufzucht ist eine weltweite Sensation: Yang Yang ist das erste Panda-Weibchen in Menschenobhut, das Zwillinge ohne menschliche Hilfe großzieht. Den Namen „Fu Feng“, die Glückliche Phönix, hat der Tiergarten für das Weibchen ausgesucht. Rund 12.000 Fans beteiligten sich an der Online-Abstimmung auf der Internetseite des Zoos und wählten den Namen „Fu Ban“, der Glückliche Gefährte. Mit zwei Jahren sind Fu Feng und Fu Ban mittlerweile im „Teenager“-Alter. Im November werden sie wie ihre älteren Brüder Fu Long, Fu Hu und Fu Bao nach China übersiedeln.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn / Norbert Potensky



Drillinge bei den Zwergottern geboren

Vor 15 Jahren gab es im Tiergarten Schönbrunn zum letzten Mal Nachwuchs bei den Asiatischen Zwergottern. Eines der damaligen Jungtiere ist das Männchen Clyde, das nun gemeinsam mit seiner Partnerin Blanche aus dem Zoo Duisburg für Nachwuchs gesorgt hat. „Die beiden leben schon seit sieben Jahren als Paar zusammen. Wir hatten die Hoffnung beinahe aufgegeben und freuen uns sehr, dass es nun doch geklappt hat“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die drei Jungtiere sind bereits am 17. Mai zur Welt gekommen, wurden allerdings bis jetzt von ihrer Mutter in einer Höhle großgezogen. Schratter: „Bei der Geburt sind Otter-Junge blind. Erst im Alter von rund 40 Tagen öffnen sich die Augen. Nun hat die Kleinen die Neugierde gepackt, und sie verlassen bereits die Höhle.“
Mit einer Länge von maximal 90 cm ist der Zwergotter die kleinste Otterart. In kleinen Gruppen lebt er an Flüssen, Seen und der Küste Südostasiens. Aufgrund von Lebensraumverlust steht er als „gefährdet“ auf der Roten Liste. „Zwergotter haben recht kurze Krallen, weshalb sie auch Kurzkrallenotter genannt werden. Auf dem Speiseplan dieser tagaktiven Räuber stehen keine Fische, sondern Muscheln und Krebstiere. Die Jungtiere werden etwa drei Monate lang gesäugt“, so Tierpfleger Gerald Schachermair. Das Geschlecht der Drillinge ist noch nicht bekannt. In Schönbrunn sind die Zwergotter im Regenwaldhaus zu finden. Vor zwei Jahren wurde der Uferbereich ihrer Anlage von den Lehrlingen des Zoos im Zuge einer Projektarbeit neu gestaltet. Außerdem wurde eine neue Höhle gebaut, die ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit sichtlich gerecht wird.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn / Norbert Potensky

Die Roten Pandas sind zurück

Zwei Monate lang wurde das Gehege der Roten Pandas im Tiergarten Schönbrunn umgestaltet. Nun ist alles fertig, und die Tiere konnten gestern einziehen. Der gepflasterte Besucherweg, der die Anlage umgeben hatte, wurde abgetragen und die Grenzen des Geheges nach außen verschoben. „Die Anlage ist nun mit 166 Quadratmetern um 64 Quadratmeter größer als vor dem Umbau. Durch den Platzgewinn konnte das Klettergerüst erweitert werden. Das Gehege wurde auch neu bepflanzt. Rote Pandas schätzen vor allem im heißen Sommer schattige Plätze und können sich zwischen den Blättern auch zurückziehen“, erklärt Eveline Dungl, Zoologische Abteilungsleiterin. Kein Wunder, die Heimat dieser scheuen Tiere sind Berghänge im östlichen Himalaya-Gebiet und Südwesten Chinas. Im Tiergarten lebt ein Pärchen dieser grazilen Tiere. Dungl: „Das Weibchen Mahalia, das letzte Woche 10 Jahre alt geworden ist, ist unseren Besucherinnen und Besuchern natürlich gut bekannt. Das junge Männchen Manjul hingegen ist kurz vor den Umbauarbeiten zu uns gekommen und direkt in ein Ausweichquartier hinter den Kulissen eingezogen. Manjul können die Besucher somit nun zum ersten Mal sehen.“
In zwei Transportkisten wurden Mahalia und Manjul in ihr Gehege übersiedelt. Mahalia hat ihr altes, neues Zuhause gleich wieder erkannt. „Mahalia ist aus der Kiste hinaus und hat gleich gemerkt: ‚Hey, die Anlage kenn ich, echt super‘“, schildert Tierpflegerin Nicole Samek Mahalias Einzug. Weitaus zaghafter als seine Artgenossin verhielt sich Manjul. Samek: „Der kleine Prinz hat etwas gezögert beim Rauslassen, aber ist dann auch gleich hinauf aufs Klettergerüst und hat sich die Anlage angesehen“, freut sich Samek. Manjul, nepalesisch für „der Hübsche“, kam vor etwa drei Monaten auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem italienischen Zoo Parco Faunistico La Torbiera. Mahalia und Manjul hatten im Ausweichquartier Zeit, sich in Ruhe kennenzulernen und verstehen sich gut. Bleibt zu hoffen, dass die beiden auch für Nachwuchs sorgen. Denn im Freiland leben nur noch rund 10.000 Rote Pandas. Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt das Red Panda Network, das sich um ihren Schutz bemüht, finanziell.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn / Norbert Potensky

Neues Flusspferd-Badebecken wurde eröffnet

Wie der Name schon verrät, lieben Flusspferde es, sich im Wasser aufzuhalten. Die Flusspferde im Tiergarten Schönbrunn haben heute ein neues Badebecken auf der Außenanlage bekommen. In der Früh präsentierten Bundesministerin Margarete Schramböck und Tiergartendirektorin Dagmar Schratter den Vertreterinnen und Vertretern der Medien gemeinsam die neue, naturnah gestaltete Wasserlandschaft. Als kleines Geschenk brachte Schramböck einen Korb voller Äpfel mit – ein beliebter Leckerbissen bei den Flusspferden. Im anschließenden Festakt wurde die Anlage von Sektionschefin Elisabeth Udolf-Strobl im Beisein zahlreicher Ehrengäste eröffnet. „Der Tiergarten Schönbrunn gilt als einer der besten Tiergärten weltweit und hat nicht umsonst so viele Auszeichnungen. Mit der neuen Freianlage erhalten unsere Flusspferde einen artgerechten und modernen Lebensraum - Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand. Unser Zoo wird mit dem neuen Angebot noch attraktiver und damit weiterhin Publikumsmagnet für Groß und Klein bleiben“, so Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck als Eigentümervertreterin des Bundes. „Vor einem Jahr haben wir den neuen Giraffenpark eröffnet, um unseren Giraffen vor allem im Winter mehr Bewegungsraum zu geben. Heute eröffnen wir das neue Badebecken für unsere Flusspferde - wieder eine Haltungsverbesserung für unsere Tiere. Das neue Becken auf der Außenanlage garantiert unseren Flusspferden aufgrund seiner Größe und seiner Beschaffenheit ab sofort deutlich mehr Badespaß im Sommer“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Flusspferde verbringen viele Stunden zum Abkühlen und Ruhen in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Diesem Bedürfnis werden sie künftig noch intensiver nachkommen können.
Details zum Badebecken. Statt eines symmetrischen Beton-Badebeckens steht den Flusspferden nun eine naturnah gestaltete Wasserlandschaft mit tiefen Stellen zum Abtauchen und Flachwasserzonen zum Verweilen zur Verfügung. Das neue Becken ist mit 390 statt 160 Quadratmetern mehr als doppelt so groß als das alte. Das alte Außenbecken hatte außerdem keine Filteranlage. Das hatte zur Folge, dass es im Sommer bis zu zwei Mal pro Woche ausgelassen und gereinigt werden musste. Im neuen Badebecken ist eine Filteranlage installiert, die für gute Wasserqualität sorgen wird. Im Zuge der Bauarbeiten für das Becken wurde auch die Außenanlage verändert und mehr Bewegungsraum für die Tiere gewonnen. Früher haben große Steinblöcke das Außengehege umgeben. Nun zieht an einigen Stellen eine schlanke Konstruktion aus Glas und Palisaden die Grenzen. Auch der Besucherbereich wurde entsprechend verändert, wodurch sich vor allem der abgetrennte Bereich für das Männchen Ali vergrößert hat. „Bauen für den Tiergarten Schönbrunn ist immer spannend und lehrreich. Die Erneuerung des Flusspferdgeheges zeigt einmal mehr, wie zeitgemäße Anforderungen in technischer, biologischer und gestalterischer Sicht im historischen Ambiente erfolgreich umgesetzt werden können“, erklärt Architekt Manfred Wehdorn.
Die Schönbrunner Flusspferde. Im Tiergarten leben drei Flusspferde: das Weibchen Arca und das 2003 hier geborene Jungtier Kimbuku sowie das Männchen Ali. Ali, von den Tierpflegern liebevoll „Bärli“ genannt, lebt seit 1967 im Tiergarten. „Ali ist mit über 50 Jahren das älteste Flusspferd Europas und ein Stück Tiergarten-Geschichte. Wir freuen uns sehr, dass er nun auf seine alten Tage so ein tolles Badebecken bekommen hat“, sagt Harald Schwammer, Stellvertretender Direktor und Zoologischer Leiter. Ali steht ein Teil des Badebeckens zur Verfügung und er kann im Sommer nach Belieben auch draußen planschen. Schwammer verrät noch ein witziges Detail: „Obwohl Flusspferde gut an das Leben im Wasser angepasst sind, sind sie eigentlich Nicht-Schwimmer. Statt zu schwimmen, laufen sie auf dem Gewässergrund.“

Blick in die Geschichte. Flusspferde gibt es im Tiergarten Schönbrunn schon sehr lange. „Das erste Flusspferd traf 1909 nach langen Bemühungen in Wien ein. Von einer großen Außenanlage mit Badebecken, wie sie den Flusspferden jetzt zur Verfügung steht, konnte dieses Tier allerdings nur träumen“, berichtet Schratter von den Anfängen. Das Tier wurde zunächst provisorisch im Elefantenhaus untergebracht und erhielt einen eigenen Bereich in der Elefanten-Freianlage. Erst 1954 bekamen die Flusspferde ein eigenes Haus mit Wasserbecken im Freien. Unter Schratters Vorgänger Helmut Pechlaner wurde 1996 der Besucherbereich vor dem Flusspferdhaus in eine Außenanlage für die Tiere umgewandelt. Im Zuge einer Generalrenovierung 2001 erhielt das Flusspferdhaus ein vergrößertes Innenbecken mit Filteranlagen, das den Besuchern auch das Beobachten der Tiere unter Wasser ermöglicht. Nun ist der letzte wichtige Schritt erfolgt und auch das Badevergnügen auf der Außenlage wird noch größer.
Kosten und Finanzierung. Während des Winters wurde gebaut. Die Baukosten für das neue Badebecken und die Umgestaltung der Außenanlage betragen 2 Millionen Euro und werden von der Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft getragen. Ein Dankeschön für die Unterstützung gilt privaten Tierpaten und Sponsoren. Als neuer Firmenpate für die Flusspferde konnte die HYPO NÖ gewonnen werden. Auch der Verein der Freunde des Tiergartens hat einen wertvollen Beitrag geleistet. Er hat auch eine nette Aktion ins Leben gerufen: die Herzenspatenschaften. Mit einer Onlinespende von 15 Euro konnte man zum Herzenspate für die Flusspferde werden. Als kleines Dankeschön gab es eine hübsche Urkunde und einen Namenseintrag auf der Homepage. 601 Herzenspaten konnten gewonnen werden. Eine unglaubliche Leistung erbrachten einige Damen des Freiwilligen-Teams des Tiergartens. Sie häkelten unermüdlich kleine Wolltierchen und konnten damit Spenden in der Höhe von 13.000 Euro für das neue Flusspferd-Badebecken sammeln.

© Fotos: Daniel Zupanc

Leoparden-Zwillinge heissen Baikal und Inga

Die zweieinhalb Monate alten Leoparden-Zwillinge sind die absoluten Besucherlieblinge im Tiergarten Schönbrunn. Nachdem ihr Geschlecht jetzt bekannt ist, war es an der Zeit, den beiden Namen zu geben. Amurleoparden sind in den Wäldern der Amur-Region Russlands zuhause. Passend dazu hat der russische Botschafter in Österreich Dmitrij Ljubinskij nun ihre Patenschaft übernommen und auch den Namen für das männliche Jungtier ausgesucht. „Ich habe mich für Baikal, einen weltbekannten See in Russland, entschieden. Baikal klingt auch nach einem mächtigen Leoparden und ich wünsche dem Jungtier, dass es zu einer beeindruckenden Großkatze heranwächst“, so Ljubinskij. Den Namen für das weibliche Jungtier haben sich die Tierpfleger überlegt. Sie haben sich für „Inga“ entschieden.
Tiergartendirektorin Dagmar Schratter überreichte dem russischen Botschafter die Patenschaftsurkunde. Der Vater der Zwillinge, Piotr, ließ sich mit einem Hühnchen für ein gemeinsames Foto anlocken. Die Zwillinge zeigten unterdessen ihrem „Patenonkel“, wie neugierig sie das Gehege erkunden. „Inga und Baikal sind nun auch schon auf der Außenanlage unterwegs, wo es viel zu entdecken gibt. Sie klettern gerne und sind sehr verspielt. Mitunter müssen sogar die Eltern als Spielgefährten herhalten, meist spielen sie aber miteinander“, so Schratter. Als kleine Erinnerung gab es für den Botschafter noch Leoparden-Stofftiere – zwei an der Zahl, schließlich ist er Pate von Zwillingen. Im Gegenzug brachte er das russische WM-Maskottchen Zabivaka mit, kein Leopard, sondern ein freundlich lächelnder Wolf.

© Foto 1: Herbert Dechant
© Foto 2: Daniel Zupanc

Vier süsse Habichtskäuze wiederangesiedelt

Vier Habichtskäuze, die Anfang April im Tiergarten Schönbrunn geschlüpft sind, wurden gestern in den Lainzer Tiergarten gebracht, wo sie in Kürze in die Wildnis entlassen werden. „Der Habichtskauz ist in Österreich vor vielen Jahrzehnten ausgestorben. Ursprünglich hat er vermutlich auch in der Nähe des Lainzer Tiergartens gelebt. Nachdem sich die Lebensbedingungen für den Habichtskauz verbessert haben, wurde 2009 ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen“, erklärt Projektleiter Richard Zink von der Vogelwarte der Vetmeduni. Jedes Jahr werden junge Habichtskäuze aus Zoos und Zuchtstationen ausgewildert. In Summe waren es bisher 298 Tiere. „Unser Ziel ist es, die Population in Österreich soweit aufzubauen, dass durch sie die Bestände nördlich und südlich von Österreich miteinander verbunden werden und ein Austausch stattfindet.“
Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt das Projekt von Anfang an. „Bereits 25 Habichtskäuze, die bei uns im Tiergarten geschlüpft sind, konnten im Rahmen des Projektes wiederangesiedelt werden“, erzählt Regina Kramer, Kuratorin für Forschung und Artenschutz. Heuer sind es vier junge Käuze. „Im Alter von fünf Wochen wurden die Käuze mit einem Ring markiert, um sie später bei Beobachtungen erkennen zu können. Mittels Federproben wurde das Geschlecht bestimmt. Es sind zwei Weibchen und zwei Männchen.“ Mittlerweile sind die Eulen bereits zwei Monate alt und bereit für das große Abenteuer. Die nächsten drei Wochen werden die Käuze in einer Voliere des Forstamts der Stadt Wien mitten im Wald auf die Freilassung vorbereitet, bevor eine Luke geöffnet wird und sie hinausfliegen in den Biosphärenpark Wienerwald. Vorerst verbleiben sie in der Nähe des Freilassungsplatzes und werden noch zugefüttert. Im Laufe des Sommers werden sie zu perfekten Mäusejägern und selbstständigen Habichtskäuzen.

