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Neues von den Tieren in Schönbrunn!
Im Tiergarten Schönbrunn ist immer was los. Wir zeigen dir die coolsten Neuigkeiten!

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn


SCHÖNBRUNNER CHRISTBAUM ALS LECKERBISSEN FÜR DICKHÄUTER

Elefanten verspeisten Tiroler Fichte der Bundesforste zum Frühstück

Kiloweise feinste Fichten-Zweige standen heute Früh im Tiergarten Schönbrunn am Speiseplan für Elefanten, Nashörner und Co. Genüsslich verspeiste die Schönbrunner Dickhäuter-Familie den Christbaum, der Tage zuvor am Kultur- und Weihnachtsmarkt sowie Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn für eine feierliche Atmosphäre sorgte. Über sechs Wochen lang erfreute das traditionelle Geschenk der Österreichischen Bundesforste im Ehrenhof vor dem Schloss mehr als eine Million Marktgäste. Für die Elefanten war der nadelige Snack heute eine willkommene Abwechslung vom winterlichen Speiseplan.

Bereits um 8 Uhr fällten die Experten des Forstamtes der Stadt Wien im Ehrenhof fachgerecht die aus dem Bundesforstrevier Brixental stammende 18 Meter hohe und 58 Jahre alte Tiroler Fichte. Mittels Keilen, die in den Stamm getrieben wurden, brachten sie das tonnenschwere Prachtstück gekonnt zum Fall. Unter der Aufsicht von Weihnachtsmarkt-Veranstalterin Gabriela Schmidle teilten sie den Baum in maulgerechte Stücke. Das Geäst wurde schließlich per LKW in den nahegelegenen Tiergarten gebracht. Dort ließen sich das kleine Mädchen lqhwa, Mutter Tonga und Schwester Mongu sowie die beiden Elefantenkühe Numbi und Drumbo vergnügt den nadeligen Snack vor Publikum schmecken. Neben dem großen Prachtstück wurden rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten geliefert, an denen unter anderem die Nashörner, Zebras und Wasserbüffel erfreut kauten. „Das Verfüttern des Christbaums ist für mich bereits zu einem liebgewonnen Neujahrsbrauch geworden. Einen besseren Abschluss könnte ich mir für den Weihnachtsmarkt und Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn nicht vorstellen“, so Veranstalterin Gabriela Schmidle freudestrahlend.
15.000 Euro für SOS-Kinderdorf

Zur Tradition geworden ist mittlerweile auch die Unterstützung des SOS-Kinderdorfs seitens des Veranstalters MTS Wien. So wirkt der Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn auch im neuen Jahr noch positiv nach. Heuer kann Geschäftsführerin Gabriela Schmidle 15.000 Euro an das SOS-Kinderdorf für die Notrufnummer 147 Rat auf Draht übergeben. Die Summe kam dank der Spendenfreudigkeit der Marktgäste, dem Einsatz der Ausstellerinnen und Aussteller, der Eigenspenden von MTS Wien und der großzügigen Unterstützung der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft zusammen.

Zusätzlich schmückte das Team vom Weihnachtsmarkt heuer erstmals einen Baum mit den Wünschen von Kindern und Jugendlichen in Not sowie Spendenpaketen. Zahlreiche Marktgäste und der Veranstalter selbst besorgten fleißig liebevoll verpackte Geschenke im Gesamtwert von rund 4.000 Euro. Rechtzeitig für die Bescherung wurden rund 100 festlich verpackte Päckchen an SOS-Kinderdorf-Familien in Wien übergeben. Die Spendenpakete brachten weitere 2.500 Euro unter anderem für Deutschstunden, Hygiene- und Lebensmittelpakte für Familien in Syrien oder einen Wintersporttag ein.

© Fotos: www.weihnachtsmarkt.co.at

PANDA-ZWILLINGE SIND 5 MONATE ALT!

Die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn werden am Samstag bereits fünf Monate alt. Das Pandahaus ist derzeit der Besucher-Magnet Nummer eins im Zoo. „Wann kann man die Panda-Zwillinge am besten sehen?“ ist die meist gestellte Frage. Die Antwort ist jedoch nicht einfach. „Typisch für Jungtiere haben die Kleinen noch keinen genauen Rhythmus. Ihr Tagesablauf besteht aus Spielen, Gesäugt werden, die Anlage Erkunden und natürlich noch viel Schlafen. Und zum Schlafen ziehen sich die beiden gerne in ihre kuschelige Baumhöhle zurück und sind dann nicht zu sehen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Immer ein Auge auf die Jungtiere hat ihre Mutter Yang Yang. Das muss sie auch, denn Fu Feng und Fu Ban erkunden ihre Umgebung ganz neugierig. Sie wagen bereits erste Kletterversuche, spielen mit einem Ball oder knabbern spielerisch an Bambusstangen. Wenn sie zu übermütig werden oder es Zeit zum Säugen ist, trägt Yang Yang sie an der Nackenfalte zu einem geeigneten Platz. Ein bis zwei Mal am Tag werden die Zwillinge gesäugt. Über ihre prächtige Entwicklung freut sich der Tiergarten sehr: Das Männchen Fu Ban wiegt sieben Kilogramm, seine Schwester Fu Feng bereits mehr als neun Kilogramm, was deutlich mehr ist als das Durchschnittsgewicht in diesem Alter.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDA-ZWILLINGE ZEIGEN SICH DEN BESUCHERN

Endlich hat das Warten ein Ende: Die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban sind gestern am späten Abend erstmals aus der Baumhöhle herausgekraxelt und haben die Nacht damit verbracht, die Anlage zu erkunden. Am 7. August sind die beiden in einer Wurfbox hinter den Kulissen zur Welt gekommen und wurden in den letzten Wochen in einer nicht einsehbaren Baumhöhle in der Innenanlage von ihrer Mutter Yang Yang großgezogen. „Seit Tagen haben die Kleinen immer wieder neugierig aus der Höhle herausgeschaut. Gestern Abend ist das Weibchen Fu Feng als erste aus der Höhle herausgeklettert. Kurze Zeit später ist ihr das Männchen Fu Ban gefolgt und die Kleinen sind neugierig durch die Innenanlage getapst“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Derzeit schlafen die Kleinen hinter einem der Baumstämme, aber das kann sich jederzeit ändern. Ihre Mutter Yang Yang lässt sie jedenfalls nicht aus den Augen. Natürlich haben sie die Möglichkeit, sich wieder in die Höhle oder in die Wurfbox zurückzuziehen. Noch benötigen die Jungtiere ja sehr viel Schlaf. Die Zwillinge haben sich prächtig entwickelt. Schratter: „Fu Feng wiegt bereits 8,8 Kilogramm, Fu Ban 6,55 Kilogramm. Der Tierarzt aus China, der sie letzte Woche untersucht hat, war ganz begeistert von ihrem Zustand und vor allem auch von ihren Zähnen.“ Gebrauch machen sie von ihren Zähnen bislang nur, wenn sie sich spielerisch beißen. Bambus steht noch nicht auf ihrem Speiseplan, sondern nur Muttermilch.

© Fotos: Daniel Zupanc, Barbara Feldmann

ERSTMALS NACHWUCHS BEI BEDROHTER AFFENART

Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete Historische Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Seit Freitag gibt es erstmals Nachwuchs. „Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mit dabei sind noch der Vater Harper und das Weibchen Pam, die Tante des Affenbabys.

Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell. Nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: „Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere.“
Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist recht klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Diese tagaktiven Affen verbringen ihr Leben in den Wipfeln der Bäume und sind auf Blattnahrung spezialisiert. Bärenstummelaffen stehen als „bedroht“ auf der Roten Liste. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein großes Problem stellt aber auch die Jagd dar.

Bärenstummelaffen werden nur in wenigen Zoos gehalten. Zuchterfolge gelangen bislang sehr selten. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Welches Geschlecht das Jungtier hat, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Wenn es ein Weibchen ist, soll es den Namen „Marie“ bekommen. Er soll ein Andenken sein, denn genau einen Tag vor der Geburt des Kleinen ist das 20jährige Bärenstummelaffen-Weibchen Marie altersbedingt verstorben.

© Fotos: Daniel Zupanc

NACHWUCHS BEI DEN FAULTIEREN

So herzig und so faul: Im Tiergarten Schönbrunn ist am 18. November ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen. Mama Alberta lässt sich davon wahrlich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat in den letzten Jahren jedes Jahr ein Jungtier bekommen und ist somit eine erfahrene Mutter. Da das Kleine ihren Bauch als Hängematte benutzt und sich im kuscheligen Bauchfell festklammert, sind erst jetzt die ersten Fotos gelungen. „Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß, aber man braucht noch etwas Geduld, um es zu sehen. Immer wieder hebt es sein kleines Köpfchen und man kann die schwarzen Knopfaugen erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Während Vater Einstein sein Faultier-Dasein genießt, säugt Alberta ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie gemütlich vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, alleine auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre langsame Lebensweise verbrauchen sie aber nicht viel.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDAZWILLINGE SIND „GETAUFT“!

Heute wurden den Panda-Zwillingen, die am 7. August 2016 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurden, im Rahmen einer chinesisch-österreichischen Feier offiziell ihre Namen verliehen. Den Namen „Fu Feng“ (Glückliche Phönix) für das Weibchen hat sich der Tiergarten überlegt. Der Name „Fu Ban“ („Glückliche Hälfte“, „Glücklicher Gefährte“) für das Männchen wurde im Zuge einer Abstimmung auf der Internetseite des Zoos gewählt. „Die Namen sind glücksbringend und es ist ein besonderes Zeichen, dass die Zwillinge genau im 45. Jahr der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Österreich geboren wurden“, sagt der chinesische Botschafter Li Xiaosi.

Die Großen Pandas sind ein Ausdruck der Freundschaft zwischen China und Österreich. Und auch ein Anziehungspunkt für Touristen, wie Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner in seiner Rede unterstreicht: „Heuer hatten wir bereits rund 800.000 Touristen aus China in Österreich, im nächsten Jahr werden wir dann die 1 Million-Grenze überschreiten.“ Die Panda-Zwillinge sorgen für großes Interesse weltweit und auch die Zahl der Ehrengäste bei der heutigen Feier war groß. Die Zwillinge selbst sind der Feier natürlich fern geblieben. „Auf den Kameraaufnahmen habe ich gerade gesehen, dass sie miteinander spielen“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Die häufigste Frage aller Pandafans lautet natürlich, wann man die Zwillinge live sehen kann. „Die Jungtiere sind in einer Baumhöhle in der Innenanlage, die nicht einsehbar ist. Sobald die beiden groß genug sind, werden sie in der Anlage unterwegs und zu sehen sein“, erklärt Schratter. Ende des Jahres könnte es so weit sein. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig. Vorgestern wurden sie wieder abgewogen. „Das Weibchen hat bereits 6,02 kg, das Männchen ist 5,28 kg schwer. Das ist eine beachtliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie mit etwa 100 g zur Welt gekommen sind“, erklärt Zoologin Eveline Dungl.

„Panda-Familienfest“ am 27. November
Mit einem bunten Familienfest werden die Panda-Zwillinge am kommenden Sonntag, den 27. November gebührend gefeiert. Ab 9.00 Uhr gibt es jede Menge Programm für kleine und große Panda-Fans in der Tiergarten ORANG.erie. Kinder können basteln und sich als Pandas schminken lassen. Die Panda-Pfleger beantworten alle Fragen rund um die Pandas im Tiergarten und ihre bedrohten Verwandten im Freiland. Auch Robert Steiner und Kater Kurt sind Panda-Fans. Sie stehen um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr auf der Bühne und geben im Anschluss Autogramme.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