© Fotos: Daniel Zupanc

Luchs-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn geboren

Am 5. Mai sind im Tiergarten Schönbrunn Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Nun sind die Jungtiere auch für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. „Wir freuen uns sehr über den Nachwuchs bei unseren Eurasischen Luchsen. Ihre Mutter hat die Zwillinge gut geschützt in einer Hütte großgezogen“, erklärt Harald Schwammer, Zoologischer Leiter im Tiergarten Schönbrunn. Luchs-Jungtiere sind bei der Geburt etwa 300 Gramm schwer und blind. Erst nach zwei Wochen öffnen sie ihre Augen. „Jetzt sind die Kleinen schon aktiv und die Mutter erlaubt es ihnen, das Waldgehege zu erkunden. Die Besucher können sie beim Klettern, Spielen und Kuscheln mit ihrer Mutter beobachten.“ Im Alter von etwa zehn Monaten sind die Jungtiere entwöhnt und selbstständig.
Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart. Schwammer: „In Österreich wurden die Luchse leider 1892 ausgerottet. In den letzten Jahrzehnten wanderten immer wieder einzelne Tiere aus den Nachbarländern ein. Zusätzlich wurden Luchse wiederangesiedelt. Um diese Tierart zu erhalten, werden Luchse in den Europäischen Zoos im Rahmen eines Zuchtbuches (ESB) gehalten.“ Vor einigen Jahren wurde von Polen aus ein Wiederansiedlungsprojekt gestartet. Auch der Tiergarten Schönbrunn nimmt daran teil. „Unsere Zootiere werden nicht wiederangesiedelt, sondern in großen Anlagen zu Zuchtpaaren zusammengestellt. Ihre Jungtiere werden dann in die Natur entlassen.“

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Nobert Potensky

Sechs Felsenpinguin-Küken sind nun zu sehen

Sie sind flauschige, schwarz-weiße Federknäuel und ab sofort für die Besucher zu sehen: Bei den Felsenpinguinen sind seit Mitte April neun Küken geschlüpft. Sechs davon sind nun in der „Kinderstube“ im Polarium zu beobachten, die drei Kleinsten werden noch hinter den Kulissen umsorgt. In keinem anderen Zoo weltweit ist die Nachzucht dieser bedrohten Tierart so erfolgreich. „Der Nördliche Felsenpinguin brütet auf der Inselgruppe um Tristan da Cunha im südlichen Atlantik. Durch Überfischung fehlt ihm zunehmend die Nahrung. Die Zucht in Zoos ist von großer Bedeutung. Dank der jahrelangen Erfahrung unserer Tierpfleger werden bei uns auch Küken groß, die schwächer sind oder deren Eltern noch unerfahren sind“, erklärt Anton Weissenbacher, Zoologischer Abteilungsleiter im Tiergarten Schönbrunn.
Die Küken werden von ihren Eltern großgezogen bis sie das Nest verlassen möchten. Dann übernimmt das Pflegerteam ihre Versorgung. Drei Mal am Tag werden die Küken mit Fisch gefüttert. Mittels Abwägen wird die Gewichtszunahme kontrolliert. Noch tragen die kleinen Pinguine ein Dunenkleid, das nicht wasserabweisend ist. Deshalb bewohnen sie einen Bereich ohne Zugang zum Wasserbecken. Erst wenn sie die erste Mauser hinter sich haben, unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Mit 40 erwachsenen Tieren lebt bei uns in Schönbrunn die größte Felsenpinguin-Gruppe Europas. Der Tiergarten führt auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm und koordiniert die Erhaltungszucht dieser Pinguinart mit den auffällig gelben Federbüscheln am Kopf.“

© Fotos: Daniel Zupanc

Leoparden-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Die Amurleoparden Ida und Piotr im Tiergarten Schönbrunn haben zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Für den Tiergarten ist es der erste Nachwuchs überhaupt bei dieser bedrohten Tierart. Die beiden Jungtiere sind bereits am 27. März zur Welt gekommen. Aber erst jetzt unternehmen sie ihre ersten Ausflüge in die Innenanlage und sind dabei für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. „Ida hat ihre Jungtiere im nicht einsehbaren Innenbereich in einer Wurfbox zur Welt gebracht. Obwohl es ihr erster Wurf ist, macht sie ihre Sache ganz prima“, freut sich Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt.
Bei der Geburt waren die Jungtiere blind und hilflos. Im Alter von etwa zwei Wochen haben sie die Augen geöffnet. Nun hat sie die Neugierde gepackt und sie tapsen immer wieder kurz in die Innenanlage. Schratter: „Man braucht noch etwas Geduld, um sie zu sehen. Denn ihre Ausflüge sind recht kurz. Aber sie klettern schon ein wenig, erkunden das Innengehege und gehen dann entweder selbst zurück in die Wurfbox oder werden von der Mutter hineingetragen.“ 2016 ist das Weibchen Ida aus dem Zoo Olmütz nach Schönbrunn übersiedelt, im Vorjahr kam das Männchen Piotr aus dem Moskauer Zoo. Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. In den Wäldern der Amur-Region Russlands leben nur noch etwa 100 Tiere. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

© Fotos: Daniel Zupanc

Grösseres Gehege und neuer Partner für Rotes Panda-Weibchen Mahalia

Im Tiergarten Schönbrunn startet diese Woche der Umbau der Anlage der Roten Pandas. Die Tiere bekommen durch einen kleinen Trick mehr Platz. "Ein Teil des derzeit gepflasterten Besucherweges wird künftig den Tieren zur Verfügung stehen. Dadurch vergrößert sich ihr bisher 102 Quadratmeter umfassendes Gehege um 64 Quadratmeter", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Rote Pandas, die im östlichen Himalaya-Gebiet und Südwesten Chinas zuhause sind, schätzen im Sommer schattige Plätze und klettern gerne. „Im Zuge der Vergrößerung der Anlage dürfen sich die Tiere auch über mehr Bepflanzung freuen. Zusätzlich wird das bestehende Klettergerüst erweitert“, ergänzt die zuständige zoologische Abteilungsleiterin Eveline Dungl. Rund 50.000 Euro investiert der Tiergarten Schönbrunn in die Baumaßnahmen.
Zuletzt wurde die Anlage vom Weibchen Mahalia bewohnt, das bereits vergangene Woche in ein Ausweichquartier hinter den Kulissen des Zoos übersiedelt ist. Dort gab es eine „Überraschung“: einen neuen Partner. Dungl: "Das Männchen Manjul ist schon Ende März auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus dem italienischen Zoo Parco Faunistico La Torbiera zu uns gekommen. Um ihm ein mehrmaliges Übersiedeln zu ersparen, ist es direkt ins Ausweichquartier eingezogen.“ Dort lernen sich Mahalia und Manjul nun kennen. Manjul ist knapp zwei Jahre alt. Sein nepalesischer Name bedeutet „der Hübsche“. Bleibt zu hoffen, dass Mahalia das genauso sieht, denn die beiden sollen künftig für Nachwuchs bei dieser bedrohten Tierart sorgen. Die Arbeiten an der Roten Panda-Anlage werden in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Dann übersiedeln die beiden in das Gehege und sind für die Besucher zu sehen.

© Fotos: Daniel Zupanc

Schmetterlinge fliegen auf den Tiergarten Schönbrunn

Mit knapp 4.100 Faltern zählt Österreich zu den schmetterlingsreichsten Ländern Mitteleuropas. Doch die Schmetterlinge sind in ihrem Bestand bedroht. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es nun sechs „Schmetterlingsinseln“, die von der Naturschutz-Initiative „Blühendes Österreich“ gesponsert wurden. „An den neuen Schmetterlingsplätzen wurden Nektarpflanzen und Raupenfutterpflanzen gesetzt und es gibt jede Menge Informationen zu den verschiedenen Schmetterlingsarten, zu den Lebensräumen, die sie benötigen, und vor allem auch Tipps, was jeder zuhause für Schmetterlinge tun kann“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Ein schmetterlingsfreundlicher Garten ist keine Hexerei. Spezielle Pflanzen wie Disteln locken Schmetterlinge und viele andere Insekten an. Wer auf einen schönen Rasen nicht verzichten will, lässt einfach in einer Ecke die Brennnesseln stehen. „Die Naturschutz-Initiative Blühendes Österreich fördert die natürliche Vielfalt und setzt sich für den Erhalt von bedrohten Lebensräumen wie Mooren, Auen und Wiesen ein. Dabei liegen uns auch die Schmetterlinge besonders am Herzen“, so Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin der Stabstelle Nachhaltigkeit der REWE International AG und Vorstandsvorsitzende von Blühendes Österreich. Über die App „Schmetterlinge Österreichs“ können gesichtete Schmetterlinge gemeldet und bestimmt werden. Mit über 30.000 gemeldeten Schmetterlingen gehört sie zu den bedeutendsten Citizen Science Projekten in Österreich und dient als Grundlage für den jährlich auf www.blühendesösterreich.at veröffentlichten Schmetterlingsreport.

© Fotos: Daniel Zupanc

Elefant Shaka übersiedelt nach England

Ein LKW mit riesigem Container rollte gestern aus dem Tiergarten Schönbrunn. Kein Wunder, immerhin ist der „Passagier“ über vier Tonnen schwer. Elefantenbulle Shaka übersiedelt von Wien in die Noah's Ark Zoo Farm in England. “Shaka kam im Juli 2016 aus dem Zoo Duisburg zu uns, weil dort die Zucht nicht geklappt hat. Der Zuchtbuchführer hoffte damals, dass er vielleicht bei uns bessere Chancen hätte. Aber leider harmonierte Shaka mit unseren Weibchen nicht. Die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Deshalb hat der Zuchtbuchführer für ihn einen neuen guten Platz gefunden”, erklärt Harald Schwammer, Zoologischer Leiter im Tiergarten Schönbrunn. Als Reiseproviant gibt es eine große Portion Heu sowie Karotten und Äpfel.
Auf Shaka wartet nun eine Junggesellengruppe, die eine insgesamt vier Hektar große Anlage bewohnt. Shaka ist nicht nur ein prächtiger Bulle, er hat auch beim medizinischen Training immer motiviert mitgemacht. Schwammer: “Unser Training basiert auf dem Prinzip der positiven Verstärkung. Er hat gelernt, sich auf Zuruf der Pfleger hinzulegen oder seine Ohren oder Füße zu zeigen. Auch den Transport haben wir etwas geübt.“ Seine neue Tierpflegerin aus England war bereits da, um Shaka kennenzulernen, sein Training zu sehen und alles über seine Vorlieben zu erfahren. Ein Tierpfleger aus Schönbrunn begleitet Shaka auf seiner Reise, damit jemand Vertrauter an seiner Seite ist. Er wird für ein paar Tage in England bleiben, um Shaka die Eingewöhnung zu erleichtern. Eine zweite Tierpflegerin wird später für ein paar Tage nach England reisen, um mit den britischen Kollegen ein Trainingsprogramm für Shaka aufzubauen.

© Foto 1: Daniel Zupanc
© Foto 2: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Zwillingsnachwuchs bei den Kattas

Ein Katta kommt selten allein. Das hat sich im Tiergarten Schönbrunn auch heuer wieder bewahrheitet. Am 18. März hat Katta-Weibchen Ava Zwillinge zur Welt gebracht. „Bei den Kattas sind Zwillinge keine Seltenheit. Für Ava ist es schon die vierte Zwillingsgeburt in Folge. Die aufgeweckten Lemuren zählen jedes Jahr im Frühling zu den ersten Tieren, die für Nachwuchs sorgen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Wir sind sehr stolz und hoffen, dass alles gut geht. Bis jetzt schaut alles bestens aus“, erzählt Revierleiter Fredi Maier. In den ersten Tagen hängen die Zwillinge am Bauch ihrer Mutter, danach klettern sie auf ihren Rücken. „In zwei bis drei Wochen fangen sie an, die nähere Umgebung rund um die Mama zu erkunden und zu schauen, was es da Neues gibt.“
Bei der Geburt sind Kattas rund 70 Gramm schwer. Etwa ein halbes Jahr lang werden sie gesäugt. Schon im Alter von einem Monat beginnen sie, Obst und Gemüse zu fressen. Kattas kommen ausschließlich auf der Insel Madagaskar vor. Ihr Lebensraum schrumpft, weil große Waldflächen zur Schaffung von Viehweiden gerodet werden. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) gehalten. Kattas leben gesellig in Gruppen. Die Schönbrunner Gruppe wird jeden Tag größer. Ein weiteres Jungtier hat am 28. März das Licht der Welt erblickt und noch weitere Weibchen sind trächtig. Interessant ist ihr Sozialverhalten. „Bei den Kattas herrscht ein Matriarchat. Die Damen sagen, wo es langgeht. In punkto Aggressivität unterscheidet sich das aber nicht von einem Patriarchat“, so Maier schmunzelnd.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Dominic Thiem besuchte sein Patentier Ameisenbärin Ilse

Verletzungsbedingt muss Tennis-Star Dominic Thiem derzeit pausieren und nutzte die Zeit gestern für einen Besuch im Tiergarten Schönbrunn. Immerhin hat er hier seit 2016 ein Patentier: Ameisenbärin Ilse. Ameisenbären zählen zu den absoluten Lieblingstieren des 24-Jährigen. „Ich habe Ameisenbären vor einiger Zeit in Südamerika gesehen und die haben mir richtig getaugt. Deshalb habe ich ihre Patenschaft übernommen“, erzählt das Tennis-Ass. Ameisenbären-Dame Ilse zu füttern, war für ihn ein besonderes Erlebnis. Ganz ohne Scheu schleckte Ilse aus dem Becher in Thiems Hand Mehlwürmer und ein Joghurt-Eidotter-Gemisch und holte sich sogar ein paar Streicheleinheiten von ihm ab. „Es war unglaublich, ich habe über die Ameisenbären etwas gelernt und sie gefüttert. Es war super.“
Nächste Station beim Zoobesuch waren die Panzernashörner. Nashorn-Weibchen Sundari durfte sich über eine Extraportion ihres Lieblingsleckerbissens, Bananen, aus der Hand des Tennisprofis freuen. Den mächtigen Tieren so nah zu sein, bereitete auch Thiem große Freude. „Das erlebt man nicht jeden Tag, dass man solche riesigen Tiere füttern darf. Die Tierpfleger erzählen außerdem immer interessante Geschichten über ihre Tiere und deshalb bin ich extrem gern da.“ Den Tiergarten Schönbrunn kennt Thiem von klein auf. Schon als Kind war er oft zu Besuch. Thiem: „Ich war schon in einigen Zoos auf der ganzen Welt, aber Schönbrunn ist für mich natürlich der schönste. Er ist groß und dennoch mitten in Wien. Wenn ich Zeit habe, komme ich immer gern her.“

© Fotos: Daniel Zupanc

Nachwuchs bei den Bärenstummelaffen

Im Freiland sind Bärenstummelaffen bedroht, in Zoos werden sie selten gehalten. Umso größer ist die Freude im Tiergarten Schönbrunn, wo am 6. März ein Jungtier zur Welt gekommen ist. „Die Bärenstummelaffen sind 2012 in das wiedereröffnete historische Affenhaus eingezogen. Im Dezember 2016 hat das Weibchen Kwaku sein erstes Jungtier zur Welt gebracht und nun sein zweites“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Kleine ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter fest. Erhascht man einen Blick darauf, wundert man sich etwas. „Bei der Geburt sind Bärenstummelaffen weiß und haben eine maskenhaft schwarze Partie um die Augen. Erst im Alter von drei Monaten färben sich die Jungtiere auf das glänzend schwarze Fell um.“
Das Jungtier ist ein Männchen und hat den Namen „Togo“ bekommen. Nach einem afrikanischen Land wurde auch sein älteres Geschwisterchen Mali benannt. Für Mali bedeutet der kleine Bruder eine Umstellung. „Bis jetzt hat Mali noch bei ihrer Mutter geschlafen, nun muss sie allein im Ast einschlafen. Sie ist neugierig und berührt das Jungtier oft. In einem Monat, wenn Togo auf Erkundungstour gehen wird, werden sie gemeinsam spielen“, erzählt Tierpflegerin Nadine Bräuer. Das Jungtier wird gesäugt und liebevoll umsorgt. Bärenstummelaffen bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Durch Jagd und den Verlust ihres Lebensraumes sind sie bedroht. Nur rund 40 Tiere leben in Zoos in Europa. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Weissgesichtssakis: neue Affenart im Tiergarten Schönbrunn

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es eine neue Affenart. Vergangenen Freitag sind Weißgesichtssakis in das historische Affenhaus eingezogen. Die drei Männchen sind Brüder und stammen aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg. „Weißgesichtssakis sind etwa zwei Kilogramm schwere Affen, die in den Regen- und Gebirgswäldern im nordöstlichen Südamerika heimisch sind. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich. Die Männchen haben ein schwarzes, zotteliges Fell und das auffällige weiße Gesicht, das dieser Tierart ihren Namen gibt. Die Weibchen haben hingegen ein graubraunes Fell“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Weißgesichtssakis können bis zu 10 Meter weit springen. Deshalb werden sie in ihrer Heimat auch „fliegende Affen“ genannt.
Künftig sollen die Weißgesichtssakis gemeinsam mit den Totenkopfaffen leben. Damit sich die Sakis in Ruhe in ihrem neuen Zuhause umsehen können, sind die Totenkopfaffen vorübergehend in ein Ausweichgehege nebenan gezogen. „In der Innenanlage haben sich die drei schon gut eingelebt. Sobald das Wetter passt, können sie auch die Außenanlage erkunden. Wenn sie alle Bereiche kennengelernt haben, ziehen die Totenkopfaffen wieder ein“, so Tierpfleger Sascha Grasinger, der sich sehr über seine neuen Schützlinge freut. Anfangs war natürlich alles neu für die drei Affen. Mittlerweile springen sie aufgeweckt durch die Anlage. „Ihr Futter besteht vor allem aus Obst, Gemüse und Insekten. Ein absoluter Leckerbissen sind Erdnüsse. Sie vertrauen uns schon so sehr, dass sie uns die Nüsse sogar aus der Hand fressen.“

© Fotos: Daniel Zupanc

Vikunja-Jungtier springt durch den Schnee

Am Samstag hat im Tiergarten Schönbrunn ein Vikunja das Licht der Welt erblickt. „Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier kommt deshalb mit den kalten Temperaturen und dem Schnee prima zurecht. „Natürlich ist das winterliche Wetter so kurz nach der Geburt eine kleine Herausforderung, aber ihr außerordentlich feines, zimtfarbenes Fell schützt die Tiere vor der Kälte.“ Im Tiergarten benötigen die Vikunjas kein Innengehege. Sie sind das ganze Jahr über im Freien. Den trockenen Unterstand suchen sie derzeit allerdings gerne auf. Für das Jungtier ist aber die fürsorgliche Mutter der beste „Heizkörper“.
Die Tierpfleger freuen sich darüber, wie das Jungtier mit der Herde durch den Schnee flitzt. „Das Kleine hat seinen Platz in der Herde schon gefunden. Es ist total schön zu sehen, wie die anderen Vikunjas es immer beschützend in die Mitte nehmen“, so Revierleiter Alex Keller. Von Anfang an hat das Jungtier bereits Heu gefressen. Muttermilch bleibt aber die ersten vier bis sechs Monate die Hauptnahrung. Das Geschlecht konnten die Tierpfleger schon erkennen. Es ist ein Männchen und hat den Namen „Sandro“ bekommen. Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Munddusche und Äpfel zum Welttag der Flusspferde

Morgen ist der Welttag der Flusspferde. Da bekommen die Hippos im Tiergarten Schönbrunn natürlich ein extra Verwöhnprogramm. Dazu gehört für Ali, Arca und Kimbuku eine große Portion Äpfel. „Äpfel sind für Flusspferde wie für uns Schokolade. Die gibt es nicht jeden Tag und daher sind sie etwas Besonderes“, erzählt Tierpflegerin Sonja Sladky. Morgens, wenn die Pfleger die Anlage reinigen, sind stets Wasserspiele für ihre Schützlinge inklusive. Am Welttag der Hippos nehmen sie sich dafür besonders viel Zeit. „Wir spielen mit den Flusspferden mit dem Wasserschlauch. Die Tiere reißen das Maul auf, lassen sich die Essensreste rausspritzen und mit dem starken Strahl die Haut massieren. Das haben sie richtig gerne.“
Während es sich die Flusspferde im Haus gutgehen lassen, wird draußen fleißig gearbeitet. In der Außenanlage entsteht ihr neues Badebecken, das im Frühsommer fertig sein soll. Ein Blick auf die Baustelle lässt die Dimensionen erahnen. „Das neue Becken wird mit 390 statt 160 Quadratmetern wesentlich größer sein als das alte. Derzeit wird am tiefen Bereich gebaut, wo die Tiere abtauchen können. Rundherum entstehen Flachwasserzonen zum Verweilen“, so Hermann Fast, Leiter der Abteilung für Technik und Projektentwicklung. Eine Filteranlage wird für gute Wasserqualität sorgen. Die Kosten von rund 2,6 Millionen Euro muss der Tiergarten selbst tragen. Dafür hat der Förderverein eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Um 15 Euro kann man unter www.herzenspatenschaft.at Herzenspate der Flusspferde werden oder die Patenschaft verschenken.

© Fotos: Daniel Zupanc

Geschmuggelte Schildkröten sind Zootier des Jahres

Die Geschichte der Scharnierschildkröten im Tiergarten Schönbrunn liest sich wie ein Krimi. Nun sind die hochbedrohten Reptilien zum „Zootier des Jahres 2018“ gewählt worden. „Unsere sechs Scharnierschildkröten wurden 2012 am Flughafen Wien Schwechat vom Zoll beschlagnahmt. Ein Schmuggler hatte über 50 Schildkröten in seinem Gepäck, insgesamt acht Arten“, erklärt der zoologische Abteilungsleiter Anton Weissenbacher. Der illegale Handel ist eines der größten Probleme für die Scharnierschildkröten. Obwohl diese Schildkröten zu den am stärksten bedrohten Wirbeltiergruppen zählen, sind sie vielen unbekannt. Das soll sich mit der Aktion „Zootier des Jahres“ ändern. „Ausgewählt wird das Zootier des Jahres von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Berücksichtigt werden stets Tierarten, deren Bedrohung bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit stand“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Mit der Aktion „Zootier des Jahres“ werden auch Schutzprojekte rund um die jeweiligen Tiere unterstützt. Dieses Mal sind es das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz im Zoo Münster und eine Zuchtstation in Kambodscha. Der Tiergarten leistet einen finanziellen Beitrag zur Aktion. Einige Arten der Scharnierschildkröten sind in freier Wildbahn bereits ausgerottet. Weissenbacher: „Das Problem ist, dass die Arten jeweils nur in einem sehr kleinen Gebiet, wie in einem einzigen Flusstal, vorkommen. Wird dort der Lebensraum zerstört oder werden viele Tiere abgesammelt, ist die gesamte Art bedroht.“ Auch der Schmuggel hat sich verändert, wie die Geschichte der sechs Scharnierschildkröten zeigt, die nun im Tiergarten im Backstagebereich liebevoll gepflegt werden. „Die Schmuggler sammeln nicht wie früher wahllos Schildkröten ein, sondern erhalten genaue Bestellungen beispielsweise für ein Pärchen und verdienen riesige Summen damit. Je seltener die Tiere werden, desto höher werden die Preise. Eine unheilvolle Entwicklung.“

© Fotos: Daniel Zupanc

Pinguine sorgen für Ferienspass

Pinguin-Eier bestaunen, Pinguin-Fingerpuppen basteln und selbst in die Rolle eines Pinguins schlüpfen: Beim Semesterferienspiel im Tiergarten Schönbrunn dreht sich kommende Woche alles um die schwarz-weißen Vögel mit dem lustigen Watschelgang. "Wir nehmen die Kinder mit in die Welt der Pinguine. Pinguine sind besonders faszinierend, weil einige Arten in eisiger Kälte leben. Außerdem können sie nicht fliegen wie die meisten Vögel, sondern benützen ihre Flügel beim Schwimmen und Tauchen als Paddel“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Drei Pinguin-Arten leben im Tiergarten Schönbrunn. Eine knifflige Rätselrallye führt die kleinen Pinguin-Freunde zu den Humboldt-, Felsen- und Königspinguinen. Natürlich erfahren die Kinder auch, warum Pinguine im Freiland gefährdet sind.
Bei einem lustigen Federquiz gilt es, die Pinguin-Federn unter den verschiedenen Vogelfedern zu erkennen. Neben Federn wartet noch viel anderes spannendes Anschauungsmaterial auf die Kinder: von Pinguin-Skeletten über Modelle bis hin zu unterschiedlich großen Pinguin-Eiern. Um Pinguin-Eier dreht sich auch ein Geschicklichkeitsspiel. Edith Podesva von der Zoopädagogischen Abteilung des Tiergartens: „Königspinguine bauen keine Nester. Beim Brüten wird ein einziges Ei abwechselnd von Vater und Mutter auf den Füßen getragen und mit einer darüber gelegten Hautfalte gewärmt. Die Kinder können sich Flossen anziehen und selbst in die Rolle der Pinguine schlüpfen. Wie fürsorgliche Pinguin-Eltern können sie ein Ei weiterreichen. Das ist gar nicht so einfach."

© Fotos: Daniel Zupanc

Obst-Party zum Geburtstag von Brillenbär Juan

Brillenbär Juan im Tiergarten Schönbrunn wird morgen 25 Jahre alt. Bereits vorab wurde er mit speziellen Leckerbissen beschenkt. „Juan lebt schon seit 1993 bei uns im Tiergarten. Wir wollten ihm eine nette Überraschung bereiten - mit geschnitzten Melonen-Körben gefüllt mit Obst und mit Eulen aus Ananas“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Überraschung ist wahrlich gelungen. Sonst bekommen die Brillenbären vor allem Gemüse und nicht so süßes Obst. An zwei Tagen in der Woche steht nur Gemüse wie Gurken und Karotten auf dem Programm, der Figur wegen. Zum Geburtstag wurde natürlich eine Ausnahme gemacht. „Juan und das Weibchen Blacky waren sehr überrascht über die Leckereien, noch dazu am Gemüsetag. Sie haben das süße Obst sehr genossen“, so Tierpflegerin Michaela Hofmann.
Genüsslich hat Juan ein Obstkörbchen nach dem anderen verdrückt. Auch Blacky ließ sich nicht lange bitten und „feierte“ ordentlich mit. Hofmann: „Juan hat sich die Ananas bis zum Schluss aufgehoben. Die liebt er.“ Welche Vorlieben Juan hat, weiß Hofmann genau. Am 26. Jänner 1993 wurde er im Tierpark Berlin geboren und übersiedelte im Dezember 1993 nach Schönbrunn. Hofmann betreut ihn fast von Anfang an, als er noch ein „Jungspund“ war. „Es ist schön, wenn man mit den Tieren gemeinsam alt werden kann. Man kennt ihre Flausen und Neigungen. Juan ist gegenüber den Weibchen Blacky und Sumaco ein sehr ruhiger Artgenosse. Vom Charakter her ist er einfach spitze.“ Im Freiland werden Brillenbären zwischen 20 und 30 Jahre alt, im Zoo durchaus älter. „Juan geht es seinem Alter entsprechend sehr gut.“

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Neuer Kreisel lässt Quallen schweben

Die Quallen leuchten in zarten Orangetönen, schweben anmutig durch das Wasser und sehen dabei wie Feenwesen aus. Der neue Quallenkreisel im Aquarien-Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn zieht alle Blicke auf sich. „Quallen zählen für mich zu den faszinierendsten Meeresbewohnern. Immer mehr Aquarienhäuser setzen diese besonderen Tiere in Szene“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Begonnen hat damit Japan, wo noch heute die größten Quallenexperten sitzen. Auch der neue Kreisel ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Die Maße sind beeindruckend: Etwa 1.500 Liter fasst der Kreisel. Das Wasser fließt kreisförmig, daher auch der Name. Quallen müssen immer in Bewegung gehalten werden - wie in der Meeresströmung, die es mit aufwendiger Technik zu simulieren gilt.

Für Schönbrunn ist dies nun der vierte Quallenkreisel im Schaubereich. Im neuen Kreisel gleiten derzeit Pazifische Kompassquallen auf und ab, deren Schirm bereits über 30 cm groß ist. In den anderen, deutlich kleineren Kreiseln lassen sich momentan Ohren- und Kamtschatka-Quallen von der Strömung tragen. Was für die Besucher so leicht aussieht, erfordert von den Tierpflegern viel Wissen und Erfahrung. Im Keller des Hauses befindet sich sozusagen die „Babystube“ der Quallen. Eine Vielzahl an kleinen Kreiseln reiht sich aneinander. Hier ist das Reich von Revierleiter Roland Halbauer und seinem Team: „Wir halten über 60 verschiedene Quallenarten und züchten sie auch, um den Besuchern immer wieder neue Arten zeigen zu können. Es gibt weltweit nur ein Institut, das mehr Arten pflegt.“
Nicht Pandas, Tiger oder Elefanten sind Halbauers Leidenschaft, sondern Quallen. „Quallen zählen zu den ältesten Lebewesen der Welt. Es gibt sie schon über 600 Millionen Jahre und sie haben sämtliche Erdkatastrophen überlebt. Sie haben kein Gehirn und kein Rückgrat und leben noch immer.“ Quallen sind mittlerweile auch in den Fokus der Forschung gerückt, was Halbauer auch im Sinne des Artenschutzes für wichtig hält. Im Gegensatz zu anderen Tierarten sind sie nicht bedroht, ganz im Gegenteil. Immer wieder gibt es ein Massenauftreten. „Die natürlichen Feinde der Quallen wie Schildkröten, Makrelen und Thunfische sind extrem selten geworden. Ihr massenhaftes Auftreten zeigt, dass das marine Ökosystem bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.“

© Fotos: Daniel Zupanc


Nachwuchs bei den Faultieren

Für Faultier-Weibchen Alberta im Tiergarten Schönbrunn hat es sich ausgefaulenzt: Am 22. Dezember hat Alberta ein Jungtier zur Welt gebracht. Das Kleine liegt auf seiner Mutter wie in einer gemütlichen Hängematte und gab sich bislang etwas fotoscheu. „Mindestens 14 Stunden am Tag dösen unsere Faultiere vor sich hin. Um das Jungtier zu sehen, das sich im Fell am Bauch der Mutter festklammert, braucht man also noch etwas Geduld“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Aber das Warten lohnt sich. Das kleine Faultier ist nicht nur unglaublich faul, sondern auch unglaublich herzig. „Das Jungtier hat große schwarze Knopfaugen und seine Nase erinnert ein bisschen an eine Steckdose.“
Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihr ganzes Leben verläuft im Zeitlupentempo – auch ihre Entwicklung. Schratter: "Erst im Alter von etwa einem halben Jahr fangen die Jungtiere an, selbst auf einem Ast zu hängen. Dann haben unsere Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist." Das Jungtier wird derzeit noch gesäugt. Mutter Alberta zeigt ihrem Kleinen aber bereits auch, wie man Salat knabbert. Fürsorglich kümmert sich die erfahrene Mutter um ihr Junges. Vater Einstein genießt hingegen weiterhin ungestört sein Faultier-Dasein.