PANDAZWILLINGE WERDEN FU FENG UND FU BAN HEISSEN

Die Namenswahl ist entschieden. Rund 12.000 Fans der Schönbrunner Pandazwillinge haben in den vergangenen zwei Wochen auf der Internetseite des Zoos abgestimmt. Fast die Hälfte der Stimmen (48,3 Prozent) ging an den chinesischen Namen Fu Ban, der übersetzt "glücklicher Gefährte, glückliche Hälfte" bedeutet und sich auf die Tatsache bezieht, dass es Zwillinge sind. An die zweite Stelle kam mit 29,1 Prozent Fu Lin, die Kurzform des chinesischen Fabelwesens Quilin. Fu Xiong (Glücklicher Bär) erhielt 22,6 Prozent. Für das Weibchen hat der Tiergarten den Namen Fu Feng ausgesucht. „Feng steht für Phönix und bildet in der chinesischen Mythologie gemeinsam mit dem Drachen (Long) das kaiserliche Paar. Nachdem wir unserem ersten Jungtier den Namen Fu Long gegeben haben, haben wir Fu Feng als Namen für ein weibliches Jungtier schon immer im Hinterkopf gehabt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Am 23. November erhalten die Pandazwillinge, die am kommenden Montag drei Monate alt werden, ihren Namen offiziell bei einer Namensgebungszeremonie. Außerdem gibt es ein großes Familienfest am 27. November. Mittlerweile sind die Pandazwillinge bereits gewogen worden, während die Pandamutter für kurze Zeit in die Außenanlage gegangen ist. Das Weibchen wog 4,26 Kilogramm, das Männchen 3,97. Schratter: „Das ist ein tolles Gewicht. Vergleicht man es mit den anderen Jungtieren, die bei uns geboren wurden, sind sie genau im Mittelfeld. Fu Long wog im selben Alter etwas weniger, unser zweiter Nachwuchs Fu Hu und der dritte Fu Bao waren geringfügig schwerer.“ Nach dem Wiegen wurden die Zwillinge natürlich sofort wieder zurück in die Baumhöhle in der Innenanlage gebracht. Wann sich die Zwillinge den Besuchern zeigen werden, entscheiden Yang Yang oder sie selbst. Gegen Ende des Jahres werden sie wahrscheinlich groß genug sein, um aus der Baumhöhle zu klettern.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

AUGEN AUF! PANDA-ZWILLINGE ENTWICKELN SICH PRÄCHTIG

Vor fast zwei Monaten kamen die Panda-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn blind und nur mit einem dünnen Flaum zur Welt. Mittlerweile sind die Jungtiere kleine schwarz-weiße Fellknäuel und haben ihre Augen schon offen. „Im Alter zwischen 30 und 45 Tagen beginnen sich bei Panda-Jungtieren die Augen langsam zu öffnen.

Ein bis zwei Wochen später sind sie vollständig offen. Die Wahrnehmung beschränkt sich aber noch auf Hell-Dunkel-Kontraste“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Panda-Zwillinge werden von Tag zu Tag aktiver, heben ihr kleinen Köpfe, zappeln mit den Beinchen und kugeln auf dem Bauch ihrer Mutter Yang Yang herum. Mittlerweile verlässt die Panda-Mutter mehrmals täglich die Wurfbox, um Bambus zu fressen und zu trinken. Und auch, um sich vor der Wurfbox zu strecken und eine kleine Pause zu machen. So einen Moment haben die Tierpfleger heute früh genutzt, um die ersten Fotos von den Zwillingen zu machen. Allerdings haben die Kleinen gerade geschlafen.
Zum ersten Mal nach der Geburt ihrer Zwillinge war Yang Yang vergangene Woche auch auf der Waage. Das Körpergewicht ist ein wichtiger Faktor, um das Wohlergehen von Pandas zu beurteilen. Die Waage hat stolze 97,5 Kilogramm angezeigt – ein gutes Gewicht für diese Jahreszeit.

Neben Bambus bereiten ihr die Tierpfleger auch gedämpftes Bambusbrot zu, das der fürsorglichen Mutter Kraft gibt. Bis die Kleinen es ihrer Mutter gleich tun und die Wurfbox verlassen, wird es noch etwa zwei Monate dauern. Der nächste Schritt wird die Namensgebung sein. Dazu laufen gerade Gespräche zwischen dem Tiergarten Schönbrunn und seinen chinesischen Vertragspartnern.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

KÖNIGSPINGUIN-KÜKEN IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn gibt es einen neuen Besucherliebling: ein Königspinguin-Küken. Es ist bereits am 30. August geschlüpft, hat sich allerdings lange Zeit in einer Bauchfalte seiner Eltern versteckt. Mittlerweile ist das Kleine aber schon so stark gewachsen, dass es auf den Füßen seiner Eltern keinen Platz mehr hat.

„Königspinguine sind in der Subantarktis verbreitet. Die Pinguineltern bauen keine Nester, sondern tragen das Ei abwechselnd auf ihren Füßen und bebrüten es in ihrer Bauchfalte. Da das Küken nach dem Schlüpfen nur ein spärliches Federkleid hat, wird auch das Küken in der Hautfalte gewärmt”, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Königspinguine sind nach den Kaiserpinguinen die zweitgrößte Pinguinart. Ausgewachsen sind sie bis zu 95 Zentimeter groß. Davon ist das Küken aber noch weit entfernt: Es misst erst rund 30 Zentimeter. Aber es entwickelt sich prächtig und hält die Eltern mit Füttern auf Trab.
Schratter: „Die Eltern wechseln sich nicht nur beim Brüten, sondern auch jetzt beim Füttern ab. Das Kleine wartet bereits mit aufgerissenem Schnabel, bis sie es mit vorverdautem Fischbrei versorgen.“ Welches Geschlecht das Küken hat, ist noch nicht bekannt. Bei den Königspinguinen sehen Männchen und Weibchen gleich aus. Durch eine genetische Untersuchung von Federproben wird später das Geschlecht festgestellt.

Wie alle Pinguinarten sind auch Königspinguine flugunfähig. Ihre Flügel haben sich zu Flossen umgebildet und sie sind ausgezeichnete Schwimmer. Bis das Küken seine ersten Schwimmversuche unternehmen wird, dauert es aber noch. Noch hat es ein braunes flauschiges Dunenkleid, das sich mit Wasser vollsaugen würde. Mit der ersten Mauser im Alter von rund zehn Monaten bekommt es ein voll entwickeltes Gefieder. Im Freiland gibt es rund zwei Millionen Königspinguine. In Zoos gelingt ihre Zucht eher selten. Im Tiergarten Schönbrunn gab es vor zwei Jahren den letzten Nachwuchs.