© Fotos: Daniel Zupanc

Panda-Familie im Schneeglück

Über den Schnee freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn. „Große Pandas und Schnee sind eine perfekte Kombination“, erzählt Zoologin Eveline Dungl. „Wenn Schnee liegt, spielen sie ausgelassen, wälzen sich in der weißen Pracht und klettern neugierig auf den tiefwinterlichen Baumstämmen herum.“ Die eineinhalb Jahre alten Zwillinge sind natürlich noch sehr verspielt, aber nicht nur die beiden. Auch Panda-Weibchen Yang Yang macht beim Tollen im Schnee mit. „Obwohl Yang Yang heuer schon 18 Jahre alt wird, ist sie bei Schnee sehr aktiv, natürlich gefördert durch die Jungtiere. Sie wirkt dann fast noch jugendlich“. Vom gemächlichen Panda-Dasein mit Fressen und Schlafen ist an einem verschneiten Wintertag keine Spur. „Der Schnee zwirbelt sie so richtig auf.“
Große Pandas leben in den Bergwäldern im Südosten Chinas. An Kälte und Schnee sind sie sehr gut angepasst. Dungl: „Pandas haben ein dichtes Fell, das sie warm hält. Ihre Pfoten sind sogar auf der Sohle mit Fell bedeckt. Das verhindert auch ein Ausrutschen auf Schnee und Eis.“ Spätestens beim Anblick der Panda-Mutter, die mit ihren Zwillingen im Schnee spielt, wird auch den Tiergartenbesuchern warm ums Herz.

© Fotos: Daniel Zupanc

CHRISTBAUM-FRÜHSTÜCK FÜR ELEFANTEN

Sechs Wochen lang zierte eine 18 Meter hohe Fichte als hell erleuchteter Christbaum den Weihnachts- und Neujahrsmarkt in Schönbrunn. Heute wurde sie zum Snack für die Elefantenweibchen im Tiergarten Schönbrunn. Die vier Jahre alte Iqhwa, ihre Mutter Tonga und ihre Halbschwester Mongu sowie die beiden Elefantenkühe Drumbo und Numbi freuten sich über die grüne Abwechslung auf ihrem winterlichen Speiseplan.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky




Neu: Schlange mit den längsten Giftzähnen der Welt

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es spannende neue Bewohner: die Westlichen Gabunvipern. Diese afrikanische Schlangenart ist gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. „Die Westliche Gabunviper ist die schwerste Giftschlange. Ihr muskulöser Körper bringt bei einer Länge von zwei Metern über zehn Kilogramm auf die Waage. Außerdem ist sie die Giftschlange mit den längsten Giftzähnen. Die Giftzähne können rund fünf Zentimeter lang werden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Am Speiseplan der Gabunviper stehen Ratten, Mäuse und andere Nagetiere. Mit über 85 km/h schießt die Gabunviper auf ihre Beute zu und schlägt ihre Giftzähne in sie.
Nicht gefährlich werden die Gabunvipern ihren Mitbewohnern, den Grünen Baumeidechsen, die in den Bäumen des Terrariums leben. Auch sie sind erstmals im Tiergarten zu sehen. Schratter: „Vor drei Jahren haben wir als erster Zoo der Welt die Nachzucht geschafft und seither züchten wir sie regelmäßig. Bis jetzt waren die Tiere hinter den Kulissen. Wir freuen uns, dass wir sie in diesem neuen Terrarium nun den Besuchern zeigen können.“ Grüne Baumeidechsen werden rund 45 cm lang und sind in Kenia und Tansania heimisch. Durch ihre grüne Färbung sind sie an das Leben zwischen den Blättern gut angepasst. Ihren Schwanz, der rund zwei Drittel der Körperlänge einnimmt, nutzen sie beim Klettern zum Balancieren.

© Fotos: Daniel Zupanc

EISBÄRIN NORA ERKUNDET AUSSENANLAGE

Anfang Dezember ist Eisbärin Nora aus dem Zoo Tallinn in den Tiergarten Schönbrunn übersiedelt. In den letzten Wochen hat sich die vier Jahre alte Eisbären-Dame in der Innenanlage eingewöhnt und eine Beziehung zu ihren neuen Pflegern aufgebaut. Nachdem sie dort mit allem vertraut war, ging es gestern erstmals auf die Außenanlage. Der östliche Bereich stand Nora zur Verfügung, im westlichen Bereich waren die beiden Eisbären Lynn und Ranzo. „Nora hat die Freianlage neugierig, aber entspannt erkundet. Sie hat sich in Ruhe umgesehen, alles beschnuppert und sich genüsslich im Rindenmulch gewälzt“, so Zoologin Eveline Dungl. So große, tiefe Wasserbecken kannte Nora bis jetzt noch nicht. „Anfangs war Nora skeptisch und ist nur im seichten Wasser gewatet. Wenig später ist sie dann die erste Runde geschwommen.“
Nora ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Wien gekommen. Die Zusammengewöhnung erwachsener Eisbären ist kein leichtes Unterfangen und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Lynn und Ranzo haben natürlich längst bemerkt, dass ein weiteres Weibchen hier lebt. Bis zum ersten Aufeinandertreffen wird es aber noch etwas dauern. Dungl: „Nachdem Nora ihren ersten Ausflug beendet hatte und in der Innenanlage verschwunden war, durften die beiden anderen wieder auf die gesamte Außenanlage und haben alles beschnuppert.“ In den nächsten Tagen wird Nora immer wieder stundenweise alleine auf die Außenanlage kommen, um wirklich jeden Winkel der Anlage kennenzulernen. Im nächsten Schritt werden die Eisbären in der Innenanlage Sichtkontakt zueinander bekommen.

© Fotos: Daniel Zupanc

GERETTETE PINGUINE AUS AUSTRALIEN NUN IN WIEN

Rocky und Howie sind zwei Felsenpinguine, deren Geschichte traurig begonnen hat. Nun gibt es für sie jedoch im Tiergarten Schönbrunn ein Happy End. Die beiden Pinguine wurden im November des Vorjahres innerhalb weniger Tage an zwei verschiedenen Stränden Australiens gefunden. Geschwächt, überhitzt und leicht verletzt wurden sie ins Taronga Wildlife Hospital in Sidney gebracht. „Die beiden waren knapp ein Jahr alt. Wir waren extrem überrascht, weil sie weit entfernt vom natürlichen Lebensraum der Nördlichen Felsenpinguine waren. Noch nie zuvor wurden Felsenpinguine an der Ostküste Australiens gesehen“, erklärt Andrew Elphinstopne, Kurator für Artenschutz- und Wiederansiedlungsprogramme bei der Taronga Conservation Society. Unter der professionellen und liebevollen Pflege in Taronga haben sich Rocky und Howie schnell erholt und gut entwickelt. Doch stellte sich die Frage, wo sie künftig leben sollen. Elphinstopne: „Wenn wir sie in Sydney weit weg von ihrer Heimat wieder ausgelassen hätten, wäre ihre Überlebenschance gleich null gewesen. In Australien gibt es auch keine Felsenpinguine in Zoos. Ohne Artgenossen und ohne die Möglichkeit, ein Weibchen und Nachwuchs zu haben, wäre es kein schönes Leben geworden.“ Deshalb hat sich die Station weltweit auf die Suche nach dem besten Platz gemacht und ist im Tiergarten Schönbrunn fündig geworden. Hier lebt nicht nur eine große Felsenpinguin-Gruppe mit jährlichen Zuchterfolgen, Zoologe Harald Schwammer leitet auch das Zuchtbuch für diese bedrohten Vögel.
Ende Oktober war es schließlich so weit: Rocky und Howie haben per Flugzeug die weite Reise von Australien in ihre neue Heimat Wien angetreten. Angekommen am Flughafen Wien Schwechat ging es nach einem kurzen Check durch Grenztierarzt Josef Haider in den Tiergarten. Die 40 Tage im Quarantäne-Bereich haben die beiden hinter sich gebracht und durften nun zu ihren Artgenossen ins Polarium. Ihr harter Start ins Leben hat ein Happy End genommen. Revierleiter Ludwig Fessl: „Wir freuen uns, dass wir Howie und Rocky ein neues Zuhause bieten können. Wir haben hier im Tiergarten über 50 Felsenpinguine und unsere Tiere haben die beiden Neuen sofort freundlich in die Gruppe aufgenommen.“

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

EISBÄRIN NORA IST DA!

Im Tiergarten Schönbrunn gibt es eine neue Bewohnerin: Gestern Abend ist Eisbären-Weibchen Nora aus dem Zoo Tallinn (Estland) angekommen. „Nora wurde am 24. November 2013 in Tallinn geboren. Sie ist vier Jahre alt, eine hübsche junge Eisbären-Dame und natürlich noch deutlich kleiner als unsere zwei Jahre älteren Tiere Lynn und Ranzo“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Eisbären in den europäischen Zoos werden im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) koordiniert. Da in Tallinn mit Nora vier Eisbären gelebt haben, hat der Zuchtbuchführer für sie einen neuen Platz gesucht. Die Eisbärin wurde mit einem Kleinbus nach Wien transportiert und soll sich nun in Ruhe eingewöhnen. In den nächsten Tagen wird sie ausschließlich im Innenbereich und somit für die Besucher noch nicht zu sehen sein.
Nora erkundet derzeit neugierig, aber völlig entspannt die Innenboxen der Eisbärenwelt. Auch ihre neuen Pfleger lernt sie nun kennen, die ihr Bestes tun, um ihr die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu machen. Sobald sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnt hat, wird sie die Außenanlage kennenlernen und dann auch ihre neuen Artgenossen Lynn und Ranzo. Schratter: „Die Zusammengewöhnung erwachsener Eisbären muss sehr behutsam vonstattengehen. Lynn und Ranzo riechen bereits, dass eine neue Eisbärin da ist und zeigen sich schon sehr interessiert.“ Im nächsten Schritt werden sich die Eisbären dann über ein Gitterfeld auch sehen dürfen. Je nachdem, wer sich am Gitter freundlicher zeigt, wird ihr erster neuer Spielgefährte.

© Foto 1: Inari Leiman
© Foto 2: Tiergarten Schönbrunn/Jutta Kirchner

DOPPELTER GRUND ZUR FREUDE FÜR DIE FLUSSPFERDE

Die Flusspferde haben es dem Bildhauer Gottfried Kumpf wahrlich angetan. Erst kürzlich präsentierte er im Dorotheum seine neuen Nilpferd-Bronzeskulpturen: die grüne Nilpferd-Mama „Jade“ und ihren Sohn, den goldenen „Hapi“. Nun übernahm er im Tiergarten Schönbrunn die Patenschaft für die lebenden Vorbilder. „Runde Formen zeichnen meine Skulpturen aus. Deshalb liegen mir die Flusspferde besonders“, erklärt Kumpf und wirft seinen neuen Patentieren Äpfel ins riesige Maul. Zum Tiergarten hat er einen besonderen Bezug. „Vor rund 20 Jahren hat Gottfried Kumpf die erste große Bronzeskulptur, einen Elefanten, für den Tiergarten geschaffen. In der Zwischenzeit gibt es eine Vielzahl an Skulpturen, die ein beliebtes Fotomotiv bei unseren Besuchern sind“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Für die Flusspferde Ali, Arca und Kimbuku ist der prominente Pate nicht die einzige Neuigkeit. Während die drei gemütlich im Innenbecken abtauchen, wird auf der Außenanlage fleißig gearbeitet. Wüssten sie davon, dass die Bauarbeiten für ihr neues Badebecken im Freien nun begonnen haben, hätten sie gleich doppelten Grund zur Freude. Das alte symmetrische Beton-Badebecken ist bereits abgerissen. Um 2,6 Millionen Euro wird über den Winter eine natürliche Wasserlandschaft entstehen – inklusive künstlichen Sandbänken zum Verweilen und seichten sowie tieferen Wasserstellen. Auch der Aushub für den neuen Filterkeller, der für optimale Wasserqualität sorgen wird, ist im vollen Gange. Das neue Becken soll bereits in der kommenden Badesaison für mehr Badespaß bei den Flusspferden sorgen.

© Foto 1: Tiergarten Schönbrunn/Barbara Feldmann
© Foto 2: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

IM FREILAND AUSGESTORBENE HIRSCHE NUN IN SCHÖNBRUNN

Im Freiland ist der Vietnam-Sikahirsch vermutlich ausgerottet. Im Tiergarten Schönbrunn ist diese bedrohte Tierart nun zu sehen. „Die Wälder in Vietnam, ihr ursprünglicher Lebensraum, sind für die Landwirtschaft gerodet worden. Außerdem wurden die Vietnam-Sikahirsche wegen ihres Fleisches gejagt. Diese Tiere sind heute nur noch in geschützten Wildgehegen in drei Nationalparks in Vietnam und in wenigen Zoos in Europa und Nordamerika zu finden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Erhaltungszucht dieser seltenen Hirsche wird europaweit koordiniert. Natürlich hofft auch Schönbrunn, dazu künftig einen Beitrag leisten zu können. Ihr hübsch gepunktetes Fell, das sowohl Jungtiere als auch erwachsene Tiere haben, dient den Vietnam-Sikahirschen als Tarnzeichnung im Wald.
Die neue Adresse der vier Sikahirsche in Schönbrunn ist der Nashornpark. Ihre Mitbewohner in der tierischen WG sind Nashörner, Hirschziegenantilopen und Nilgauantilopen. Das Zusammenleben hat von Anfang an problemlos geklappt. „Antilopen kannten sie schon, Nashörner waren ihnen neu. Anfangs haben sie sich sicher etwas über die großen wandelnden Steine gewundert“, schmunzelt Schratter. Mit den Antilopen verstehen sie sich so gut, dass sie sogar gemeinsam an einem Futterplatz fressen. Auch die Tierpfleger haben ihre neuen Schützlinge sofort ins Herz geschlossen, vor allem auch wegen interessanten Eigenheiten. „Wenn sich Vietnam-Sikahirsche gegenseitig warnen, stoßen sie schrille Pfiffe aus, die wie ein Vogelrufe klingen. Außerdem haben sie bei Aufregung einen fast roboterähnlichen, staksigen Gang.“

© Fotos: Daniel Zupanc

ERDMÄNNCHEN-TRIO GEBOREN

Die Erdmännchen im Tiergarten Schönbrunn sind immer für eine Überraschung gut: Zuerst hat das neue Pärchen Ende Juni bereits sehr jung für Nachwuchs gesorgt, nun haben Amera und Chilili sofort wieder Zuwachs bekommen. „Die Tierpfleger haben bemerkt, dass die beiden sich wieder vermehrt in die Erdhöhle zurückziehen. Am 16. September haben sie schließlich Nachwuchs bekommen, dieses Mal waren es gleich drei Jungtiere“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Tragzeit bei Erdmännchen beträgt etwa elf Wochen. Viel Zeit haben sie somit nicht verstreichen lassen. Erdmännchen sind bei der Geburt nur rund 30 Gramm schwer, nackt und blind. Die ersten Wochen werden sie im schützenden Bau versorgt. Mittlerweile zeigt sich das aufgeweckte Trio bereits den Besuchern.
Erdmännchen zählen zur Familie der Mangusten und sind in den Savannen im Süden Afrikas zu Hause. Sie leben sehr gesellig. Bis zu 30 Tiere gehören zu einer Kolonie. „Jedes Tier hat seine Aufgabe, vom Wächter bis zum Babysitter. Die große Schwester, der die Tierpfleger den Namen Akia gegeben haben, hilft auch bereits mit, auf die Kleinen aufzupassen.“ Die Mini-Erdmännchen sind entzückend zu beobachten. Sie spielen miteinander, graben im Sand und stehen immer wieder aufrecht auf ihren Hinterfüßen – ganz so wie die Großen. Die drei Jungtiere werden noch von ihrer Mutter gesäugt, fressen aber auch schon Insekten.