© Fotos: Daniel Zupanc

SENSATIONELLE LEGUAN-NACHZUCHT IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Sie gelten in der Karibik als Delikatesse, aber das ist nicht ihr größtes Problem. Die Kleinen Antillen-Leguane sind hoch bedroht, im Tiergarten Schönbrunn ist nun ihre Nachzucht geglückt. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter freut sich über vier Jungtiere: „Antillen-Leguane waren einst auf zahlreichen Inseln der östlichen Karibik beheimatet. Mittlerweile stehen sie aber als bedrohte Tierart auf der Roten Liste. Deshalb freuen wir uns besonders über diesen Zuchterfolg."

Große Individuen landen gerne am Teller, weil ihr Fleisch als besonders schmackhaft gilt – daher hat der Antillen-Leguan auch seinen Artnamen „delicatissima“.
Hauptgrund für die Gefährdung dieser Reptilien ist die Zerstörung ihres Lebensraumes. Die Regen- und Mangrovenwälder, in denen diese Tiere leben, werden für die Landwirtschaft gerodet. Aber es gibt noch viele weitere Gefahren: Ihre Eier werden von Ratten und Schweinen gefressen, die Jungleguane von Mungos, Katzen und Hunden gejagt.
Das Verbreitungsgebiet des Kleinen Antillen-Leguans ist mit etwa 3000 Quadratkilometern sehr klein und beschränkt sich auf drei Inseln. Und hier gibt es ein weiteres Problem: Der Grüne Leguan, in Mittel- und Südamerika beheimatet und als Haustier beliebt, wurde importiert und diese beiden Leguan-Arten vermischen sich nun. Erste Schutzbemühungen vor Ort gibt es bereits.

Nicht nur im Freiland sind die Kleinen Antillen-Leguane selten, sondern auch in Zoos. Der Zoo Chester in England hält sie seit vielen Jahren und hat die Leguane ein paar Mal gezüchtet. Mit den Tieren, die nun in Schönbrunn geschlüpft sind, und jenen, die aufgrund des vorhandenen Wissens hoffentlich in Zukunft kommen werden, soll nun ein Erhaltungszuchtprogramm für diese bedrohte Art in Zoos aufgebaut werden.
Die hellgrünen Jungtiere wachsen in Schönbrunn unter genauer Beobachtung der Tierpfleger hinter den Kulissen auf. Die erwachsenen Tiere sind im Aquarien-Terrarienhaus zu sehen. Sie sind meist unscheinbar grau mit einem heller gefärbten Kopf. Antillen-Leguane sind rund einen Meter lang, die Hälfte davon macht allerdings ihr Schwanz aus. Sie ernähren sich rein pflanzlich von Blättern, Blüten und Früchten.

© Fotos: Daniel Zupanc

PANDAZWILLINGE SIND MÄNNCHEN UND WEIBCHEN!

Morgen werden die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn einen Monat alt und nun steht auch das Geschlecht der beiden Jungtiere fest.
„Auf den Aufnahmen sieht man mittlerweile ganz deutlich, dass es ein Bub und ein Mädchen sind“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Nach drei Männchen freuen wir uns sehr, dass eines der beiden Jungtiere ein Weibchen ist.“ Hauptsache ist natürlich, dass sich die Zwillinge gut entwickeln und es schaut weiterhin ganz danach aus. Die Kleinen haben dicke Milchbäuche und bekommen immer mehr Fell.

Sie müssen also nicht mehr rund um die Uhr von der Mutter gewärmt werden, sondern können schon neben Yang Yang im Bambusnest schlafen und auch schon kurz alleine bleiben, wenn sie die Wurfbox verlässt, um zu fressen.

Bei der Geburt waren die Zwillinge rund 10 cm groß und etwa 100 g schwer. Mittlerweile wiegen beide etwa 1 kg und sind von der Nasen- bis zur Schwanzspitze geschätzte 35 cm lang. Genaue Daten gibt es noch nicht, denn die Tierpfleger beobachten die Tiere in der Wurfbox nach wie vor nur über die Kamera. Sie sehen, dass sich Mutter Yang Yang fürsorglich um beide kümmert und können die Zwillinge schon gut auseinanderhalten.
Schratter: „Anhand ihres Schulterbandes kann man die Zwillinge leicht unterscheiden. Das Männchen hat ein gleichmäßig breites Schulterband. Das Schulterband des Weibchens läuft in der Mitte spitz zusammen.“

Aber auch charakterlich lassen sich schon jetzt kleine Unterschiede feststellen. So ist das Männchen beim Trinken etwas ungeduldig und das Weibchen ruhiger. Durchschnittlich alle vier Stunden werden die Jungtiere gesäugt. Findet das Männchen die Zitze der Mutter nicht auf Anhieb, quengelt es, bis Yang Yang nachhilft.
Die ersten 100 Tage nach der Geburt gelten bei Großen Pandas als besonders kritisch. Deshalb wird den Jungtieren entsprechend chinesischer Tradition erst danach ein Name verliehen. Wie die Zwillinge zu ihren Namen kommen werden, stimmt der Tiergarten nun mit seinen chinesischen Vertragspartnern ab.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

ELEFANT IQHWA WIRD 3 JAHRE ALT!

Das Elefantenmädchen Iqhwa wird am kommenden Sonntag drei Jahre alt. Das wird im Tiergarten Schönbrunn natürlich gefeiert.
„Unsere Tierpfleger bereiten für Iqhwa um 15.00 Uhr eine besondere Geburtstagsüberraschung im Elefantenhaus vor: eine Heutorte gespickt mit süßem Obst - eben das, was Elefanten gerne fressen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Auf die elefantöse Geburtstagstorte darf sich aber nicht nur Iqhwa freuen. Auch ihre Mutter Tonga und ihre Halbschwester Mongu werden dabei sein und sicher ordentlich mitnaschen.
Mit ihren drei Jahren ist Iqhwa nach wie vor richtig verspielt und alle anderen Elefanten-Weibchen müssen als Spielpartner herhalten. Mitunter ist die Kleine dabei richtig frech. Brav ist sie hingegen beim täglichen Training. Hier hat Iqhwa spielerisch schon alles gelernt, was auch die Großen können: Auf Zuruf ihrer Pfleger legt sie sich hin oder zeigt ihre Ohren und Füße.