© Foto 1: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
© Foto 2: Franz Wunsch

FÜNF KÜKEN BEI DEN ROSA FLAMINGOS GESCHLÜPFT

Spät, aber doch: Im Tiergarten Schönbrunn gibt es heuer ungewöhnlich spät Nachwuchs bei den Rosa Flamingos. „Normalerweise schlüpfen die Flamingo-Küken bei uns im Tiergarten im Mai. Heuer gab es aber ein schweres Unwetter im Frühjahr und die ersten Eier wurden zerstört. Erfreulicherweise haben einige Paare noch einmal Eier gelegt und so sind Mitte September fünf Küken geschlüpft“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Küken haben mittlerweile die Nester verlassen und sind gut dabei zu beobachten, wie sie von den erwachsenen Vögeln gemeinsam in einer Art Kindergarten betreut werden, durchs Wasser waten und alles erkunden.
Noch sind die Küken mausgrau statt rosa. Das prächtige rosafarbene Gefieder lässt auch noch eine Zeit lang auf sich warten. Schratter: „Das unscheinbare graue Dunenkleid ist in der schlammigen Uferlandschaft eine gute Tarnung. Erst im Alter von drei Jahren bekommen sie ihre rosarote Farbe.“ Dafür sorgen im Freiland Farbstoffe in den Krebsen, die den Flamingos als Nahrung dienen. Im Zoo ist ein spezielles Futter für das strahlende Federkleid verantwortlich. Bei den fünf Küken hat sich der flamingo-typische Schnabel, der wie ein Sieb funktioniert, noch nicht vollständig ausgebildet. Ihr Schnabel ist gerade und sie können noch nicht wie die erwachsenen Vögel Nahrung aus dem Wasser filtern. Deshalb werden sie in den ersten Wochen mit einer energiereichen Flüssigkeit aus dem Kropf der Eltern versorgt.

© Fotos: Daniel Zupanc

NACHWUCHS BEI DEN KLEINSTEN KAMELEN DER WELT

Passend zum Herbstwetter ist der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn gleich mit einem „flauschigen Wollpulli“ zur Welt gekommen. Am 16. September hat Vikunja-Weibchen Violet nach einer Tragzeit von rund einem Jahr ein Jungtier zur Welt gebracht. „Vikunjas sind in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern heimisch. Ihr außerordentlich dichtes Fell schützt sie gegen die raue Witterung. Die zimtfarbene Wolle der Vikunjas ist besonders fein und gilt als die teuerste der Welt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Vikunja zählt zu den Neuweltkamelen. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist es die kleinste Kamelart. Sein größerer Verwandter ist das Guanako.
Das Jungtier ist ein Männchen und hat den Namen „Lino“ bekommen. Bereits am Tag der Geburt konnte sich der kleine Lino auf seinen zierlichen Beinchen halten. Mittlerweile düst er aufgeweckt durch den ganzen Südamerikapark. Schratter: „Das Jungtier hält Violet auf Trab. Für sie ist es der erste Nachwuchs und sie macht ihre Sache sehr gut. Sie ist aufmerksam und lässt Lino nicht aus den Augen.“ Die ersten vier bis sechs Monate wird das Jungtier gesäugt. Vikunjas zählten bis vor vier Jahrzehnten zu den am meist bedrohten Tierarten Südamerikas. Wilderei brachte sie an den Rand der Ausrottung. Durch Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand erholen. Heute geht man von rund 350.000 Tieren im Freiland aus.

© Fotos: Daniel Zupanc

KUGELRUNDES FLAUSCHIGES PINGUIN-KÜKEN

Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn zieht derzeit ein kugelrunder brauner Federball alle Blicke auf sich. Am 21. Juli ist ein Küken bei den Königspinguinen geschlüpft. Die erste Zeit war es in der wärmenden Bauchfalte der Eltern versteckt. Mittlerweile passt das Kleine dort nicht mehr hinein, sondern steht neben seinen Eltern mitten in der Pinguingruppe und sorgt für Verwunderung. „Das Küken sieht etwas witzig und gar nicht wie seine Eltern aus, weil es noch das flauschige Dunenkleid hat. Erst mit der ersten Mauser im Alter von rund zehn Monaten bekommt es das vollentwickelte Gefieder. Deshalb kann es jetzt auch noch nicht schwimmen, weil das Gefieder noch nicht wasserabweisend ist“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Der Bestand der Königspinuine wird auf rund zwei Millionen Tiere geschätzt. Damit gilt die zweitgrößte Pinguinart nicht als bedroht, aber der negative Einfluss des Klimawandels lässt sich noch nicht abschätzen. In Zoos werden Königspinguine selten gehalten. Noch seltener werden sie regelmäßig gezüchtet. Umso größer ist in Schönbrunn die Freude über den Nachwuchs. Schratter: „Das Küken wird von seinen Eltern liebevoll umsorgt. Dabei ist bei den Königspinguinen Arbeitsteilung angesagt und zwar von Beginn an. Schon beim Brüten wechseln sich Männchen und Weibchen ab. Königspinguine bauen kein Nest, sondern brüten das Ei stehend in der Bauchfalte aus. Auch das Füttern mit vorverdautem Fischbrei wird von beiden übernommen.“

© Fotos: Daniel Zupanc

GIBBON IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN GEBOREN

Noch schwer im Fell am Bauch der Mutter auszumachen und schon der neue Besucherliebling im Tiergarten Schönbrunn: Am 25. August hat ein kleiner Weißhandgibbon das Licht der Welt erblickt. Mutter Sipura kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Vater Rao wird später ein gefragter Spielgefährte sein, wenn das Jungtier zu klettern beginnt. „Gibbons sind in den Regenwäldern Südostasiens zuhause. Mit ihren langen Armen hangeln sie sich von Ast zu Ast. Die Mutter trägt ihr Baby in den ersten Monaten mit sich. Selbst wenn sich die Mutter akrobatisch durch die Lüfte schwingt, ist das Kleine mit dabei“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Bei der Geburt sind Gibbons nur von einem feinen Flaum bedeckt. Nachdem das Jungtier stets dicht an der Mutter kuschelt, konnten die Tierpfleger sein Geschlecht noch nicht erkennen. Erst mit drei Monaten lässt die Mutter zu, dass das Kleine erste Kletterversuche unternimmt. Gibbon-Jungtiere werden bis zu zwei Jahre lang gesäugt. Bereits mit einem halben Jahr beginnen sie aber, auch Gemüse, Früchte, Blätter und Insekten zu fressen. Mit etwa sechs Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, müssen sich die jungen Erwachsenen ein eigenes Revier suchen.
Gibbons sind monogam und leben in fixen Revieren. Diese markieren sie durch ihren typischen Morgengesang. Die Paare singen dabei lautstark im Duett. Weißhandgibbons sind wie alle Gibbon-Arten gefährdet. Hauptbedrohung ist die Zerstörung der Regenwälder. Außerdem werden Gibbons zum Verzehr und für den Verkauf als Haustiere gefangen. In Zoos wird diese bedrohte Affenart im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezüchtet. Der letzte Nachwuchs im Tiergarten war 2009: Das Männchen Samuk lebt mittlerweile im Zoo Salzburg.

© Fotos: Daniel Zupanc

ELEFANTENMÄDCHEN IQHWA FEIERT 4. GEBURTSTAG!

Eine riesige Torte aus Heu und süßem Obst: Das gehört zu einer Elefantengeburtstagsparty dazu! Am kommenden Montag wird das Elefantenmädchen Iqhwa im Tiergarten Schönbrunn vier Jahr alt. Um 15.00 Uhr wird der Geburtstag im Elefantenhaus gefeiert. „Iqhwa wird eine Heu-Geburtstagstorte gespickt mit Obst bekommen, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter Tonga und ihrer Halbschwester Mongu mit Sicherheit blitzschnell vernaschen wird“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Iqhwas Geburt am 4. September 2013 war eine weltweite Sensation. Sie ist der erste Elefant, der durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt wurde. Ihr Vater lebt in Südafrika, ihre Mutter Tonga ist in Schönbrunn zuhause.
Iqhwa hat sich ganz prächtig entwickelt. Stolze 1051 Kilogramm bringt das Elefantenmädchen bereits auf die Waage. Das tägliche Training macht ihr nicht nur großen Spaß, sie ist dabei auch irrsinnig schnell und brav. Schratter: „Iqhwa hat spielerisch gelernt, sich auf Zuruf ihrer Pfleger hinzulegen oder ihre Ohren und Füße zu zeigen. Das ist wichtig, wenn eine Fußpflege nötig ist oder der Tierarzt für eine Untersuchung kommen muss.“ Mit vier Jahren ist Iqhwa noch ein verspieltes Jungtier. Egal, ob der Strahl aus der Dusche, die Schlammsuhle, Reifen oder die anderen Elefanten: Alles lädt Iqhwa zum Spielen ein und so hält sie die gesamte Schönbrunner Elefantenherde ordentlich auf Trab.

© Fotos: Daniel Zupanc

FLUSSPFERDE BEKOMMEN NEUES BADEBECKEN

Die nächsten Badetage des heurigen Sommers stehen vor der Tür. Für die Flusspferde im Tiergarten Schönbrunn sind es die letzten in ihrem alten Badebecken. Im November starten die Bauarbeiten und ihr altes, symmetrisches Betonbecken wird einer natürlichen Wasserlandschaft weichen. „Das neue Badebecken soll für mehr Badespaß bei unseren Flusspferden sorgen. Das derzeitige Becken hat keine Filteranlage. Im Sommer muss es bis zu zwei Mal pro Woche ausgelassen werden. Das bedeutet natürlich eine aufwändige Reinigung, einen hohen Wasserverbrauch und stets eine Badepause für die Flusspferde im Freien. Die neue Filteranlage wird für optimale Wasserqualität sorgen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch die Außenanlage umgestaltet und etwas vergrößert. Rund 2,6 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben. Der Tiergarten muss die gesamte Summe selbst aufbringen. Dafür hat der Verein der Freunde des Tiergartens eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Um 15 Euro kann man unter www.herzenspatenschaft.at Herzenspate der drei Schönbrunner Flusspferde Ali, Arca und Kimbuku werden und damit den Bau des Badebeckens unterstützen. Als Dankeschön gibt es eine Patenschaftsurkunde und einen Namenseintrag auf der Homepage. Während die Flusspferde in den kalten Monaten im Wasserbecken der Innenanlage abtauchen, wird umgebaut. Rechtzeitig zur Badesaison 2018 soll das neue Becken auf der Außenanlage fertig sein.

© Fotos: Daniel Zupanc

ERDMÄNNCHEN-JUNGES GEBOREN

Bei den Erdmännchen im Tiergarten Schönbrunn hat sich überraschend Nachwuchs eingestellt. Am 27. Juni wurde ein Jungtier geboren. Gerechnet hat damit niemand. „Da unser Erdmännchen-Pärchen schon sehr alt ist, haben wir mittlerweile ein zweites junges Pärchen, das gemeinsam mit den Roten Varis im historischen Affenhaus lebt. Das Männchen Chilili wurde 2013 bei uns geboren. Das Weibchen Amera stammt aus dem Zoo Linz und ist erst ein Jahr alt. Wir hätten nicht gedacht, dass sie heuer schon Nachwuchs bekommen würden. Aber das Kleine entwickelt sich prächtig“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Zur Welt gekommen ist es in einer schützenden Erdhöhle. Bei der Geburt sind Erdmännchen nur rund 30 Gramm schwer, blind, nackt und völlig hilflos. Mittlerweile ist das Mini-Erdmännchen schon an der Seite seiner Eltern in der Anlage unterwegs.
In den ersten Wochen wurde das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, ausschließlich gesäugt. Mittlerweile frisst es auch schon Gemüse und Insekten. Die jungen Eltern machen ihre Sache ganz vorbildlich. Schratter: „Es ist sehr nett zu beobachten, wie sie ihr Jungtier nicht aus den Augen lassen. Oft sind die drei beim Kuscheln, Spielen und Graben zu sehen. Der Vater fängt sogar Spinnen in der Anlage und bringt sie seinem Nachwuchs.“ Heimisch sind Erdmännchen in den Savannen und Halbwüsten im Süden Afrikas. Die geselligen kleinen Raubtiere zählen zur Familie der Mangusten. Bekannt sind Erdmännchen dafür, dass sie aufrecht auf ihren Hinterbeinen stehen, um nach Gefahren Ausschau zu halten. Und selbst das Kleine mit seinen sechs Wochen kann das schon wie ein Großer.

© Fotos: Daniel Zupanc

Happy Birthday Fu Feng und Fu Ban!

Rosafarbene und blaue Geschenkpäckchen, liebevoll von den Tierpflegern verpackt, erwarteten die Panda-Zwillinge heute Vormittag im Tiergarten Schönbrunn zu ihrem ersten Geburtstag. „Die Packerl waren mit Süßkartoffeln und Karotten gefüllt. Mama Yang Yang hat gleich vorgezeigt, wie das Auspacken funktioniert und hat von den Karotten und Süßkartoffeln genascht. Da wurde natürlich auch Panda-Bub Fu Ban neugierig und hat seine Päckchen inspiziert“, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Völlig unbeeindruckt von der ganzen Aufregung zeigte sich das Mädchen Fu Feng. Die Kleine blieb der Geburtstagsfeier fern und verschlief den großen Tag auf einer Plattform auf der anderen Seite der Panda-Anlage.

Die Panda-Zwillinge sind am 7. August 2016 zur Welt gekommen. Von 100 Gramm zarten Babys bei der Geburt haben sich die Kleinen zu 18 bzw. 22 Kilogramm schweren Panda-Jungtieren entwickelt. Die Geschichte ihrer Aufzucht ist weltweit einmalig: Yang Yang ist das erste Panda-Weibchen in Menschenobhut, das Zwillinge ganz ohne menschliche Hilfe großzieht. Schratter: „Die Zwillinge heute an ihrem ersten Geburtstag so toll entwickelt zu sehen, ist einfach eine große Freude.“

© Fotos: Daniel Zupanc



PANDA-ZWILLINGE FEIERN ERSTEN GEBURTSTAG

Am kommenden Montag wird im Tiergarten Schönbrunn Geburtstag gefeiert: Die Panda-Zwillinge Fu Feng und Fu Ban werden ein Jahr alt. Die Tierpfleger bereiten für die Kleinen um 10 Uhr eine besondere Überraschung vor. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Die Zwillinge bekommen mehrere Geschenkpäckchen gefüllt mit Süßkartoffeln und Karotten - eben das, was Pandas gut schmeckt.“ Da die süßen Gemüsesorten auch eine Leckerei für Mama Yang Yang sind, wird es spannend, ob sie beim Auspacken mithelfen wird. Zu hoffen bleibt, dass die „Geburtstagskinder“ ihren großen Tag nicht verschlafen. Als Jungtiere haben sie noch keinen fixen Rhythmus bei ihren Schlafenszeiten.
Die Panda-Zwillinge sind am 7. August 2016 zur Welt gekommen. Nach den Geburten von Fu Long, Fu Hu und Fu Bao war dies bereits der vierte Panda-Nachwuchs für den Tiergarten Schönbrunn. Als einzigem Zoo Europas gelingt es dem Tiergarten, Pandas auf natürlichem Wege zu züchten. Die Aufzucht von Fu Feng und Fu Ban ist eine Sensation: Zum ersten Mal zieht eine Panda-Mutter in Menschenobhut Zwillinge ohne menschliche Hilfe groß. Gemäß chinesischer Tradition bekamen die beiden 100 Tage nach ihrer Geburt ihre Namen: Fu Feng bedeutet „Glückliche Phönix“, Fu Ban „Glücklicher Gefährte“. Die ersten Lebensmonate verbrachten die Zwillinge mit Mutter Yang Yang in der Wurfbox und später in der Baumhöhle, bevor sie zu Jahresende die Neugier packte und sie sich erstmals den Besuchern zeigten.