All das ist wichtig, wenn eine Fußpflege nötig ist oder der Tierarzt für eine Untersuchung kommen muss. Iqhwas Geburt am 4. September 2013 war eine weltweite Sensation. Sie ist der erste Elefant, der durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt wurde. Ihr Vater lebt in Südafrika, ihre Mutter Tonga ist im Tiergarten Schönbrunn zuhause.

© Fotos: Jutta Kirchner

ARTENSCHUTZTAGE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Vom Eisbären über den Waldrapp bis hin zum Großen Panda: Bei den Artenschutztagen präsentiert der Tiergarten Schönbrunn von 1. bis 4. September all jene Projekte, die er zur Rettung bedrohter Tierarten unterstützt.

Im Fokus stehen die Berberaffen, die in Marokko als Jungtiere gefangen, dressiert und mit Ketten um den Hals als Fotomotiv für Touristen dienen.
„Auf einer langen Wand kann man zwischen Affen-Silhouetten für eine Kampagne der Organisation „Barbary Macaque Awareness and Conservation“ unterschreiben, die sich gemeinsam mit dem Tiergarten für ein artgerechtes Leben und den Schutz dieser Tiere in Marokko einsetzt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Und natürlich wird an einem Stand auch über das Thema Nummer eins im Zoo informiert: die Zwillinge bei den seltenen Großen Pandas.
Um vor allem Kinder, die Artenschützer von morgen, zu erreichen, werden die Themen spielerisch vermittelt. Beim Stand des Umweltteams kann man die bedrohte Batagur Flussschildkröte mit der Angel vor dem Kochtopf retten. Auch das beliebte Bienenstreicheln beim Bienenfreund steht wieder am Programm. Insgesamt 25 Arten-, Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen stellen ihre Arbeit vor.

Vom Nationalpark Donauauen, wo jene Gitter zu sehen sind, mit denen sie Schildkrötennester vor Fuchs und Marder schützen, über die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft, die mit dem Modellieren vom Bodentieren für Spaß sorgt, bis hin zum Stand von Wildeblumen.at, bei dem gezeigt wird, welche heimischen Pflanzen eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten und Vögel sind.

© Foto1,3: Daniel Zupanc © Foto 2: Tiergarten Schönbrunn

SCHÖNBRUNNER SCHMUTZGEIER FLIEGEN JETZT DURCH BULGARIEN

Sommerzeit ist Reisezeit. Für die beiden Schönbrunner Schmutzgeier Regina und Elodie hat am 9. August eine spannende Reise begonnen. Aber mit One-Way-Ticket. Ihr Ziel: Bulgarien. Allerdings nicht der Goldstrand, sondern der Naturpark „Rusenki Lom“.

Die beiden Schmutzgeier-Weibchen und ein Männchen aus Paris sind die ersten Schmutzgeier, die im Rahmen eines großen Projektes in Bulgarien wiederangesiedelt werden. „Die Erhaltungszucht von bedrohten Tierarten ist eine wichtige Aufgabe von Zoos. Der Schmutzgeier gilt als stark gefährdet, seine Bestände haben massiv abgenommen.

Es gibt nur noch rund 30.000 Individuen. Wir freuen uns, dass unsere Nachwuchsgeier Teil dieses Wiederansiedlungsprojektes sind“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.Mittlerweile sind die drei Geier bereits im Naturpark und gewöhnen sich dort ein einem künstlichen Nest an die neue Umgebung. Die ersten Tage bleiben sie im Nest, bevor sie ausfliegen. Der Ort des Nestes wurde natürlich gezielt ausgewählt.
Ganz in der Nähe lebt ein älteres Geierpaar. Es soll den Jungvögeln beim Start in der Wildnis etwas unter die „Flügel greifen“, ihnen zeigen, wo es gute Futter- und Ruheplätze gibt und sie vor allem im Herbst mit auf die Reise ins Überwinterungsgebiet in Afrika nehmen.
Die Vögel sind mit kleinen Satellitensendern ausgestattet, um ihr Leben und den Erfolg der Wiederansiedlung zu verfolgen.

Bereits seit vielen Jahren stellt der Tiergarten Schönbrunn Bartgeier und Habichtskäuze, die hier geschlüpft sind, für Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung. Mit dem Schmutzgeier ist es nun die dritte Greifvogelart des Tiergartens, die ausgewildert wird.

Das Wiederansiedlungsprojekt der Schmutzgeier ist eine Zusammenarbeit des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) der Europäischen Zooorganisation (EAZA) mit der Vulture Conservation Foundation (VCF) und der Bulgarischen Gesellschaft zum Schutz der Vögel (BSPB).

© Foto1: Daniel Zupanc
v.l.n.r.: Revierleiter Andreas Eder, EEP-Koordinator Anton Vaidl vom Zoo Prag, Tierpflegerin Regina Riegler mit den Schönbrunner Schmutzgeiern Regina und Elodie
© 2,3: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

NEUES VON DEN PANDAZWILLINGEN

Die Pandazwillinge im Tiergarten Schönbrunn sind heute 16 Tage alt und entwickeln sich nach wie vor prächtig. Extrem fürsorglich und völlig gelassen kümmert sich Mutter Yang Yang um ihre beiden Jungtiere und deren Bedürfnisse. Sie säugt sie, putzt sie und hält sie warm. Die Kleinen werden von Tag zu Tag aktiver.

„Die Jungtiere strecken sich, tatzeln mit ihren kleinen Pfoten in die Luft und unternehmen ihre ersten zaghaften Krabbelversuche auf dem Bauch der Mutter“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch der rosa Schimmer weicht immer mehr dem schwarz-weißen Fell und sie sehen schon wie Pandas im Miniaturformat aus. Doch bis die Kleinen live zu sehen sein werden, müssen sich die Besucher noch gedulden.