© Fotos: Daniel Zupanc

ELEFANTEN GENIESSEN NEUES BADEBECKEN

Wie man sich die Hitzetage diese Woche erträglicher macht, zeigen die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn. Die Dickhäuter genießen ihr neues Badebecken in vollen Zügen, allen voran der Bulle Shaka. „Shaka ist im Vorjahr aus dem Zoo Duisburg zu uns gekommen. Er hatte dort auch ein Badebecken und hat darin sehr gerne geplantscht“, erklärt Harald Schwammer, Zoologischer Leiter im Tiergarten Schönbrunn. Unter den Weibchen ist die 14-jährige Mongu die größte Wasserratte. Elefanten halten sich auch in freier Wildbahn in der Nähe von Wasserstellen auf. „Heiße Temperaturen sind Elefanten natürlich gewöhnt. Das Baden ist eine willkommene Abkühlung und dient genauso wie das Duschen oder Schlammbaden auch der Pflege ihrer sensiblen Haut.“
Das neue Bad ist im vorderen Bereich der Anlage, daher können die Besucher die Elefanten hautnah beim Baden erleben. An eine wichtige Baderegel halten sich die Dickhäuter vorbildlich: Vor dem Baden duschen. „Bei den Elefanten ist es wie bei uns. Am Anfang kostet das Reingehen etwas Überwindung. Wenn sie abgeduscht sind, gehen sie viel lieber hinein“, so Tierpfleger Andreas Buberl, der die Dickhäuter mit einem Feuerwehrschlauch von einer Plattform herab nass spritzt. Eine andere Baderegel wird hingegen völlig missachtet: Vor dem Baden nichts essen. Die Elefanten fressen sogar während des Badens: Die Tierpfleger werfen Äpfel ins Wasser, die die Tiere mit dem Rüssel herausfischen. Ein Spaß für die Elefanten und die Zuseher!

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

TIERE GEHEN BEI HITZE BADEN

Nicht nur die Freibäder und Badeseen sind in diesen Tagen gut besucht, auch einige Tiere im Tiergarten Schönbrunn trotzen der Hitze im kühlen Nass. Allen voran die Eisbären Lynn und Ranzo, die sich mit einem Sprung in ihre verschiedenen Bade- und Tauchbecken erfrischen. Kaum kratzen die Temperaturen an der 30-Grad-Marke, tauchen die Wasserschweine besonders gerne im Teich ab. Durch eine große Sichtscheibe können die Besucher sie dabei beobachten. "Wie ihr Name verrät, halten sich die südamerikanischen Nagetiere oft im Wasser auf. Sie sind daran auch gut angepasst und besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Wasserschweine können minutenlang tauchen und dabei ihre Nasenlöcher verschließen.
Am späten Nachmittag, wenn sich die Wasserschweine ins Haus zurückziehen, gehören die Teiche den Flachlandtapiren. Dann sind die beiden Brüder Tibor und Deszö beim Plantschen zu beobachten. Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Wasserbüffeln. Hauswasserbüffel stammen vom asiatischen Wasserbüffel ab, der in Feuchtgebieten, Sumpfwäldern und Flusstälern lebt. Bei ihnen ist der Name Programm. "Zum Schutz vor lästigen Insekten und zur Abkühlung halten sich Wasserbüffel im Wasser oder Schlamm auf. Auch bei uns im Tiergarten suchen sie im Sommer mehrmals täglich das Badebecken auf." Zu Wasserratten werden bei Hitze auch ihre Nachbarn, die Panzernashörner. Sundari und Jange nehmen an heißen Tagen gerne ein Bad. Frisch abgekühlt legen sie sich zum Sonnen ans Ufer.

© Fotos: Daniel Zupanc


Mini-Seespinnen sorgen für grosse Freude im Tiergarten Schönbrunn

Im Sommerurlaub am Meer trifft man Große Seespinnen nur mit viel Glück in felsigen Gebieten an. Mit Sicherheit sieht man sie im Mittelmeer-Becken im Tiergarten Schönbrunn. Nun ist dem Tiergarten als erstem Zoo die Nachzucht dieser faszinierenden Meeresbewohner geglückt. Große Seespinnen sind die größte Krabbenart im Mittelmeer. Ausgewachsen erreichen sie einen Durchmesser von bis zu einem halben Meter. Davon sind die sechs Mini-Seespinnen noch weit entfernt. „Anfang Mai hat das Weibchen die Larven abgesetzt. Fünf Mal haben sich die kleinen Tierchen gehäutet bis sie nun fertige Seespinnen sind – allerdings im Miniformat. Gerade einmal fünf Millimeter groß sind die Baby-Seespinnen derzeit“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Vom Absetzen der Larven bis zu den kleinen Seespinnen war es ein weiter Weg. Das Aufwachsen der Tiere erforderte großen Einsatz der Tierpfleger und war spannend mitzuerleben. Schratter: „Interessant ist zum Beispiel, dass die Larven bis zur zweiten Häutung einen Wehrstachel besitzen, damit sie im Meer nicht von hungrigen Fischen gefressen werden. Erst nach der vierten Häutung gehen sie seespinnen-typisch am Boden, davor treiben sie frei im Wasser umher.“ Gefüttert wurden die Larven mit Copepoden, winzigen Krebstierchen, die im Tiergarten gezüchtet werden. Mittlerweile frisst der Nachwuchs wie auch die fünf erwachsenen Tiere Aas und kleine Pflanzenteile. Seespinnen sehen sehr schlecht. Am Ende ihrer Beine besitzen sie Sinneszellen, mit deren Hilfe sie Nahrung aufspüren.

© Foto 1: Daniel Zupanc, © Foto 2: Tiergarten Schönbrunn

Zebra-Fohlen im Tiergarten Schönbrunn geboren

Gestreifter Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn: In der Nacht auf Mittwoch hat ein Zebra-Fohlen das Licht der Welt erblickt. „Als die Tierpfleger gestern früh zu Dienstbeginn zum Gehege kamen, war das Kleine bereits da. Es ist direkt auf der Außenanlage zur Welt gekommen. Mit seinen zierlichen Beinchen geht es an der Seite seiner Mutter Wendy neugierig auf Erkundungstour“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Freude ist groß, denn die letzte erfolgreiche Nachzucht bei den Zebras liegt 13 Jahre zurück. Schratter: „Das Fohlen ist wohlauf. Es trinkt brav und Mutter Wendy weicht ihm nicht von der Seite. Nähert sich Vater Enzo und will es beschnuppern, macht sie ihm sprichwörtlich Beine.“ Die Tragzeit bei Zebras beträgt rund ein Jahr. Stute Wendy war in den letzten Wochen schon kugelrund, die Trächtigkeit war ihr deutlich anzusehen. Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 25 Kilogramm. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, den afrikanischen Savannenlandschaften südlich der Sahara, ernähren sich Zebras von nährstoffarmen Gräsern und Kräutern.
Das Jungtier wird rund acht Monate gesäugt. Schon bald wird es beginnen, wie seine Eltern auch Heu und Grünfutter zu knabbern. Ob das Fohlen eine Stute oder ein Hengst ist, konnten die Tierpfleger noch nicht mit Sicherheit erkennen. Bekannt sind Zebras für ihr auffälliges Streifenmuster, das sie in der heißen, flimmernden Luft in ihrer Heimat für Fressfeinde schwer erkennbar macht. Während die Zebrastreifen im Straßenverkehr alle gleich aussehen, hat jedes Zebra eine individuelle Zeichnung. Die Mitglieder einer Familie erkennen sich gegenseitig am jeweiligen Muster. Im Tiergarten Schönbrunn lebt die Unterart der Burchell-Zebras, benannt nach dem englischen Naturforscher William John Burchell. Typisches Merkmal dieser Zebra-Art ist, dass sie zusätzlich zu den charakteristischen schwarzen Streifen auch braune “Schattenstreifen” besitzt. Das Burchell-Zebra hat in Wien Tradition, seit nahezu 80 Jahren zählt diese Art zum fixen Tierbestand.

© Foto 1: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
© Foto 2: Jutta Kirchner


Luchs-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Im Tiergarten Schönbrunn sind Luchs-Zwillinge zur Welt gekommen. Unter den wachsamen Augen ihrer Mutter entdecken sie neugierig ihr Gehege. „Die beiden Jungtiere wurden bereits am 3. Mai geboren. Unsere Tierpfleger haben ein leises Piepsen aus der Hütte vernommen. Allerdings sind Luchse bei der Geburt nur rund 300 Gramm schwer und blind. Nach zwei Wochen öffnen sie die Augen und beginnen erst dann, alles zu erkunden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Seit einigen Tagen sind die Luchs-Zwillinge nun immer wieder gut für die Besucher zu sehen. Ein bisschen Geduld und Augen wie ein Luchs sind allerdings nötig. Ihr dunkel getupftes Fell bietet im Dickicht des Waldgeheges eine gute Tarnung.
Das große Waldgehege ist wie ein Abenteuer-Spielplatz: Die beiden Jungtiere kraxeln durch das Gebüsch, klettern auf Baumstämme und jagen sich gegenseitig. Müde vom Spielen kuscheln sie sich an ihre Mutter, die sie säugt und liebevoll umsorgt. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimetern ist der Eurasische Luchs die größte in Europa heimische Katzenart. In Österreich galt er im Jahr 1892 als ausgerottet. Durch die Auswilderung von Tieren ist diese prächtige Wildkatze heute wieder in unseren Wäldern anzutreffen. Der Eurasische Luchs zählt aber nach wie vor zu den seltensten Säugetieren des Landes. In Zoos werden Luchse im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuches (ESB) gezüchtet. Für das Luchs-Pärchen im Tiergarten Schönbrunn, das 2015 eingezogen ist, ist es nun der dritte Nachwuchs.

© Fotos: Daniel Zupanc


Ein affenstarkes Wochenende im Tiergarten Schönbrunn

Affenmasken basteln, eine Sonderfütterung der aufgeweckten Berberaffen erleben und alles über ihre Gefährdung erfahren: Das kommende Wochenende steht im Tiergarten Schönbrunn ganz im Zeichen der bedrohten Berberaffen. "Berberaffen sind stark gefährdet. Nur noch zwischen 8.000 und 10.000 Tiere leben in Marokko und Algerien. Wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher über diese Makaken informieren, die Problematik im Freiland aufzeigen und das Schutzprojekt vorstellen, das wir zu ihrer Rettung unterstützen", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Gefährdung der Berberaffen ist vielschichtig: Ihr Lebensraum wird eingeschränkt, Jungtiere werden für die Heimtierhaltung gefangen und Tiere werden illegal als Requisiten für Touristenfotos verwendet.
Seit zwei Jahren engagiert sich der Tiergarten für das Artenschutzprojekt „Barbary Macaque Awareness and Conservation“ (BMAC) in Marokko und finanziert das Gehalt von Ahmed Chetuan, der als Pädagoge Dorfschulen besucht, um die Kinder über die Berberaffen aufzuklären. Kindgerechte Infos zu den Affen gibt es am Wochenende auch im Zoo: Bei einem Infostand wird das Projekt vorgestellt. Bei einem Bastelstand können die Kinder Affenmasken basteln oder Affenbilder ausmalen. Auch die Besucher können dem Projekt in Marokko helfen: Mit dem Erwerb eines Affen-Buttons spenden sie für die Anschaffung eines neuen Monkey Busses. Dieses geländetaugliche Gefährt ist für die Forscher der Organisation für ihre Fahrten in die Gebirgsregionen von Marokko unerlässlich, um die Berberaffen zu beobachten.

© Fotos: Daniel Zupanc


ORANG-UTAN NONJA TESTET FIDGET SPINNER

Fidget Spinner lösen derzeit einen wahren Hype aus. Ursprünglich für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten entwickelt, sind die Handkreisel zum Trendspielzeug geworden. Spielzeug und abwechslungsreiche Beschäftigung sind auch bei den Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn stets ein Thema. Wie die klugen Menschenaffen auf die Fidget Spinner reagieren, wurde nun getestet. „Wir waren gespannt, ob unsere Orang-Utans etwas damit anfangen können“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Diese Affen lernen durch Nachahmung sehr schnell. Im Rahmen einer kleinen Trainingseinheit haben ihnen die Tierpfleger das drehende Spielzeug vorgezeigt. „Nonja war am meisten interessiert, innerhalb von wenigen Minuten hat sie den Sinn verstanden. Richtig gut fand sie es aber, als wir ihr den Fidget Spinner auf einen Stock aufgefädelt haben und sie ihn gut drehen konnte“, berichtet Tierpfleger Sascha Grasinger. Das Drehen wurde mit Futter belohnt, so wurde der Fidget Spinner gleich interessanter.
Für die Orang-Utans gibt es laufend neue Beschäftigungen – oft verbunden mit Futter, das versteckt wird. Von Bausteinen über Bälle bis hin zu Büchern, die sie zerlegen, ist alles für eine gewisse Zeit spannend. Dann verfliegt das Interesse rasch. So auch beim Fidget Spinner, der ihnen nur einmalig gegeben wurde. Immer wieder sorgen die Beschäftigungsideen für die Orang-Utans für Aufsehen. Im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes griff Nonja in den 90er Jahren zu Pinsel und Farbe und fertigte rund 250 Gemälde an. Erneut im Rampenlicht stand Nonja im Dezember 2009 als erster Affe auf Facebook. Im Zuge einer Marketingkooperation bekam sie eine mit einem robusten Plastikgehäuse versehene Digitalkamera, die für jedes geschossene Foto eine Rosine als Belohnung freigab. Nonjas Schnappschüsse wurden auf Facebook veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie zum Star und hatte über 75.000 Fans aus aller Welt.

© Fotos: Daniel Zupanc


BLIND-DATE BEI DEN LEOPARDEN

Vor einem Jahr ist Amurleoparden-Weibchen Ida in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen, nun ist auch ein Partner angekommen: Piotr aus dem Zoo Moskau. Nach einer Eingewöhnungsphase sind die beiden mittlerweile gemeinsam im Gehege. Funken muss es erst. „Piotr ist mit fast zwei Jahren noch ein junges Männchen. Ida war als erstes im Revier und hat sprichwörtlich die Hosen an. Sie akzeptieren sich gegenseitig, Interesse füreinander zeigen sie erst, wenn sie im fortpflanzungsfähigen Alter sind“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich hofft der Tiergarten künftig auf Nachwuchs. Denn: Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2007 wurden in den Wäldern der Amur-Region Russlands nur noch 25 Tiere gezählt. Hauptproblem ist der Verlust des Lebensraumes.
Die Erhaltungszucht in Zoos ist bei bedrohten Tierarten wie dem Amurleopard enorm wichtig. Koordiniert wird diese über ein Zuchtprogramm. Einfach erklärt könnte man sagen: Was Partneragenturen beim Menschen sind, ist das Europäische Erhaltungszuchtprogramm bei Zootieren. Hier wird ausgesucht, welche Tiere gut zueinander passen. Ausschlaggebend sind Kriterien wie Alter und Verwandtschaftsgrad. Allerdings steht hier nicht die große Liebe im Vordergrund, sondern der Erhalt von bedrohten Tierarten. Durch den Austausch von Tieren zwischen den Zoos wird eine genetisch gesunde Population in Menschenobhut erhalten, sodass Tiere, wenn erforderlich, Wiederansiedlungsprojekten zur Verfügung gestellt werden können.

© Fotos: Daniel Zupanc


BADESPASS UND EIS FÜR KEAS

Die Keas Maria und Dexter im Tiergarten Schönbrunn haben ein neues Zuhause bekommen – und das bietet den aufgeweckten Papageien jede Menge Spaß. Jetzt bei den sommerlichen Temperaturen finden sie vor allem am neuen Badebecken und an den Wasserläufen Gefallen. „Unsere Keas lieben es, zu baden und im Wasser zu spielen. Das ist für die beiden Abkühlung und Vergnügen zugleich“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Beschäftigung ist bei diesen cleveren Papageien das Um und Auf. Deshalb ist ihre neue Anlage sehr natürlich und abwechslungsreich gestaltet. Neben den Wasserstellen gibt es viel zu erkunden: Felsen, Baumstämme, Pflanzen, Schotter und Naturboden.
Für zusätzliche Beschäftigung sorgen die Tierpfleger. Täglich um 13 Uhr findet nun eine kommentierte Fütterung statt und die Pfleger lassen sich stets etwas Neues einfallen, wie und wo sie das Futter für ihre Schützlinge verstecken: von Schachteln über Eierkartons bis hin zu Bällen. An heißen Tagen gibt es immer wieder ein spezielles Eis, für das Körner, Nüsse und Obst in Wasser tiefgefroren werden. Um an die Leckereien zu kommen, picken die Keas eifrig am Eislutscher oder warten, schlau wie sie sind, einfach ab, bis das Eis schmilzt. Keas zählen zu den wenigen Papageienarten, die nicht in den Tropen zuhause sind. Sie leben in den Bergen Neuseelands und stehen als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Es gibt nur noch rund 5000 Tiere.