Schratter: „Der nächste große Entwicklungsschritt im Leben der Pandazwillinge ist die Ausbildung ihres Gehörsinns im Alter von etwa fünf Wochen. Außerdem sind die Jungtiere noch blind. Erst im Alter von rund 40 Tagen öffnen sie die Augen. Es wird noch bis Jahresende dauern, bis sie wirklich krabbeln können und ihre Wurfbox verlassen werden.“
Bis dahin können die Pandafans die Entwicklung der Jungtiere auf einer großen Videowand im Tiergarten mitverfolgen, auf der tagesaktuell die besten Szenen aus der Wurbox gezeigt werden.
Der 23. August ist für alle Pandafreunde ein bekanntes Datum. Denn: Heute vor neun Jahren erblickte der erste Schönbrunner Pandanachwuchs Fu Long das Licht der Welt. Die Sensation, dass ein Panda in einem Zoo auf natürliche Weise gezeugt wurde, ging um die Welt. Fu Long lebt mittlerweile im Langzhong Panda Paradise nahe Chengdu.

Aber nicht nur er feiert heute Geburtstag, sondern auch sein Bruder Fu Hu, der am Tag genau drei Jahre später im Tiergarten zur Welt gekommen ist. Fu Hu ist heute im Jinan Zoo in der Provinz Shandong zuhause. Gute Nachrichten gibt es auch vom dritten Schönbrunner Pandanachwuchs Fu Bao aus der Pandastation Du Jiangyan. Auch er ist ein prächtiger Bär geworden und liebt es nach wie vor, auf Bäume zu klettern.

© Fotos 1: Tiergarten Schönbrunn © Fotos 2: CCRCGP

ES SIND PANDA-ZWILLINGE!

Die Geräusche aus der Wurfbox waren bereits verdächtig, seit Freitag herrscht Gewissheit: Am 7. August 2016 hat nicht nur ein Pandajungtier im Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt erblickt, sondern Zwillinge.
„Da wir auf natürliche Aufzucht setzen, beobachten wir das Geschehen in der Wurfbox nur über eine Kamera. Es hat so geklungen, als würden zwei Jungtiere quietschen. Gesehen haben wir auf den Aufnahmen aber immer nur eines. Am Freitag konnten die Pfleger dann erstmals zwei am Bildschirm erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Dass Große Pandas Zwillinge zur Welt bringen, kommt häufig vor. Meist zieht die Mutter allerdings nur das kräftigere Jungtier groß. Die Entwicklung beider Jungtiere schaut nach den ersten Tagen sehr gut aus. Die Überlebenschancen bei Pandas in den ersten Wochen liegen dennoch nur bei 50 Prozent. Daher erfolgt die Namensgebung nach chinesischer Tradition erst nach 100 Tagen.

Zoologin Eveline Dungl: „Beide Jungtiere haben kleine dicke Bäuche und Pandamutter Yang Yang ist sehr entspannt.“ Fürsorglich kümmert sich das erfahrene Pandaweibchen um seine beiden Jungtiere, putzt und säugt die geschätzt 15 Zentimeter großen Zwillinge.
Dungl: „Man sieht die Kleinen auf den Aufnahmen recht selten, weil Yang Yang sie ständig zwischen ihren großen Pfoten wärmt.
Sie bekommen aber täglich mehr Flaum und auch die schwarz-weiße Zeichnung ist schon zu erkennen. Was man deutlich hört, sind die Trink- und Komfortlaute, wenn sie von ihr gesäugt oder geputzt werden.“

Die Pfleger beobachten die Aufzucht rund um die Uhr über die Kamera. Die Pandamutter zieht ihre Jungtiere in einer Wurfbox hinter den Kulissen groß, die für die Besucher nicht einsehbar ist. Erst im Alter von etwa vier Monaten werden die Jungtiere erste Ausflüge in die Innenanlage unternehmen und für die Besucher zu sehen sein. Natürlich möchte der Tiergarten die Pandafans aus aller Welt am Laufenden halten.

Regelmäßig werden aktuelle Videos und Fotos aus der Wurfbox auf der Website des Zoos sowie auf Facebook, Youtube und Instagram veröffentlicht. Auch via Bildschirm im Zoo kann man das Aufwachsen der kleinen Pandas mitverfolgen. Unter www.zoovienna.at berichtet das Pandateam ab sofort aus erster Hand über die Entwicklung der Jungtiere.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

PANDA-JUNGTIER IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN GEBOREN

Was die Großen Pandas betrifft, ist Wien sichtlich fruchtbarer Boden: Am 23. März haben sich Yang Yang und Long Hui im Tiergarten Schönbrunn gepaart, gestern hat ein Jungtier das Licht der Welt erblickt. Große Pandas auf natürlichem Wege zu züchten, ist nach wie vor keinem anderen Zoo in Europa gelungen. Die Freude über den Nachwuchs ist natürlich groß. „Die Pfleger konnten gestern Früh bereits ein Quietschen aus der Wurfbox hören. Auf den Aufnahmen der Wurfbox-Kamera konnten wir dann erkennen, dass das Jungtier um 5.05 Uhr zur Welt gekommen ist.

Yang Yang ist eine erfahrene Mutter und kümmert sich fürsorglich um den Nachwuchs. Dennoch muss man bedenken, dass die Sterblichkeit bei Großen Pandas innerhalb des ersten Jahres bei rund 40 Prozent liegt“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Pandas sind bei der Geburt richtige Winzlinge: Das Jungtier ist etwa 10 Zentimeter groß und rund 100 Gramm schwer. Vom pandatypischen schwarz-weißen Fell ist noch nichts zu sehen. Es ist rosafarben und mit einem weißen Flaum bedeckt. Vorerst müssen sich die Besucher mit Fotos und Videos begnügen, live zu sehen wird das Kleine die ersten Monate nicht sein.
Schratter: „Die Wurfbox ist die Kinderstube für die nächste Zeit. Wir setzen auf natürliche Aufzucht und die Pfleger beobachten alles rund um die Uhr über die Wurfbox-Kamera. Da das Jungtier winzig ist und die Mutter es intensiv wärmt, ist es nur selten über die Kamera zu sehen und wir konnten noch kein Geschlecht erkennen.“ Damit Mutter und Jungtier die nötige Ruhe haben, bleibt das Pandahaus bis auf Weiteres geschlossen.

Während die Pandamutter rund um die Uhr mit Säugen, Putzen und Wärmen ihres Nachwuchses beschäftigt ist, hat sich der Panda-Alltag für Männchen Long Hui nicht geändert. Da Panda-Väter auch im Freiland nicht an der Aufzucht ihres Nachwuchses beteiligt sind, ist Long Hui von den beiden abgetrennt. Der Große Panda zählt zu den bedrohten Tierarten.