© Fotos: Daniel Zupanc


NACHWUCHS BEI DEN PRÄRIEHUNDEN

Vorsichtig strecken sie ihre Näschen aus dem Bau, knabbern Kräuter und spielen miteinander: Im Tiergarten Schönbrunn freut man sich über zweifachen Nachwuchs bei den Schwarzschwanz-Präriehunden. Bereits am 1. April sind die beiden Jungtiere zur Welt gekommen, aber erst jetzt unternehmen sie die ersten Ausflüge aus dem Bau. „Präriehunde wiegen bei der Geburt nur etwa 15 Gramm, sind noch nackt, blind und taub. Die ersten Wochen wurden sie von ihrer Mutter im Bau versorgt, aber jetzt erkunden sie schon die Anlage“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auf den ersten Blick sehen Präriehunde wie heimische Murmeltiere aus, sie sind allerdings kleiner und schlanker.
Schwarzschwanz-Präriehunde leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Ihre unterirdischen Bauten graben die graubraunen Nager tief in die Erde. Schratter: „Entdecken sie einen Feind wie einen Greifvogel, einen Fuchs oder einen Kojoten stoßen sie einen bellenden Ruf aus. Damit warnen sie die ganze Kolonie und alle Tiere können unter die Erde flüchten. Von diesem bellenden Laut stammt auch ihr Name.“ Gefährdet sind Schwarz-Schwanzpräriehunde derzeit noch nicht. Doch ihr Lebensraum in der nordamerikanischen Steppe schwindet durch die intensive Landnutzung für Ackerbau und Viehwirtschaft zunehmend.

© Fotos: Daniel Zupanc


FELSENPINGUINE HABEN NACHWUCHS!

Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs: Bei den bedrohten Felsenpinguinen sind seit Mitte April nach rund 33 Tagen Brutzeit elf Küken geschlüpft. Bei der Aufzucht ist Arbeitsteilung angesagt: Abwechselnd wärmen die fürsorglichen Pinguin-Eltern die Kleinen und füttern sie mit vorverdauter Nahrung. Die Erhaltungszucht in Zoos ist wichtig, denn im Freiland sieht die Situation für diese Pinguin-Art traurig aus. „Der Nördliche Felsenpinguin brütet auf der Inselgruppe rund um Tristan da Cunha im südlichen Atlantik und ist stark gefährdet. Hauptursachen für seine Bedrohung sind die Überfischung und Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Nur 96 Nördliche Felsenpinguine leben derzeit in europäischen Zoos. Die größte Kolonie mit 45 erwachsenen Tieren gibt es in Schönbrunn. Der Tiergarten führt auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese auffällige Pinguinart mit den gelben Federbüscheln am Kopf. Jedes Jahr gibt es in Schönbrunn Nachwuchs, was weltweit sonst in keinem anderen Zoo so regelmäßig gelingt. Seit der Neueröffnung des Polariums im Jahr 2004 hat der Tiergarten 41 Felsenpinguin-Jungtiere an andere Zoos abgegeben. Schratter: „Durch unsere langjährige Erfahrung in Haltung und Zucht möchten wir mithelfen, auch in anderen Zoos Kolonien aufzubauen, bei denen es mit Nachwuchs klappt.“

© Fotos: Daniel Zupanc


DIE GIRAFFEN SIND DA!

Auch wenn das Wetter derzeit überhaupt nicht an Afrika erinnert, steht die Eröffnung des neuen Giraffenparks im Tiergarten Schönbrunn in knapp drei Wochen bevor. Die Bewohner, die beiden zwei Jahre alten Netzgiraffen Fleur und Sofie, sind bereits gestern gut in Wien angekommen. „Die Giraffen-Weibchen wurden von einem Tiertransportprofi in einem speziellen Anhänger vom Zoo Rotterdam zu uns gebracht. Typisch für Giraffen haben sie anfangs ganz zaghaft, aber sehr neugierig ihr neues Zuhause betreten. Sofie hat schon nach wenigen Minuten ganz entspannt Rosenblätter geknabbert, die von ihren ehemaligen Pflegern mitgegeben wurden“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Derzeit sind die Giraffen im historischen Teil der Anlage und können sich bis zur Eröffnung in Ruhe eingewöhnen. Schratter: „Natürlich ist alles neu für sie, die Umgebung, die Tierpfleger und die Abläufe. Allerdings sind Fleur und Sofie Halbschwestern und haben somit auch jemand Vertrauten an ihrer Seite.“ Voraussichtlich nächste Woche dürfen sie dann auch den großen Wintergarten, der an das historische Haus angebaut wurde, betreten und beschnuppern. Am 10. Mai am Vormittag wird der neue Giraffenpark feierlich eröffnet und steht danach für die Besucher offen. Bis dahin gibt es noch einige finale Arbeiten: Der Sandplatz auf der vergrößerten Außenanlage wird aufgeschüttet, die Heukörbe werden montiert und der kleine Teich muss noch gestaltet werden.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

GIRAFFEN FLEUR UND SOFIE KOMMEN NACH SCHÖNBRUNN

Das Datum steht nun fest: Am 10. Mai wird der Giraffenpark im Tiergarten Schönbrunn offiziell eröffnet. Eine Neuigkeit gibt es auch dazu, welche Giraffen in die Anlage einziehen werden. "Unsere drei Giraffen Kimbar, Carla und Rita werden vorläufig in jenem Quartier in unmittelbarer Nähe des Zoos bleiben, das sie seit Beginn der Bauarbeiten bewohnen. Kimbar ist mit 24 Jahren das zweitälteste Männchen im Zuchtprogramm. Wir wollen ihm in seinem hohen Alter keinen Transport und Umzug mehr zumuten. Er fühlt sich dort sehr wohl und soll hier seinen Lebensabend verbringen dürfen", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich bleibt auch seine vertraute Herde, die beiden Weibchen Rita und Carla, bei ihm.
In den Giraffenpark im Tiergarten werden zwei neue Giraffen einziehen. Schratter: „Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurden uns zwei junge Netzgiraffen-Weibchen zugeteilt. Beide stammen aus dem Zoo Rotterdam. Sie heißen Fleur und Sofie und sind zwei Jahre alt." Die beiden Giraffen erwartet eine tolle Anlage. Ein großer, heller Wintergarten bietet ausreichend Bewegungsraum in der kalten Jahreszeit. Auf der vergrößerten Außenanlage sorgen Wiesenbereiche, Sandplätze zum Ruhen und diverse Futterstellen für Abwechslung. Die Besucher können Fleur und Sofie auf Augenhöhe beobachten. Eine drei Meter hohe Galerie im Wintergarten wird sie auf Höhe der imposanten Savannenbewohner führen.

© Foto Kimbar, Rita und Carla in ihrem Zuhause: Daniel Zupanc
© Foto Fleur und Sofie: Zoo Rotterdam/Rob Doolaard (links ist Sofie, rechts Fleur)


AFFENSTARKER OSTERSPASS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Wenn die beiden Weißhandgibbons Sipura und Rao in ihrem Gehege im Tiergarten Schönbrunn bunte Eier suchen, dann steht Ostern vor der Tür. „Unsere Gibbons haben einen vielfältigen Speiseplan mit verschiedensten Gemüsesorten, etwas Obst, Blättern und Insekten. Das nötige Eiweiß liefern ihnen gekochtes Rindfleisch, Topfen und auch gekochte Eier. Zu Ostern darf es dann schon einmal ein gefärbtes Ei sein“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Anfangs wird das bunte Osternest kritisch begutachtet, bevor sich die Affen die Eier schnappen und sich zurück in die Bäume hangeln, wo sie die Schale aufbeißen und die Eier fressen. Eigentlich gibt es höchstens ein Ei pro Tag, aber zu Ostern ist es wie bei uns Menschen, da gibt es deutlich mehr Eier als sonst.
Nicht nur für die Gibbons gibt es rund um Ostern etwas Besonderes, sondern auch für die Zoobesucher. Noch bis 17. April findet die Osterwerkstatt im Elefantenpark statt. In einer Bastelecke können Kinder tierischen Osterschmuck wie bunte Hasen aus Filz und Oster-Lesezeichen herstellen und sich mit selbstgebastelten Ohren in einen Osterhasen verwandeln. Von riesengroß über bunt bis winzig klein: Bei der Ausstellung „Rund ums Ei und Nest“ sind Eier von Krokodilen und Schildkröten sowie von vielen Vogelarten wie Straußen und Pinguinen zu bewundern. Welche einzigartigen Techniken manche Vogelarten beim Nestbau anwenden, zeigen die kunstvollen Nester der Webervögel. Am Ostersonntag und Ostermontag schaut auch der Osterhase im Zoo vorbei und verteilt bunte Eier an die Besucher.

© Fotos: Daniel Zupanc

KATTA-ZWILLINGE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Bei den Kattas im Tiergarten Schönbrunn hat sich Nachwuchs eingestellt – und das gleich im Doppelpack. Am Samstag haben Zwillinge das Licht der Welt erblickt, keine Seltenheit bei diesen geselligen Lemuren. "Jedes Jahr im Frühling zählen die Kattas zu den Tierarten, die als erste für Nachwuchs sorgen. Weitere Weibchen sind noch trächtig, es könnte also bald rund gehen im Katta-Gehege", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei der Geburt sind Kattas etwa 70 Gramm schwer. Sie weichen ihrer Mutter keinen Millimeter vom Pelz. "Die ersten Tage werden sie am Bauch getragen. Nach ein paar Tagen klettern die Jungtiere auf den Rücken ihrer Mutter und entdecken huckepack die Welt."
Die Katta-Mutter kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Unterstützung bekommt sie dabei von den anderen Weibchen. Etwa ein halbes Jahr lang werden die Jungtiere gesäugt. Bereits im Alter von etwa einem Monat beginnen sie, Obst und Gemüse zu fressen. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Heimisch sind Kattas ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Vielen Besuchern sind sie aus dem gleichnamigen Animationsfilm bekannt. Ganz und gar nicht lustig sieht allerdings die Situation der Kattas im Freiland aus. Ihr Bestand ist in den vergangenen 25 Jahren um ein Viertel geschrumpft. Verantwortlich dafür ist die Rodung großer Waldflächen, hauptsächlich um Viehweiden zu schaffen. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) gezüchtet.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

PANDA-ZWILLINGE ENTDECKEN ZUM ERSTEN MAL DIE AUSSENANLAGE!

Es war ein aufregender Tag für die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn. Fu Feng und Fu Ban durften ihre Mutter Yang Yang gestern Nachmittag das erste Mal in die Außenanlage begleiten. „Die beiden sind jetzt fast sieben Monate alt und haben in der Innenanlage gezeigt, dass sie beim Klettern schon sehr geschickt sind. Deshalb dürfen sie nun auch ins Freie, wann immer das Wetter passt und sie Lust dazu haben“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei ihrem ersten Ausflug war die Neugierde riesengroß. Kaum war die Tür geöffnet, tapsten sie ohne zu zögern an der Seite ihrer Mutter hinaus und erkundeten alles ganz genau. Das große Klettergerüst, hohle Baumstämme, jede Menge Sträucher: Alles war neu und spannend.
Die Pandazwillinge bewiesen auch gleich, wie mutig sie sind. Das Weibchen Fu Feng kraxelte sogar bis in die höchste Astgabel. Ihre spitzen Krallen geben den Pandas beim Klettern den nötigen Halt. Zum Schutz der Kleinen wurde das Wasser im Teich ausgelassen. Während die Zwillinge herumtollten, verzehrte Mutter Yang Yang genüsslich Bambus. Sie platzierte sich in die Mitte der Anlage, um beide im Auge zu behalten. Bei zwei Jungtieren stellt das eine große Herausforderung dar. Nach drei Stunden beendeten die Tierpfleger den Ausflug und holten die kleinen Abenteurer vom Klettergerüst, damit sie wieder mit ihrer Mutter ins Haus gehen konnten.

© Fotos:
Foto 1: Daniel Zupanc
Foto 2: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

HAPPY END FÜR WASSERSCHWEIN-NACHWUCHS

Klein, borstig und entzückend: Bereits am 1. Dezember haben bei den Wasserschweinen im Tiergarten Schönbrunn drei Jungtiere das Licht der Welt erblickt. Doch die Freude wurde getrübt. Ihre Mutter Nancy ist leider trotz bestmöglicher tiermedizinischer Betreuung nach Problemen bei der Geburt verstorben. „Glücklicherweise sind neugeborene Wasserschweine weit entwickelt und fressen vom ersten Tag an Heu und knabbern Gemüse. Die Tierpfleger haben ihnen außerdem mit der Flasche Ersatznahrung für die Muttermilch gefüttert. Mittlerweile ist das nur mehr einmal am Tag nötig“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Nun sind alle drei Jungtiere über dem Berg, wiegen bereits rund fünf Kilogramm und halten ihren Vater Sam ordentlich auf Trab.
Die Jungtiere sind drei Männchen und haben von ihren Pflegern die Namen Maxi, Midi und Santos bekommen. Auf den ersten Blick sehen die kleinen Wasserschweine wie zu groß geratene Meerschweinchen aus. Kein Wunder, sie sind auch mit den Meerschweinchen verwandt. Schratter: „Mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimetern sind Wasserschweine die größten Nagetiere. Mit Schweinen sind sie nicht näher verwandt.“ Wasserschweine sind in Südamerika heimisch und reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich vor allem von Gras, das sie mit ihren breiten Nagezähnen abweiden. Sie halten sich gerne im Wasser auf und sind hervorragende Schwimmer. Wasserschweine können minutenlang tauchen und besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute. Auch die drei Jungtiere im Tiergarten baden schon gerne.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

PANDAZWILLINGE SIND HEUTE EIN HALBES JAHR ALT!

Fu Feng und Fu Ban, die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn, sind heute ein halbes Jahr alt. Sie spielen schon ausgelassen und klettern geschickt. Und selbst beim Schlafen sind sie jetzt oft zu sehen. Fu Feng schläft mittlerweile gerne gut sichtbar auf der Plattform, während sich ihr Bruder Fu Ban meist lieber in die kuschelige Baumhöhle zurückzieht. Ein- bis zweimal am Tag werden die Jungtiere von Mutter Yang Yang gesäugt. „Sie knabbern auch schon die zarten Blätter vom Bambus, die harten Stangen sehen sie eher als Spielzeug an“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Zum Spielen haben die Kleinen zusätzlich Bälle zur Verfügung. Aber es ist für sie auch nach wie vor spannend, die Anlage mit den Klettermöglichkeiten und Plattformen zu entdecken. Schratter: „Die Zwillinge klettern gerne hoch hinauf. Die spitzen Krallen geben ihnen dabei sicheren Halt. Purzeln sie dennoch einmal herunter, landen sie auf einer dicken Heuschicht.“ Bis jetzt kennen Fu Feng und Fu Ban nur die Innenanlage und dürfen ihre Mutter noch nicht auf die Außenanlage begleiten. Im Frühling wird es aber soweit sein: Bis dahin müssen sie ihre Kletterfähigkeiten noch etwas verbessern.

© Fotos: Daniel Zupanc

TIERISCHER SCHNEESPASS IN SCHÖNBRUNN

Nicht nur die Kinder freuen sich über den Schnee, sondern auch viele Tiere im Tiergarten Schönbrunn. Bei den Eisbären Lynn und Ranzo verraten die Spuren im Schnee, wie viel Spaß sie derzeit haben. „Unsere Eisbären sind mit ihren fünf Jahren noch jung. Der Schnee lädt sie besonders zum Herumtollen ein. Sie wälzen sich darin und spielen ausgelassen miteinander“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Von Frieren ist natürlich keine Spur. Das dichte, wasserabweisende Fell der Eisbären ist gemeinsam mit einer dicken Fettschicht unter der Haut ein erstklassiger Kälteschutz.

Derzeit ist aber nicht nur Eisbärenwetter, sondern auch Tigerwetter. Die beiden Sibirischen Tiger-Weibchen Kyra und Ina liegen auf der verschneiten Plattform oder toben ausgelassen durch ihr Gehege, das der Schnee über Nacht in eine Winterlandschaft verwandelt hat. Während sich die Zoobesucher in dicke Wintermäntel einpacken müssen, sind die Sibirischen Tiger von Natur aus gut gegen frostige Temperaturen und eisige Winde gerüstet. In ihrer Heimat, Russland und Nordchina, kann es bis zu minus 45 Grad Celsius kalt werden. Eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht an Flanken und Bauch hält sie warm.
Mit dem Winter prima zurecht kommt auch Amur-Leopardin Ida. Nicht nur im Tiergarten sind Tiger und Leoparden Nachbarn, auch im Freiland haben sie ein ähnliches Verbreitungsgebiet. Elegant und fast lautlos schleicht die Leopardin durch den Schnee. Schratter: „Die hoch bedrohten Amur-Leoparden bewohnen die Wälder der Amur-Region Russlands. Sie bekommen ein dichtes Winterfell, dessen Haare bis zu sieben Zentimeter lang sind.“ Ein dichtes Fell schützt auch die Rentiere vor Kälte. Aber sie haben noch eine weitere spannende Anpassung an ihren Lebensraum. „Die Hufe der Rentiere fungieren als Schneeschuhe. Sie können ihre Klauen weit spreizen, um nicht im tiefen Schnee einzusinken“, erklärt Schratter.

Wenn sich Panda-Mutter Yang Yang eine kleine Pause von ihren Zwillingen Fu Feng und Fu Ban gönnt, genießt sie es, im Schnee Bambus zu fressen. Die Kleinen dürfen natürlich noch nicht auf die Außenanlage. Um für die großen Klettergerüste draußen fit zu werden, müssen sie zuerst in der Innenanlage üben. Große Pandas sind in den Bergwäldern im Südwesten Chinas zuhause, wo sie in bis zu 3.400 Metern Höhe leben. Die Roten Pandas im Nachbargehege benötigen gar keine Innenanlage. Sie klettern auf die schneebedeckten Bäume und halten dort ihr Schläfchen. Die Pfoten der Roten und Großen Pandas sind auf der Unterseite mit Fell bedeckt. Das schützt sie vor Kälte und verhindert ein Ausrutschen auf Schnee und Eis.

© Fotos: Daniel Zupanc

SCHÖNBRUNNER CHRISTBAUM ALS LECKERBISSEN FÜR DICKHÄUTER

Elefanten verspeisten Tiroler Fichte der Bundesforste zum Frühstück

Kiloweise feinste Fichten-Zweige standen heute Früh im Tiergarten Schönbrunn am Speiseplan für Elefanten, Nashörner und Co. Genüsslich verspeiste die Schönbrunner Dickhäuter-Familie den Christbaum, der Tage zuvor am Kultur- und Weihnachtsmarkt sowie Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn für eine feierliche Atmosphäre sorgte. Über sechs Wochen lang erfreute das traditionelle Geschenk der Österreichischen Bundesforste im Ehrenhof vor dem Schloss mehr als eine Million Marktgäste. Für die Elefanten war der nadelige Snack heute eine willkommene Abwechslung vom winterlichen Speiseplan.

Bereits um 8 Uhr fällten die Experten des Forstamtes der Stadt Wien im Ehrenhof fachgerecht die aus dem Bundesforstrevier Brixental stammende 18 Meter hohe und 58 Jahre alte Tiroler Fichte. Mittels Keilen, die in den Stamm getrieben wurden, brachten sie das tonnenschwere Prachtstück gekonnt zum Fall. Unter der Aufsicht von Weihnachtsmarkt-Veranstalterin Gabriela Schmidle teilten sie den Baum in maulgerechte Stücke. Das Geäst wurde schließlich per LKW in den nahegelegenen Tiergarten gebracht. Dort ließen sich das kleine Mädchen lqhwa, Mutter Tonga und Schwester Mongu sowie die beiden Elefantenkühe Numbi und Drumbo vergnügt den nadeligen Snack vor Publikum schmecken. Neben dem großen Prachtstück wurden rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten geliefert, an denen unter anderem die Nashörner, Zebras und Wasserbüffel erfreut kauten. „Das Verfüttern des Christbaums ist für mich bereits zu einem liebgewonnen Neujahrsbrauch geworden. Einen besseren Abschluss könnte ich mir für den Weihnachtsmarkt und Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn nicht vorstellen“, so Veranstalterin Gabriela Schmidle freudestrahlend.
15.000 Euro für SOS-Kinderdorf

Zur Tradition geworden ist mittlerweile auch die Unterstützung des SOS-Kinderdorfs seitens des Veranstalters MTS Wien. So wirkt der Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn auch im neuen Jahr noch positiv nach. Heuer kann Geschäftsführerin Gabriela Schmidle 15.000 Euro an das SOS-Kinderdorf für die Notrufnummer 147 Rat auf Draht übergeben. Die Summe kam dank der Spendenfreudigkeit der Marktgäste, dem Einsatz der Ausstellerinnen und Aussteller, der Eigenspenden von MTS Wien und der großzügigen Unterstützung der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft zusammen.

Zusätzlich schmückte das Team vom Weihnachtsmarkt heuer erstmals einen Baum mit den Wünschen von Kindern und Jugendlichen in Not sowie Spendenpaketen. Zahlreiche Marktgäste und der Veranstalter selbst besorgten fleißig liebevoll verpackte Geschenke im Gesamtwert von rund 4.000 Euro. Rechtzeitig für die Bescherung wurden rund 100 festlich verpackte Päckchen an SOS-Kinderdorf-Familien in Wien übergeben. Die Spendenpakete brachten weitere 2.500 Euro unter anderem für Deutschstunden, Hygiene- und Lebensmittelpakte für Familien in Syrien oder einen Wintersporttag ein.

© Fotos: www.weihnachtsmarkt.co.at

PANDA-ZWILLINGE SIND 5 MONATE ALT!

Die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn werden am Samstag bereits fünf Monate alt. Das Pandahaus ist derzeit der Besucher-Magnet Nummer eins im Zoo. „Wann kann man die Panda-Zwillinge am besten sehen?“ ist die meist gestellte Frage. Die Antwort ist jedoch nicht einfach. „Typisch für Jungtiere haben die Kleinen noch keinen genauen Rhythmus. Ihr Tagesablauf besteht aus Spielen, Gesäugt werden, die Anlage Erkunden und natürlich noch viel Schlafen. Und zum Schlafen ziehen sich die beiden gerne in ihre kuschelige Baumhöhle zurück und sind dann nicht zu sehen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Immer ein Auge auf die Jungtiere hat ihre Mutter Yang Yang. Das muss sie auch, denn Fu Feng und Fu Ban erkunden ihre Umgebung ganz neugierig. Sie wagen bereits erste Kletterversuche, spielen mit einem Ball oder knabbern spielerisch an Bambusstangen. Wenn sie zu übermütig werden oder es Zeit zum Säugen ist, trägt Yang Yang sie an der Nackenfalte zu einem geeigneten Platz. Ein bis zwei Mal am Tag werden die Zwillinge gesäugt. Über ihre prächtige Entwicklung freut sich der Tiergarten sehr: Das Männchen Fu Ban wiegt sieben Kilogramm, seine Schwester Fu Feng bereits mehr als neun Kilogramm, was deutlich mehr ist als das Durchschnittsgewicht in diesem Alter.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDA-ZWILLINGE ZEIGEN SICH DEN BESUCHERN

Endlich hat das Warten ein Ende: Die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban sind gestern am späten Abend erstmals aus der Baumhöhle herausgekraxelt und haben die Nacht damit verbracht, die Anlage zu erkunden. Am 7. August sind die beiden in einer Wurfbox hinter den Kulissen zur Welt gekommen und wurden in den letzten Wochen in einer nicht einsehbaren Baumhöhle in der Innenanlage von ihrer Mutter Yang Yang großgezogen. „Seit Tagen haben die Kleinen immer wieder neugierig aus der Höhle herausgeschaut. Gestern Abend ist das Weibchen Fu Feng als erste aus der Höhle herausgeklettert. Kurze Zeit später ist ihr das Männchen Fu Ban gefolgt und die Kleinen sind neugierig durch die Innenanlage getapst“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Derzeit schlafen die Kleinen hinter einem der Baumstämme, aber das kann sich jederzeit ändern. Ihre Mutter Yang Yang lässt sie jedenfalls nicht aus den Augen. Natürlich haben sie die Möglichkeit, sich wieder in die Höhle oder in die Wurfbox zurückzuziehen. Noch benötigen die Jungtiere ja sehr viel Schlaf. Die Zwillinge haben sich prächtig entwickelt. Schratter: „Fu Feng wiegt bereits 8,8 Kilogramm, Fu Ban 6,55 Kilogramm. Der Tierarzt aus China, der sie letzte Woche untersucht hat, war ganz begeistert von ihrem Zustand und vor allem auch von ihren Zähnen.“ Gebrauch machen sie von ihren Zähnen bislang nur, wenn sie sich spielerisch beißen. Bambus steht noch nicht auf ihrem Speiseplan, sondern nur Muttermilch.

© Fotos: Daniel Zupanc, Barbara Feldmann

ERSTMALS NACHWUCHS BEI BEDROHTER AFFENART

Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete Historische Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Seit Freitag gibt es erstmals Nachwuchs. „Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mit dabei sind noch der Vater Harper und das Weibchen Pam, die Tante des Affenbabys.

Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell. Nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: „Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere.“
Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist recht klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Diese tagaktiven Affen verbringen ihr Leben in den Wipfeln der Bäume und sind auf Blattnahrung spezialisiert. Bärenstummelaffen stehen als „bedroht“ auf der Roten Liste. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein großes Problem stellt aber auch die Jagd dar.

Bärenstummelaffen werden nur in wenigen Zoos gehalten. Zuchterfolge gelangen bislang sehr selten. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Welches Geschlecht das Jungtier hat, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Wenn es ein Weibchen ist, soll es den Namen „Marie“ bekommen. Er soll ein Andenken sein, denn genau einen Tag vor der Geburt des Kleinen ist das 20jährige Bärenstummelaffen-Weibchen Marie altersbedingt verstorben.

© Fotos: Daniel Zupanc

NACHWUCHS BEI DEN FAULTIEREN

So herzig und so faul: Im Tiergarten Schönbrunn ist am 18. November ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen. Mama Alberta lässt sich davon wahrlich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat in den letzten Jahren jedes Jahr ein Jungtier bekommen und ist somit eine erfahrene Mutter. Da das Kleine ihren Bauch als Hängematte benutzt und sich im kuscheligen Bauchfell festklammert, sind erst jetzt die ersten Fotos gelungen. „Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß, aber man braucht noch etwas Geduld, um es zu sehen. Immer wieder hebt es sein kleines Köpfchen und man kann die schwarzen Knopfaugen erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Während Vater Einstein sein Faultier-Dasein genießt, säugt Alberta ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie gemütlich vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, alleine auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre langsame Lebensweise verbrauchen sie aber nicht viel.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDAZWILLINGE SIND „GETAUFT“!

Heute wurden den Panda-Zwillingen, die am 7. August 2016 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurden, im Rahmen einer chinesisch-österreichischen Feier offiziell ihre Namen verliehen. Den Namen „Fu Feng“ (Glückliche Phönix) für das Weibchen hat sich der Tiergarten überlegt. Der Name „Fu Ban“ („Glückliche Hälfte“, „Glücklicher Gefährte“) für das Männchen wurde im Zuge einer Abstimmung auf der Internetseite des Zoos gewählt. „Die Namen sind glücksbringend und es ist ein besonderes Zeichen, dass die Zwillinge genau im 45. Jahr der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Österreich geboren wurden“, sagt der chinesische Botschafter Li Xiaosi.

Die Großen Pandas sind ein Ausdruck der Freundschaft zwischen China und Österreich. Und auch ein Anziehungspunkt für Touristen, wie Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner in seiner Rede unterstreicht: „Heuer hatten wir bereits rund 800.000 Touristen aus China in Österreich, im nächsten Jahr werden wir dann die 1 Million-Grenze überschreiten.“ Die Panda-Zwillinge sorgen für großes Interesse weltweit und auch die Zahl der Ehrengäste bei der heutigen Feier war groß. Die Zwillinge selbst sind der Feier natürlich fern geblieben. „Auf den Kameraaufnahmen habe ich gerade gesehen, dass sie miteinander spielen“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Die häufigste Frage aller Pandafans lautet natürlich, wann man die Zwillinge live sehen kann. „Die Jungtiere sind in einer Baumhöhle in der Innenanlage, die nicht einsehbar ist. Sobald die beiden groß genug sind, werden sie in der Anlage unterwegs und zu sehen sein“, erklärt Schratter. Ende des Jahres könnte es so weit sein. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig. Vorgestern wurden sie wieder abgewogen. „Das Weibchen hat bereits 6,02 kg, das Männchen ist 5,28 kg schwer. Das ist eine beachtliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie mit etwa 100 g zur Welt gekommen sind“, erklärt Zoologin Eveline Dungl.

„Panda-Familienfest“ am 27. November
Mit einem bunten Familienfest werden die Panda-Zwillinge am kommenden Sonntag, den 27. November gebührend gefeiert. Ab 9.00 Uhr gibt es jede Menge Programm für kleine und große Panda-Fans in der Tiergarten ORANG.erie. Kinder können basteln und sich als Pandas schminken lassen. Die Panda-Pfleger beantworten alle Fragen rund um die Pandas im Tiergarten und ihre bedrohten Verwandten im Freiland. Auch Robert Steiner und Kater Kurt sind Panda-Fans. Sie stehen um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr auf der Bühne und geben im Anschluss Autogramme.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

PANDAZWILLINGE WERDEN FU FENG UND FU BAN HEISSEN

Die Namenswahl ist entschieden. Rund 12.000 Fans der Schönbrunner Pandazwillinge haben in den vergangenen zwei Wochen auf der Internetseite des Zoos abgestimmt. Fast die Hälfte der Stimmen (48,3 Prozent) ging an den chinesischen Namen Fu Ban, der übersetzt "glücklicher Gefährte, glückliche Hälfte" bedeutet und sich auf die Tatsache bezieht, dass es Zwillinge sind. An die zweite Stelle kam mit 29,1 Prozent Fu Lin, die Kurzform des chinesischen Fabelwesens Quilin. Fu Xiong (Glücklicher Bär) erhielt 22,6 Prozent. Für das Weibchen hat der Tiergarten den Namen Fu Feng ausgesucht. „Feng steht für Phönix und bildet in der chinesischen Mythologie gemeinsam mit dem Drachen (Long) das kaiserliche Paar. Nachdem wir unserem ersten Jungtier den Namen Fu Long gegeben haben, haben wir Fu Feng als Namen für ein weibliches Jungtier schon immer im Hinterkopf gehabt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Am 23. November erhalten die Pandazwillinge, die am kommenden Montag drei Monate alt werden, ihren Namen offiziell bei einer Namensgebungszeremonie. Außerdem gibt es ein großes Familienfest am 27. November. Mittlerweile sind die Pandazwillinge bereits gewogen worden, während die Pandamutter für kurze Zeit in die Außenanlage gegangen ist. Das Weibchen wog 4,26 Kilogramm, das Männchen 3,97. Schratter: „Das ist ein tolles Gewicht. Vergleicht man es mit den anderen Jungtieren, die bei uns geboren wurden, sind sie genau im Mittelfeld. Fu Long wog im selben Alter etwas weniger, unser zweiter Nachwuchs Fu Hu und der dritte Fu Bao waren geringfügig schwerer.“ Nach dem Wiegen wurden die Zwillinge natürlich sofort wieder zurück in die Baumhöhle in der Innenanlage gebracht. Wann sich die Zwillinge den Besuchern zeigen werden, entscheiden Yang Yang oder sie selbst. Gegen Ende des Jahres werden sie wahrscheinlich groß genug sein, um aus der Baumhöhle zu klettern.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn
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