Nur noch 1.864 Tiere leben im Südwesten Chinas. In den meisten Pandahaltungen setzt man auf künstliche Besamung. Dem Tiergarten Schönbrunn ist es mit der Geburt von Fu Long am 23. August 2007, von seinem Bruder Fu Hu am 23. August 2010 und Fu Bao am 14. August 2013 bereits dreimal gelungen, Große Pandas auf natürlichem Wege fortzupflanzen. Alle drei leben mittlerweile in China.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn

NEUER ELEFANTENBULLE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

25 Jahre alt, 4 Tonnen schwer und fast drei Meter groß: Das sind die Eckdaten des neuesten Bewohners im Tiergarten Schönbrunn. Elefantenbulle Shaka ist gestern aus dem Zoo Duisburg nach Wien übersiedelt und ist die neue männliche Verstärkung für die Schönbrunner Elefantenherde.

„Seit der Abreise von Tuluba Ende April lebten bei uns nur fünf Weibchen. Angeführt wird die Herde von unserer erfahrenen Leitkuh Tonga. Unsere Jüngste ist die fast drei Jahre alte Iqhwa. Nun haben wir wieder einen stattlichen Bullen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Im Tiergarten Schönbrunn wird das Europäische Zuchtbuch für Afrikanische Elefanten koordiniert. Hier werden die Entscheidungen getroffen, wie die Elefantengruppen in den europäischen Zoos zusammengestellt werden.
Shaka ist für die Zucht besonders interessant. Warum das so ist, erklärt Zuchtbuchkoordinator Harald Schwammer, zoologischer Leiter im Tiergarten Schönbrunn. „Shaka wurde 1991 im Kruger Nationalpark in Südafrika geboren, kam 1993 in den Zoo Lissabon und 1996 in den Zoo Duisburg. In Duisburg ist es leider nicht gelungen, mit ihm zu züchten.

Da wir Weibchen in unterschiedlichen Altersstufen haben, hoffen wir, dass er bei uns für Nachwuchs sorgen wird. Shaka ist als im Freiland geborener Elefant genetisch für die Elefantenpopulation im Zoo sehr wichtig.“ Bis der Elefantenbulle die Weibchen kennenlernen wird, wird es allerdings noch dauern. Zuerst soll er sich in Ruhe an sein neues Zuhause gewöhnen. Zeitweise wird er bereits auf der Außenanlage im hinteren Bereich des Elefantenparks zu sehen sein.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

KÜKEN BEI DEN BUNTESTEN VÖGELN EUROPAS

Bienenfresser sind die farbenprächtigsten Vögel, die es in Europa gibt. Im Tiergarten Schönbrunn sind heuer bereits acht Küken geschlüpft. Die Nachzucht klappt jedes Jahr und das ist etwas ganz Besonderes, denn diese Vogelart wird nur in wenigen Zoos in Europa gehalten.

„Bienenfresser brauchen steile, sandige Böschungen, in die sie ihre Bruthöhlen graben können. Deshalb haben wir im Tiergarten eine spezielle Wand mit Öffnungen, von denen lange Gänge zu den Brutkästen führen. Die Öffnungen werden jedes Jahr mit einem Gemisch aus Sand und Lehm verschlossen, sodass die Vögel die Bruthöhlen wie im Freiland selbst freilegen müssen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Der Europäische Bienenfresser brütet in wärmeren Gebieten in Europa, den Winter verbringt er in Afrika. Er ist auch in Österreich heimisch, zum Beispiel am Neusiedlersee, gilt hierzulande aber als gefährdet. Ein Bienenfresser-Weibchen legt fünf bis sieben Eier. Nach einer Brutzeit von 20 bis 25 Tagen schlüpfen die Küken. Sie sind nackt und blind und wiegen nur wenige Gramm.

Nach etwa einer Woche öffnen sie die Augen und haben bereits Federkiele. Anfangs werden sie von den Eltern in der Bruthöhle versorgt. Erst im Alter von etwa drei Wochen werden die Kleinen das erste Mal ihren Schnabel aus der Bruthöhle stecken und bald darauf erste Flugversuche wagen. Wie der Name verrät, erbeuten diese Vögel Insekten wie Bienen oder Wespen. Sie entfernen den Stachel und das Gift mit einem Trick: Sie schlagen die Beute auf Äste auf.

© Fotos: Daniel Zupanc

GROSSE HILFE FÜR DEN KLEINEN PANDA

Der Tiergarten Schönbrunn ist für die Großen Pandas bekannt. Im Nachbargehege leben die Roten Pandas, auch Kleine Pandas genannt.
Der Tiergarten unterstützt nun neue Projekte des „Red Panda Network“, das sich um ihren Schutz bemüht.

Die kleinen Bambusfresser stehen nämlich als „bedroht“ auf der Roten Liste. In ihrer Heimat, den Himalaya-Staaten Nepal und Bhutan sowie in Burma, Teilen Chinas und Indiens, hat sich ihr Bestand in den letzten 18 Jahren halbiert. „Eines der Hauptprobleme ist die Abholzung der Wälder. Die Viehhirten benötigen für die traditionelle Befeuerung ihrer Öfen enorm viel Holz. Mit unserer Unterstützung bekommen sie neue energieeffiziente Kochstationen. Das verringert den Holzverbrauch und auch den für die Hirten gesundheitsschädigenden Rauch“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Durch den bewussteren Umgang mit der Umwelt möchte sich der östliche Teil von Nepal auch als Öko-Tourismusregion hervortun. Der Tiergarten Schönbrunn finanziert deshalb neben den Kochstationen auch die Ausbildung von fünf Einheimischen, die als Natur-Führer in dieser Region tätig sein werden.

Ihre Aufgabe wird nicht nur darin bestehen, Touristen in den Lebensraum der Roten Pandas zu führen, um sie für deren Schutz zu begeistern, sondern auch Rote Pandas zu beobachten und zu zählen. Davon erhofft sich das „Red Panda Network“ noch genauere Angaben zur Lebensweise der scheuen Waldbewohner. Als Botschafter für ihre bedrohten Verwandten im Freiland lebt im Tiergarten Schönbrunn ein Pärchen Roter Pandas: das Weibchen namens Mahalia und das Männchen Mike.

© Fotos: Tiergarten Schönbrunn/ Norbert Potensky

SOMMERZEIT IST AUCH IM ZOO BADEZEIT!

Egal ob Eisbären, Nashörner oder Tiger: Im Tiergarten Schönbrunn gibt es viele Wasserratten. Die Eisbären Lynn und Ranzo nutzen die unterschiedlich tiefen Schwimm- und Tauchbecken in der Eisbärenwelt in vollen Zügen. „Die beiden Eisbären springen ins Wasser, schwimmen und tauchen einige Meter tief ab. Sie haben sowohl Becken mit Süß- als auch mit Salzwasser zur Verfügung und sind im Wasser vollkommen in ihrem Element. Das macht auch beim Zuschauen großen Spaß“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

An warmen Sommertagen sind auch die beiden Panzernashörner Sundari und Jange oft im Wasserbecken anzutreffen. Nur ihr Kopf ragt noch aus dem kühlen Nass.
Schratter: „Unsere Nashörner dösen im Wasser und genießen die Abkühlung. Doch sauber bleiben sie danach nicht immer. Ab und zu wandern sie nach dem Baden schnurstracks zur Schlammsuhle und wälzen sich ausgiebig darin.“

Der Schlamm dient der Hautpflege und ist auch eine Art natürlicher Sonnenschutz. Katzen sind eigentlich dafür bekannt, eher wasserscheu zu sein. Nicht so die Tiger. „Tiger gehören zu den Katzen, die gerne ins Wasser gehen. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer. Im Freiland durchqueren sie sogar große Flüsse,“ so Schratter. Die beiden Sibirischen Tigerweibchen Kyra und Ina haben in ihrer Anlage einen Teich voll mit Wasserlinsen, in dem sie sich gerne abkühlen und auch miteinander spielen.

© Foto 1: Daniel Zupanc © Foto 2, 3: Tiergarten Schönbrunn/ Norbert Potensky

TAUBENPATEN, AFFENFREUNDE, FISCHFANS & CO

Über 400 Tierpaten gibt es im Tiergarten Schönbrunn. Gestern trafen sie sich dort zum großen Patensommerfest. Jede einzelne Patenschaft hat eine nette Geschichte, auch die der prominenten Unterstützer.

Peter Grimberg, der mit „Servus Peter“ in der Wiener Stadthalle gastiert, übernahm zu Ehren von Peter Alexander, der ein leidenschaftlicher Fischer war, die Patenschaft für einen Hausen. Seine Bühnenpartnerin Roxanne Rapp ist Geparden-Patin. Magier Tony Rei hat passend zu seinem Beruf die Tauben als Patentiere. Moderator Patrick Budgen ist Patenonkel der Zwergagutis, die er bei einem „Wien heute“-Dreh ins Herz geschlossen hat. Die beliebtesten Patentiere im Tiergarten sind die Kattas, die es auch Sänger Andy Lee Lang angetan haben. Mit dabei waren auch Erdmännchen-Pate Udo Huber und Tiergartenfreund Alfons Haider.
Patenschaften gibt es im Tiergarten Schönbrunn bereits ab 40 Euro monatlich. Im Vorjahr gab es mit 237.000 Euro einen Einnahmen-Rekord bei den Privatpatenschaften. „Unsere Paten sind eine unverzichtbare Unterstützung für den Zoo. Dank ihrer Hilfe können wir viele Projekte für unsere Bewohner im Tiergarten realisieren“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch gestern wurde die Patenfamilie wieder etwas größer.

Die Edlseer sorgten nicht nur für gute Stimmung, sie übernahmen auch die Patenschaft für die Orang-Utans. „Wir haben die Orang-Utans ausgewählt, weil es einfach faszinierende Tiere sind und weil ich heuer wie Nonja meinen 40er feiere“, erzählt Bandleader Fritz Kristoferitsch. Für Begeisterung bei den Paten sorgte auch der Auftritt von Weißclown und Pinguinpate „Gensi“ vom Zirkus Roncalli.


© Fotos: Daniel Zupanc
Foto 1: Dagmar Schratter mit den Edlseern; Foto 2: v.l.n.r.: Andy Lee Lang, Udo Huber, Weißclown Gensi bei den Kattas; Foto 3: v.l.n.r.: Roxanne Rapp, Tony Rei, Patrick Budgen, Alfons Haider, Peter Grimberg

GIRAFFEN, ZEBRAS UND AFFEN LIEFEN DURCH DEN ZOO!

Als Zebras verkleidet, im Affenkostüm oder mit Tiger-Ohren gingen einige der 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Wiener Zoolaufes gestern an den Start. Angeführt von einem Giraffen-Maskottchen ging es sechs Kilometer durch den Tiergarten Schönbrunn – vorbei an Zebras, Flamingos und dem historischen Kaiserpavillon.

Gesportelt wurde nicht nur zum Vergnügen, sondern auch für den guten Zweck. Michael Zeman von der easybank überreichte symbolisch die stolze Summe von 34.000 Euro, die je zur Hälfte dem Bau des neuen Giraffenparks und der Initiative „Heilung für Lungenhochdruck“ zu Gute kommt.
„Man sieht richtig, wie die Teilnehmer die besondere Laufstrecke genießen. Manche bleiben sogar stehen, um schnell ein Foto zu machen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter, die an der Strecke anfeuerte. Natürlich geht es beim Zoolauf aber auch um das Ergebnis. Gesamtsieger wurde Roland Hinterhofer mit einer Zeit von 22:25 Minuten.

Schnellste Läuferin war Silvia Kisser. In der Kategorie „Unter 15 Jahren“ taten sich Leone-Zoé Haller und Jakob Wolfram als Sieger hervor. Möglich gemacht haben diesen Benefizlauf die Sponsoren: easybank, Österreichische Lotterien, Wien Energie, Kärntnermilch und die Kinderhotels.


© Fotos: Daniel Zupanc
v.l.n.r. Dagmar Schratter, Roland Hinterhofer, Leone-Zoé Haller, Benita Fischer, Michael Zeman
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